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20.05.2015 - 09:46 Uhr

Teil 2 unserer Serie: Die Denkmalpflege in Einbeck geht weiter - Die wiederentdeckte Synagoge

Einbeck (kp). Die Etymologie des Begriffs Synagoge verweist auf einen griechischen Ursprung und würde sich am besten mit der Bezeichnung “Zusammenkunft“ ins Deutsche übersetzten lassen. Dennoch ist der griechische Begriff “synagoge“ ebenfalls eine Übersetzung des aus dem Hebräischen stammenden “ Beth Knesset“ – Haus der Versammlung.

Unter Kenntnisnahme  der Wortherkunft des im deutschen Sprachgebrauch üblichen Begriffs Synagoge, assoziierend für den Sakralbau der jüdischen Gemeinde, scheint es nur folgerichtig zu sein, dass der Förderverein „Alte Synagoge in Einbeck e.V.“ ihr Sanierungsobjekt unter dem einladenden Titel „Ein Ort der Begegnung und des offenen Dialogs“ ins Leben gerufen hat.

Die alte Synagoge in der Baustraße 15a darf sich nun auch in das Förderprogramm des Städtebaulichen Denkmalschutzes hinter einigen anderen sowie bereits im vergangenen ersten Teil unseres Einbeck-News-Beitrages ausgewählten Sanierungsobjekten im Bereich des Möncheplatzes einreihen. Es geht hierbei um ein Gesamtförderungsmittel von 7,5 Millionen Euro, obgleich bereits einige Sanierungsarbeiten zur Widerherstellung der in den 1990er Jahren wiederentdeckten Synagoge unternommen wurden, die überwiegend auf Privatspenden zurückzuführen sind.

Von außen selbst beim Flanieren eines aufmerksamen Fußgängers über die Baustraße nur schwer zu erkennen, da in einer Hinterhoflage positioniert, wurde die Synagoge laut dem Förderverein, unter ihnen Frank Bertram, um das Jahr 1800 als stilechte Landsynagoge errichtet.

Nachdem knapp 100 Jahre später in der Bismarckstraße eine weitere Synagoge gebaut wurde, verlor der Ort der “Zusammenkunft“ in der Baustraße seine ursprüngliche Bauintention und wurde in Privathand übergeben.

Die daraufhin entstandene Umnutzung des Gebäudes hatte die glückliche Fügung, dass es nie Opfer der zerstörerischen Novemberpogrome von 1938 durch die Nationalsozialisten wurde. Seit ihrer Wiederentdeckung steht die Synagoge unter Denkmalschutz und soll zukünftig ihren bezeichnenden Charakter erfüllen, nämlich ein Ort der Zusammenkunft aller Interessierten und Interessensbereiche werden.

Jede Kultur, jede Religion und auch jede Form der Unterhaltung soll herzlich willkommen sein. Konzerte, Lesungen sowie sämtliche Form von Dialogsituationen, die Begegnungen und den regen Austausch von Befindlichkeiten fördern werden bereits vom Förderverein organisiert und angeboten.

Der aktuelle Bauabschnitt der sanierungsbedürftigen Synagoge findet im direkt angrenzenden ehemaligen Stallgebäude statt. Hier sollen eine Küche und Toilettenanlagen sowie eine Heizung installiert werden. Die Kosten dafür wurden anfangs auf 125.000 Euro geschätzt und werden allem Anschein nach noch nach oben korrigiert werden müssen.

Trotz der für die Stadt Einbeck zugesprochenen Fördermittel, ist dieses wundervolle Projekt immer wieder auf hilfreiche Spenden angewiesen. Nähere Infos finden Sie unter www.alte-synagoge-einbeck.de.



Fotos: kp

 

 

 

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