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Donnerstag, 14. Januar 2021 12:49 Uhr

Corona-Impfungen im Landkreis Northeim: Die erste Charge mit rund 1.000 Impfdosen ist verimpft | Landkreis soll alle 13 Tage Lieferung von 1.000 Impfeinheiten erhalten

Northeim (lpd). Im Landkreis Northeim werden seit dem 5. Januar Impfungen in den Alten- und Pflegeheimen durch derzeit zwei Mobile Impfteams durchgeführt. Etwas mehr als eine Woche später konnte so bisher 1.068 Personen eine erste Impfung verabreicht werden. Geimpft wird momentan ausschließlich mit dem mRNA-Impfstoff der Firma BioNTech und Pfizer, da andere Impfstoffe nicht zur Verfügung stehen. Die erste Impfstoffcharge ist damit jetzt verimpft. „Anfang nächster Woche erwarten wir die nächste Lieferung“, erklärt Frank Beckmann, Leiter des Impfzentrums. Derzeit gehen die Verantwortlichen auf Kreisebene davon aus, dass den ersten Personen ab der letzten Januarwoche (4. KW) auch die zweite Impfdosis verabreicht werden kann.

Die beiden mobilen Impfteams haben bislang in folgenden Einrichtungen geimpft:

  • Stiemerling Senioren-Residenz in Northeim
  • Alten- und Pflegeheim der Inneren Mission Northeim
  • DRK Wohn- und Pflegezentrum Am Wieter in Northeim
  • Seniorenzentrum in Moringen
  • Teilbereiche Senioren- und Pflegeheim Weighardt GbR in Northeim

In der kommenden Woche sollen dann Alten- und Pflegeheime im Gebiet der Stadt Uslar von den mobilen Impfteams angesteuert werden.

Die geschätzte Impfquote liegt aktuell bei den Bewohnerinnen und Bewohnern bei etwa 92 % und bei den Beschäftigten bei rund 75 %.

Zwischenzeitlich liegt erfreulicherweise die Genehmigung dafür vor, anstelle von 5 nunmehr 6 Einzeldosen aus einer Mehrfachdose zu entnehmen. Theoretisch könnten mit dieser Lieferung dann 1.170 Personen aus jeder Charge geimpft werden. „Die Erfahrungen aus der Praxis haben aber gezeigt, dass teilweise keine 6. Spritze mit der notwendigen Füllmenge aus dem vorhandenen Rest aufgezogen werden kann“, so Beckmann zu den neuen Vorgaben.

Im Laufe der aktuellen Woche konnten aber auch erste Personen der höchsten Priorität nach der Coronavirus-Impfverordnung im Impfzentrum in der Northeimer Stadthalle geimpft werden. Es handelt sich dabei um Personal aus den Alten- und Pflegeheimen, welches sich erst nach dem Besuch der mobilen Impfteams für eine Impfung entschieden hat oder am Tag der Impfung in der Einrichtung verhindert waren. Auch das Personal des Impfzentrums - darunter auch die Impfärzte – und auch erstes Personal des Rettungsdienstes (Notärzte und Rettungssanitäter), haben eine erste Impfung im Impfzentrum erhalten. Sobald wieder Impfstoffe verfügbar sind, sind im Impfzentrum sukzessive Impfungen für Mitarbeitende aus Krankenhäusern (Intensivstationen, Notaufnahmen, Onkologie) und ambulanten Pflegediensten vorgesehen.

„Wir konnten so auch die Betriebsabläufe testen und an der einen oder anderen Stelle optimieren“, führt Frank Beckmann zu den ersten praktischen Erfahrungen im Impfzentrum aus.

Alle vorgenannten Personengruppen zählen nach der Corona-Impfverordnung zu der Personengruppe mit der höchsten Priorität.

Der weit überwiegende Teil der Impfstoffe ist jedoch auch weiterhin für die Senioren- und Pflegeheime vorgesehen. Von daher werden bis auf Weiteres nur relativ wenige Impfungen im Impfzentrum erfolgen können.

Das Land beabsichtigt alle Menschen in Niedersachsen, die das 80. Lebensjahr bereits vollendet haben, über die Möglichkeit sich impfen zu lassen anzuschreiben. Eine Terminvergabe soll ab dem 28. Januar 2021 über die Terminhotline des Landes (Tel. 0800/9988665) möglich sein.

Aufgrund der nur begrenzt zur Verfügung stehenden Menge an Impfstoffen werden jedoch nicht alle Impfberechtigten der höchsten Priorität sofort einen Termin bekommen können. Das Impfzentrum des Landkreises Northeim erhält nach den aktuellen Planungen des Landes Niedersachsen nur alle 13 Tage eine Lieferung von etwa 1.000 Impfeinheiten. Dies bedeutet, dass rechnerisch wöchentlich nur 500 Impfungen durchgeführt werden können. Zum jetzigen Zeitpunkt ist nicht absehbar, wann mit einer Lieferung größerer Impfstoffmengen und einer Steigerung der Impfzahlen gerechnet werden kann. „Wir werden daher alle noch viel Geduld benötigen, bis tatsächlich alle, die eine Impfung wünschen, auch tatsächlich geimpft werden können“, macht Landrätin Astrid Klinkert-Kittel deutlich.

 

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