Top 5 Nachrichten der Woche
Region Aktiv
Freitag, 24. Mai 2019 10:49 Uhr
Gandersheimer Domfestspiele suchen Requisiten
Freitag, 24. Mai 2019 10:43 Uhr

Northeim (lpd). Landrätin Astrid Klinkert-Kittel hat sich jetzt in der Sitzung des Ausschusses für Bau, Umwelt und Regionalplanung zum Thema Windenergie geäußert. „Ich möchte einige wichtige Tatsachen hervorheben, die in der wichtigen Debatte um die Errichtung von Windenergieanlagen - auch von denen, die es eigentlich besser wissen müssten - häufig verschwiegen werden“, so Landrätin Klinkert-Kittel. Für das Gelingen der von der Bundesregierung nach Fukushima beabsichtigten Energiewende, spielt neben der Sonnenenergie auch die Windkraft eine entscheidende Rolle. „Land und Bund drängen deshalb mit Hochdruck auf einen beschleunigten Ausbau der Erneuerbaren Energien“, so die Landrätin.

Im Ergebnis bedeute dies, dass die Errichtung von Windenergieanlagen nicht in letzter Konsequenz verhindert werden könne. Um den Ausbau für die Menschen vor Ort so verträglich wie möglich zu gestalten, müssten vielmehr abgestimmte und rechtssichere Planungen auf den Weg gebracht werden. „Wo es keine Regelungen gibt, da reden wir nicht von 1.000 Metern Abstand, nein, da dürfen derzeit Windenergieanlagen mit einem Abstand von 400 Metern zur Wohnbebauung errichtet werden“, macht die Landrätin das Problem exemplarisch deutlich. Denn nach den Regelungen im Baugesetzbuch sind Windenergieanlagen Bauvorhaben, die im Außenbereich privilegiert sind. Vereinfacht gesagt bedeutet das, dass Windenergieanlagen außerhalb der im Zusammenhang bebauten Ortsteile überall errichtet werden können, wenn dem keine öffentlichen Belange - wie etwa die des Natur- und Artenschutzes - entgegenstehen und die Erschließung gesichert ist.

Regelnd eingreifen lässt sich nur durch das Ausweisen von Flächen speziell für die Windenergie. „Nur so lässt sich ein „Wildwuchs“ verhindern“, so Klinkert-Kittel. In der Regel sind Windenergieanlagen dann nur in diesen festgelegten Gebieten zulässig. Dies kann durch die Regionalplanung des Landkreises oder die Bauleitplanung der Städte und Gemeinden erfolgen. Dabei werden dann auch die Interessen der Bürgerinnen und Bürger berücksichtigt, die sich in den Verfahren einbringen können. Da der Landkreis das Regionale Raumordnungsprogramm neu aufstellen muss, hat er den Kommunen angeboten, auch deren jeweiligen Bereiche mit zu beplanen. So ließe sich eine Windenergieplanung aus einem „Guss“ erreichen. Die Städte oder Gemeinden, die sich gegen eine Kooperation entscheiden, wären dann selbst gefordert, entsprechende Regelungen in ihren Flächennutzungsplänen zu treffen. Eins macht Landrätin Klinkert-Kittel aber auch deutlich: Wenn ein Antrag auf Errichtung einer Windenergieanlage beim Landkreis vorliegt und die Voraussetzungen erfüllt sind, „dann müssen wir genehmigen“, denn darauf bestehe für die Anlagenbetreiber ein einklagbarer Rechtsanspruch.

Freitag, 24. Mai 2019 09:23 Uhr

Hollenstedt (hakö). Unglaublich. Erst die unendliche Geschichte um den Trogbau im "Wilden Westen" der Kreisstadt, dann der Ausbau der A7 über Jahre mit Staus rund um die Seenplatte. Jetzt kündigt die Bahn eine Streckenerneuerung an. Die Bevölkerung im einst so ruhig-idyllischen Leinetal muß ab Mitte Juni weitere Belastungen ertragen.

"Keine Angst vor unserer Baustelle". Mit einer Anwohnermitteilung informierte in diesen Tagen die Deutsche Bahn AG sämtliche Haushalte, die laut Regionalbereich Nord der DB Netz AG von den unmittelbar bevorstehenden Bauarbeiten betroffen sind. Es geht dabei um die Streckenerneuerung zwischen Hannover und Göttingen, die vom 11. Juni bis immerhin 14. Dezember, also bis kurz vor Weihnachten, ansteht.

Angekündigt wird, daß zwischen Ahlshausen und Göttingen der wesentliche Teil der Arbeiten voraussichtlich zwischen dem 9. Juli und dem 20. September stattfindet. In diesem Zeitraum, so die Deutsche Bahn AG, ist mit einem erhöhten, straßenseitigen Verkehrsaufkommen durch LKW-Transporte zu rechnen. Trotz des Einsatzes modernster Arbeitsgeräte und Technologien seien Baugeräusche, auch während der Nacht, nicht gänzlich vermeidbar. Die Deutsche Bahn bittet die Anwohner um Verständnis.

News fragt nach Ausweichrouten, "Rübenschnellwegen" bzw. Feldwegen, um noch mehr LKW-Transporten, bisher aus Kiesgewinnung und vom Asphaltwerk am Weißen Budenweg, aus dem Weg zu gehen. Zusätzliches Verkehrsaufkommen wird es gerade im Spätsommer durch den zusätzlichen Badebetrieb am Northeimer Freizeitsee und auch während verschiedener Events geben.

Man darf gespannt sein, was die Leinedörfer und der Northeimer Norden mit Autobahnanschluß noch ertragen muß am Rande des Naturschutzgebietes. Staus im Stadtgebiet sind vorprogrammiert.

Weitere Informationen unter https://www.deutschebahn.com/de

Foto: Symbolbild

Freitag, 24. Mai 2019 08:49 Uhr

Bad Gandersheim (red). Die starke Nachfrage nach Karten für die 61. Gandersheimer Domfestspiele ist ungebrochen, auch für das Studiostück „Al dente! Ich bin hier le Chef“. Jetzt haben sich Intendant Achim Lenz und Geschäftsführer Thomas Groß zu einer Zusatzvorstellung des Schauspielleckerbissens mit Publikumsliebling Fehmi Göklü entschlossen, sie wird am Sonntag, 14. Juli, um 19 Uhr auf der Studiobühne Kloster Brunshausen stattfinden. Die Karten dafür sind ab sofort erhältlich. Mit „Al Dente! – Ich bin hier le Chef“ serviert Fehmi Göklü auf der Studiobühne Kloster Brunshausen einen Abend voller kultureller Vielfalt, gewürzt mit Musik und angereichert mit einer guten Portion Humor. Küchenchef Albert (Fehmi Göklü) fehlt nur noch eines auf dem Weg zum Olymp des Kochens, er will das, wovon jeder Koch träumt: endlich ein „à la“ vor seinem Namen, sein eigenes Gericht. Das kulinarische Schauspiel in der Inszenierung von Sarah Speiser unternimmt eine Rundreise durch die Mägen Europas mit mancher spitzen Bemerkung zum Zusammenleben der Völker in und um Deutschland: Wer Nudeln bricht, bricht auch Herzen.

Weitere Informationen und Tickets:

  • www.gandersheimer-domfestspiele.de
  • E-Mail: kartenzentrale@gandersheimer-domfestspiele.de
  • Kartenzentrale der Gandersheimer Domfestspiele, Stiftsfreiheit 12, 37581 Bad Gandersheim
  • Telefon: 05382 73 777
  • Telefax: 05382 73 770
  • Öffnungszeiten: Montag bis Freitag 10 – 13 Uhr und 15 – 17 Uhr, Sonnabend 10 – 12 Uhr sowie an allen Spieltagen 90 Minuten vor den Aufführungen
Freitag, 24. Mai 2019 07:08 Uhr

Uslar (red). Die nächste öffentliche Führung durch den ErlebnisWald Solling in Uslar-Schönhagen findet am Sonntag, 2. Juni, um 14.30 Uhr statt. Die zertifizierte Waldpädagogin Susanne Schröder informiert bei dem Rundgang über die komplexe Vielfalt des Waldes. Im ErlebnisWald geht es um das Ökosystem Wald, das in zehn Themenbereichen unter dem Motto „Mensch-Wald-Kultur“ dargestellt wird. Stationen zu Treibhauseffekt, Waldschadensforschung, historischer und heutiger Waldnutzung bieten Stoff zum Nachdenken und Diskutieren. Wer den Rundgang nicht allein erkunden und mehr Informationen erhalten möchte, kann an einer öffentlichen Führung teilnehmen. Diese finden von April bis Oktober jeden ersten Sonntag im Monat statt. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Die Teilnahme kostet fünf Euro. Kinder bis 10 Jahre sind frei. Das Gelände ist ganzjährig über ein Drehkreuz zugänglich. Für die Saison gibt es noch freie Termine für Kindergeburtstage, Ausflüge mit Kindergärten oder Schulklassen, Betriebs- und Vereinsausflüge. Eine Broschüre mit Angeboten ist in der Touristik-Information erhältlich und online lesbar unter www.uslar.de

Foto: Uslar Touristik

Blaulicht
Mittwoch, 22. Mai 2019 09:44 Uhr
Hund beisst Paketzustellerin
Mittwoch, 22. Mai 2019 09:38 Uhr

Billerbeck (red). Am Dienstag wurde ein Streifenwagen der Einbecker Polizei in den Ortsteil Billerbeck entsandt, da sollte es zu Handgreiflichkeiten zwischen Arbeitskollegen auf einer Baustelle in der Hauptstraße gekommen sein. Tatsächlich artete eine verbale Streitigkeit zwischen zwei 27 und 21 Jahre alten Männern aus Verden derart aus, dass der Ältere dem Jüngeren einen Schlag ins Gesicht versetzt hat. Im Rahmen der Sachverhaltsklärung beschuldigte das Opfer dann seine Arbeitskollegen, dass sie Drogen nehmen würden. Eine Überprüfung ergab schließlich, dass der 27 Jahre alte Verdener und ein 31-jähriger Arbeitskollege, ebenfalls aus Verden, unter dem Einfluss von Drogen standen und in diesem Zustand mit Radladern in der Baustelle unterwegs waren.

Den beiden Männern wurde eine Blutprobe entnommen. Gegen sie wurden Verkehrsordnungswidrigkeitenanzeigen gefertigt. Durch weiterführende Maßnahmen der Beamten konnten außerdem noch Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz aufgedeckt werden, so dass noch drei Strafverfahren wegen Besitzes bzw. Handel mit Betäubungsmittel, auch gegen das 21 Jahre alte Opfer der Körperverletzung, eingeleitet wurden.

Mittwoch, 22. Mai 2019 09:36 Uhr

Kalefeld (red). Im Tatzeitraum 17. bis 21. Mai - und damit möglicherweise zusammenhängend mit anderen Einbrüchen in Harriehausen und Willershausen (wir berichteten) - versuchten Unbekannte vergeblich in die Ev. Kindertagesstätte im Birkenweg in Kalefeld einzudringen. Der Versuch misslang, jedoch richteten der oder die Täter erheblichen Schaden an insgesamt sechs Türen und einem Fenster an. Zwei erst kürzlich renovierte Türen sind wohl komplett unbrauchbar. Der enstandende Sachschaden wird auf mehrere Tausend Euro geschätzt. Hinweise bitte an die Polizei in Bad Gandersheim unter 05382/919200.

Dienstag, 21. Mai 2019 12:02 Uhr

Dassel (red). Zum wiederholten Mal kam es auf der Baustelle des Sporthallenneubaus der Paul-Gerhardt-Schule in Dassel zu diversen Sachbeschädigungen. Bislang unbekannte Täter verschmierten Sichtschutzwände aus Holz mit Unterbaumörtel und zerrisen Dämmmaterialien. Weiterhin wurden Bodenaussparungen für Geräteträger mit Beton gefüllt. Der Tatzeitraum erstrecke sich von vom 17. bis 20. Mai - in der Zeit von 15 bis 7 Uhr. Die Schadenshöhe beläuft sich auf circa 600 Euro. Zeugen, die Hinweise auf Personen geben können, die sich im genannten Zeitraum unberechtigt auf der Baustelle aufhielten, setzen sich bitte mit der Polizei in Dassel oder in Einbeck in Verbindung.

Dienstag, 21. Mai 2019 11:46 Uhr

Dassel (red). Ein 44 Jahre alter Geschädigter aus einem Dasseler Ortsteil zeigte bei der Polizei den Diebstahl zweier Wildkameras an. Ein unbekannter Täter hat im Zeitraum von Dienstag, 7. Mai, bis Donnerstag, 9. Mai, im Ellenser Wald zwischen Krimmensen und Relliehausen die vom Geschädigten aufgestellten Kameras entwendet. Der Schaden beläuft sich auf circa 200 Euro. Hinweise hierzu nimmt die Polizei Dassel oder das Polizeikommissariat Einbeck entgegen.

Politik
Freitag, 24. Mai 2019 10:50 Uhr
Dr. Sabine Michalek hebt Haushaltssperre der Stadt Einbeck auf
Donnerstag, 23. Mai 2019 09:52 Uhr

Von Hartmut Kölling

Northeim (hakö). Wie spüren wir Europa in unserem Leben? Das größte Friedensprojekt meiner Generation brachte in erster Linie Reisefreiheit. Ein Traum wurde wahr. Die Freiheit, mich überall zu Hause zu fühlen, im Geiste und im Reisen. Begegnungen mit Menschen, mit ihrer Kultur, Verständnis zu zeigen für die Lebensart anderer Länder, haben mir immer viel bedeutet. Das wird auch so bleiben, unabhängig, wie die Europawahl am kommenden Sonntag, 26. Mai auch ausgeht.

Rückblick: In den 80er und 90er Jahren hat der internationale Schüler- und Jugendaustausch, vor allem in den Kommunen, später in Trägerschaft der Schulen, für enge und intensive Kontakte über die Grenzen hinweg gesorgt. Die Unterbringung der jungen Menschen erfolgte meistens in Gastfamilien. Freundschaften entwickelten sich. Internationale Ferienfreizeiten rundeten das auf Verständigung aufgebaute Angebot ab.

Wie unter anderem über Jahrzehnte Begegnungen im Schullandheim des Landkreises Göttingen in Pelzerhaken bei Neustadt an der Ostsee mit Jugendlichen aus den englischen und französischen Partnerstädten, wie Hackney/London und Suresnes/Paris. Oft auch mit Kids und Betreuern aus Northeim und Umgebung. Die Organisation und Durchführung bereitete mir stets viel Freude, galt es doch, junge Europäer zusammen zu führen. Erinnern können sich unter anderem bestimmt Christopher Trinczek, David Vaupel und Chris Ilsemann aus der Kreisstadt. Die Jugendlichen traten die Heimreise jedesmal mit einem Sack voller Adressen an. Man blieb in Kontakt. Bei den Austauschbegegnungen stand jede Menge Geschichte auf dem Programm. Besonders beeindruckend die Besuche der Landungsstrände der Alliierten im Zweiten Weltkrieg in der Normandie, aber auch das Besuchs- und Besichtigungsprogramm in Paris und London. Die Welt öffnete sich. Das war beeindruckend.

Es folgten Kontakte auf Vereinsebene. Ich selbst habe vor fast 15 Jahren eine Einladung des FC Eintracht Northeim zu einem Fußballturnier für Jugendmannschaften in die polnische Partnerstadt der Stadt Northeim, nach Prudnik gebracht. Später bin ich zusammen mit Hermann Eckes, Ratsherr der CDU in Bovenden, quer durch die Karpaten an die Ostgrenze der EU, nach Kosice / Kaschau in die Slowakei gereist zum ersten Weinfest, um neue Kontakte zu knüpfen.

Weiteres Ziel in Sachen Europa: Das Riesengebirge auf polnischer und tschechischer Seite im Auftrag der Stadt Alfeld/Leine. Europa bedeutete für mich, Menschen kennenzulernen mit ihren Sorgen und Nöten, mit ihren Wünschen, Werbung zu machen für ein einheitliches, freies Europa. Ich bin Gründungsmitglied des Vereins Deutsch-Polnische Verständigung in Alfeld und besuchte mit offiziellen Delegationen mehrmals Jelenia Gora / Hirschberg, Partnerstadt in Schlesien. Die Gymnasien beider Städte pflegen seit fast drei Jahrzehnten sehr enge Kontakte.

Als sich Bundeskanzler Helmut Kohl und der französische Staatspräsident François Mitterand 1984 auf den Schlachtfeldern des Ersten Weltkrieges in Verdun die Hände reichten, wuchs auch bei mir die Bereitschaft, noch mehr Austausche über das Deutsch-Französische Jugendwerk für den Landkreis Göttingen zu organisieren, wo ich 20 Jahre als Pressesprecher und Partnerschaftsbeauftragter wirken durfte. Die 80er und 90er Jahre waren ja geprägt von internationalen Begegnungen im zusammenwachsenden Europa. Das machte mich und meine Freunde glücklich und weckte Energien und Hoffnungen. Europa mußte gespürt werden und das jeden Tag. Gerade auch in Zeiten nach der Wende. Ich setzte auf die Jugend, neugierig und voller Freude, in Freiheit reisen zu können.

Und heute? Bei meinen zahlreichen Reisen zu Freunden nach Tschechien vernahm ich vor einigen Jahren Unmut über das Angebot von angeblich schlechtem Obst und Gemüse in den Großmärkten. Das sei nur zweite Wahl aus Europa's Restposten, spekulierten Verbraucher im Nachbarland. Das wollte man nicht. Man fühle sich als Mensch zweiter Klasse. Reaktionen der Politik hier? Nichts! Die Sorgen der neuen Länder wurden abgetan und belächelt. Die betroffenen neuen Freunde im Osten ließ man enttäuscht zurück.

Vieles scheint auch wirklich liegen geblieben zu sein im neuen Europa, neben all der positiven Entwicklung. Warum zeigen örtliche Bundestags- und Landtagsabgeordnete nur so wenig Mut, über Europa mit all seinen Stärken und Schwächen zu sprechen? Nur die Selbstdarstellung permanent voran treiben und Mitmenschen, auch in Europa, zu vergessen, kann nicht das Ziel sein.

Warum wirkt man im politischen Bereich der Kreisstadt so teilnahmslos? Wo sind die Ideen für einen neue Begegnungskultur, um Europa zu festigen? Was macht die Absicht der Europastadt Northeim (seit 1975), einen Partner in England zu finden? Wie steht es aktuell um die Partnerschaften mit Tourlaville, Prudnik und Gallneukirchen? Leben sie noch?

Lobenswert übrigens das Engagement der Geschäftsführung des Northeimer Autohauses Hermann mit seinen sechs Standorten in Niedersachsen, Thüringen und Nordrhein-Westfalen für die Fahrt nach Brüssel vor ein paar Jahren. Auf dem Programm der interessanten Informationsreise für die Belegschaft: Das Europäische Parlament. Das bringt Europa näher. Siehe da. Es geht doch, für Europa zu werben.

Europa ist ein außergewöhnliches Geschenk für Wohlstand und Frieden. Die Handwerkskammer Hildesheim-Südniedersachsen hat in diesen Tagen zum Beispiel alle selbstständigen Handwerker, Mitarbeiter und wahlberechtigten Lehrlinge öffentlich aufgerufen, an der Europawahl teilzunehmen. "Wir Handwerker wollen das Haus Europa, in dem wir leben und arbeiten, mitgestalten", heißt es. Dickes Lob!

Foto: Hartmut Kölling

Mittwoch, 22. Mai 2019 07:24 Uhr

Northeim (lpd). Am kommenden Sonntag findet in Deutschland die Wahl zum Europäischen Parlament statt. Auch die Wählerinnen und Wähler aus dem Landkreis Northeim sind aufgefordert von ihrem Wahlrecht Gebrauch zu machen. Die Stimmabgabe ist möglich in einem der mehr als 200 kreisweit eingerichteten Wallokale. Wahlberechtigt sind etwa 108.000 der rund 133.000 Kreiseinwohnerinnen und Kreiseinwohner. Die Wahllokale sind am 26. Mai 2019 in der Zeit von 8.00 bis 18.00 Uhr geöffnet. 

Das Europäische Parlament wird - jetzt bereits zum neunten Mal - auf 5 Jahre gewählt. Weil jeder EU-Mitgliedstaat eine eigene Wahltradition hat und nicht überall traditionell an einem Sonntag gewählt wird, findet die Wahl in der Zeit vom 23. bis 26. Mai 2019 statt. Die Bundesrepublik Deutschland stellt im Europäischen Parlament 96 Abgeordnete. In Deutschland stellen sich insgesamt 40 Parteien zur Wahl, die Stimmzettel sind deshalb über 80 cm lang. Die rechte obere Ecke ist abgetrennt und macht die Stimmzellen nicht ungültig. Sie wurde abgeschnitten, um sehbehinderten Wählerinnen und Wählern den Einsatz einer Wahlschablone zu ermöglichen. Aber Achtung! Trotz der Größe des Stimmzettels, hat jede Wählerin und jeder Wähler nur eine Stimme. Wer trotzdem mehr als ein Kreuz macht, dessen Stimmzettel ist ungültig! 

Wer am Sonntag verhindert ist, kann vorab durch Briefwahl wählen. Dazu müssen die Briefwahlunterlagen angefordert oder im Briefwahlbüro bei der jeweiligen Stadt oder Gemeinde abgeholt werden. Die Briefwahl wird nicht vor Ort, sondern beim Kreiswahlleiter ausgezählt. Wer nicht gleich im Briefwahlbüro wählt, ist selbst dafür verantwortlich, dass der Wahlbrief rechtzeitig bis zur Auszählung am 26. Mai 2019 an die auf dem Wahlbriefumschlag angegebene Adresse übermittelt wird. Verspätet eingegangenen Wahlbriefe werden nicht berücksichtigt. Für die Auszählung werden beim Kreiswahlleiter zusätzlich zu den örtlichen Wahlvorständen weitere 15 Briefwahlvorstände eingesetzt.

Die Briefwahlvorstände treten zur Ermittlung des Briefwahlergebnisses der Europawahl am 26.05.2019 um 15.00 Uhr im Kreishaus, Medenheimer Str. 6/8, in 37154 Northeim, zusammen. Die Auszählung ist öffentlich.

Wirtschaft
Donnerstag, 23. Mai 2019 06:15 Uhr
Das Haus Europa mitgestalten: Handwerkskammer ruft zur Europawahl am 26. Mai 2019 auf
Samstag, 18. Mai 2019 12:10 Uhr

Kreis Northeim (red). Schlechtere Bezahlung, längere Arbeitszeiten, weniger Urlaub: Beschäftigte, die im Landkreis Northeim in einem Unternehmen arbeiten, in dem kein Tarifvertrag gilt, sind im Job klar benachteiligt. Darauf hat die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten hingewiesen. Nach Einschätzung der NGG hält sich nur noch ein Teil der rund 3.300 Betriebe im Landkreis an Tarifverträge. Das hat auch Folgen für die Unternehmen selbst, warnt Gewerkschafterin Katja Derer: „Tariflose Firmen haben in puncto Motivation und Produktivität der Mitarbeiter meist schlechtere Karten. Auch die Suche nach Fachkräften fällt ihnen schwerer“, so die Geschäftsführerin der NGG Süd-Ost-Niedersachsen-Harz mit Blick auf aktuelle Studien der Hans-Böckler-Stiftung. 

Derer ruft die Firmen in der Region dazu auf, sich zur Sozialpartnerschaft und zur Mitbestimmung zu bekennen. „Gerade beim digitalen Wandel der Arbeitsplätze muss man die Belegschaften mitnehmen. Gewerkschaften und Betriebsräte sichern nicht nur Jobs. Sie helfen auch dabei, die Zukunft zu gestalten – von neuen Arbeitszeitmodellen bis hin zur Weiterbildung der Mitarbeiter.“

Nach Angaben des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) arbeiteten zuletzt 57 Prozent der Beschäftigten in Niedersachsen in einem Betrieb mit Tarifvertrag. In ganz Westdeutschland liegt die Quote ebenfalls bei 57 Prozent – im Jahr 2000 waren es noch 70 Prozent. Nach Beobachtung von Gewerkschafterin Derer greift die „Tarifflucht“ auch im Kreis Northeim um sich: „Immer mehr Betriebe versuchen, sich um Tarifverträge zu drücken. Damit setzen sie bewährte Standards aufs Spiel und bieten ein Einfallstor für Dumping-Konkurrenz.“ Besonders niedrig ist die Tarifbindung nach Angaben des IAB dabei in kleinen Firmen: Nur 26 Prozent der niedersächsischen Betriebe mit weniger als zehn Mitarbeitern halten sich aktuell an einen Tarifvertrag. In Unternehmen mit mehr als 200 Beschäftigten liegt die Quote hingegen bei 75 Prozent. 

Um diesen Trend zu stoppen, macht sich die NGG insbesondere für Flächentarifverträge stark. So verhandelt die Gewerkschaft etwa für das Gastgewerbe und das Bäckerhandwerk in ganz Niedersachsen. „Dabei zählt aber auch jeder Haustarifvertrag – davon profitieren oft sehr viele Beschäftigte an einem Standort“, so Derer.

Zugleich sei die Politik gefordert. Landes- und Bundesregierung sollten sich für eine höhere Tarifbindung einsetzen: „Wer sich um die Zukunft der sozialen Marktwirtschaft sorgt, muss sich darum kümmern, dass die Tarifpartner gestärkt werden“, sagt Derer. Unternehmen, die im Arbeitgeberverband seien, müssten dazu verpflichtet werden, sich an Tarifabschlüsse zu halten. Außerdem müsse es einfacher werden, Tarifverträge für ganze Branchen verpflichtend zu machen. Davon profitiere am Ende auch der Staat – durch höhere Einnahmen etwa bei der Renten-, Kranken- und Sozialversicherung. 

Allerdings ist die Zahl der Tarifverträge, die für alle Betriebe einer Branche per Gesetz gelten, zuletzt stark gesunken. Eine so genannte Allgemeinverbindlichkeit wurde im Jahr 2017 lediglich 25 Mal vom Bundesarbeitsministerium erteilt. Im Jahr 2000 waren es noch 133 Fälle. Das geht aus einer aktuellen Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Linken hervor (Bundestags-Drucksache 19/8626).

Foto: NGG

Donnerstag, 16. Mai 2019 11:08 Uhr

Einbeck (red). Die KWS Gruppe (ISIN: DE0007074007) erzielt in den ersten neun Monaten 2018/2019 einen Umsatz auf Vorjahresniveau von 857,7 (862,5) Mio. €. Das Betriebsergebnis (EBIT) und das Ergebnis je Aktie verzeichnen einen leichten Anstieg. Hohe Ergebniszuwächse in den Segmenten Mais und Getreide kompensieren Rückgang im Segment Zuckerrüben.

„Unser Geschäft hat sich in einem herausfordernden Umfeld gut behauptet“, kommentierte Eva Kienle, Finanzvorstand der KWS SAAT SE. „Vor dem Hintergrund einer weitgehend erfreulich verlaufenden Frühjahrsaussaat erwarten wir für das Gesamtjahr einen leichten Umsatzanstieg sowie eine EBIT-Marge im oberen Bereich unserer Prognose.“ Der Umsatz lag in den ersten neun Monaten 2018/2019 mit 857,7 Mio. € auf Vorjahresniveau (862,5 Mio. €). Belastend wirkte sich erneut die starke Abwertung einiger lokaler Währungen im Geschäftsbereich der KWS Gruppe auf den in Euro konsolidierten Umsatz aus. Das Betriebsergebnis (EBIT) der KWS Gruppe verbesserte sich um 2,4 % auf 173,1 (169,0) Mio. €.

Dabei standen einem höheren Bruttoergebnis gestiegene Funktionskosten für Forschung & Entwicklung sowie für Vertrieb und Verwaltung gegenüber. Darüber hinaus wirkten sich Erträge aus dem Forderungsmanagement sowie aus dem Verkauf einer Unternehmensbeteiligung positiv aus. Das Finanzergebnis lag mit 9,8 (11,7) Mio. € unter dem Vorjahreswert, im Wesentlichen durch den Rückgang beim Zinsergebnis auf –7,4 (–5,1) Mio. €. Das Beteiligungsergebnis unserer at equity bilanzierten Gesellschaften verbesserte sich leicht auf 17,2 (16,8) Mio. €. Die Steuern von Einkommen und Ertrag beliefen sich auf –54,8 (–56,5) Mio. €. Daraus ergab sich ein leicht verbessertes Periodenergebnis in Höhe von 128,1 (124,1) Mio. € bzw. 3,88 (3,76) € je Aktie

Jahresprognose 2018/2019 konkretisiert

Für das Geschäftsjahr 2018/2019 bestätigt KWS die Umsatzprognose (leichter Anstieg), die EBIT-Marge wird nunmehr im oberen Bereich der Prognose (10-12 %) erwartet. Weiterhin geht der Vorstand von einem signifikanten Ausbau der Aktivitäten bei Forschung & Entwicklung und im Vertrieb, einem leicht rückläufigen Zuckerrübensaatgutgeschäft sowie höheren Verwaltungskosten aus. Der Ausbau der Forschung & Entwicklung wird zu einer steigenden F&E-Quote von rund 19 % (18,5 %) führen. Für das Geschäftsjahr planen wir unsere Investitionen auf über 100 (71,7) Mio. € auszuweiten.

Foto: KWS

Sport
Dienstag, 21. Mai 2019 11:50 Uhr
Tischtennis: TSV Lauenberg II schafft den Aufstieg in die 1. Kreisklasse
Montag, 20. Mai 2019 14:06 Uhr

Edesheim (hakö). Geschafft! Vorstand und Trainerstab des neu gegründeten Jugendfördervereins/JFV Leinepolder zeigten sich am Sonntag zufrieden über die Resonanz beim spontan angebotenen Schnuppertraining für den unteren Jugendbereich. An die 50 junge Kicker aus der Region hatten zusammen mit ihren Eltern den Weg zum herrlich gelegenen Sportplatz des TSV Edesheim gefunden. Und das bei geradezu idealem Fußballwetter.

Nachdem sie von Chef-Koordinator Detlef Baye ihrer Altersgruppe zugeordnet wurden, begrüßte JFV-Vorsitzender Björn Huchthausen die Teilnehmer. Danach konnten sich die G-, F- und E-Jugendspieler nach Herzenslust austoben mit dem runden Leder, unter anderem auch Disziplin üben, pädagogisch betreut von einem engagierten JFV-Trainerteam. Wichtig war es für die Übungsleiter, in erster Linie die Lust am Fußball spielen zu fördern, auch Teamgeist, Grundkenntnisse zu vermitteln. Und in den Kleingruppen ging es zusätzlich für jeden Einzelnen natürlich auch darum, neue Freunde kennenzulernen. "Wir freuen uns über jedes Kind, jeden Jugendlichen, der den Weg zu uns findet", meinte Björn Huchthausen.

Freude kam beim Veranstalter auch auf, als die Laufgruppe "Stille Läufer" aus Hollenstedt eine Geldspende überreichten und damit die Bedeutung der Nachwuchsarbeit im Leinetal zwischen Northeim und Einbeck unterstreichen wollten.

Der JFV Leinepolder hatte an alles gedacht. So sorgten neben Obst und Getränken für den Fußballnachwuchs auch lecker Gegrilltes und ein Salat- und Kuchenbuffet für das leibliche Wohl aller Gäste. Die Hüpfburg bot zudem ein willkommenes Angebot, nach dem intensiven Training locker in Bewegung zu bleiben.

Am Ende präsentierten die jüngsten Spieler voller Stolz ihre schmucken, neuen Trikots, boten den zahlreichen Fotografen aus dem Familien- und Freundeskreis strahlende Gesichter. Jede Menge gute Laune beherrschte die Szenerie rund um das Schnuppertraining auf gepflegtem Rasen. Die beiden F-Jugend-Trainer Christel Huchthausen und Joshua Brühler übereinstimmend: "Wir sind ganz einfach begeistert über die einmaligen Bedingungen hier beim TSV Edesheim. Ein riesiges Dankeschön auch an den Platzwart".

Der JFV-Vorstand sparte nicht mit Lob und Anerkennung für die fleißigen, ehrgeizigen Helferinnen und Helfer, für das Engagement einiger Mütter, für die aufopferungsvolle Arbeit der letzten Tage im Vorfeld dieser Aktion. Wie auch für Heinz Schwingel unter anderem für die Betreuung beim Grillen. JFV-Chef Björn Huchthausen, sein Stellvertreter Heiko Regenhardt, Kassenwart Andreas Wilkens, Schriftführer Erwin Pflugmacher, PR-Chef Hartmut Kölling und Cheftrainer Lars Arnemann waren sich einig nach dem erfolgreichen Traingsablauf, nach dem kleinen Fußballfest für die ganze Familie: "Fußball ist und bleibt unser Leben. Wir möchten der Jugend am Leinepolder und darüber hinaus eine sportliche Heimat geben, in der sie sich wohlfühlen im Kreis von Freunden und natürlich erfolgreich Fußball spielen". Wie heißt das Motto beim JFV? "Die Störche kommen". Und das mit Freude und Spaß.

Fotos: Hartmut Kölling

Montag, 20. Mai 2019 10:18 Uhr

Einbeck (red). An einem sonnigen Dienstag Mitte Mai während der „Eisheiligen“ trafen sich die Einbecker Golferinnen zu einem Turnier, für das die Gärtnerei Dörries aus Bad Gandersheim die Preise gestiftet hatte. Der Jahreszeit entsprechend gab es wunderschöne Frühlingsblumen, für die es sich lohnte, sich ganz besonders auf der Runde anzustrengen. So wurden auch sehr gute Ergebnisse erzielt, was zu Anfang der Saison nicht immer selbstverständlich ist. 

Netto-Siegerin wurde Margarethe Kallweit, die auch ihr Handicap verbesserte, gefolgt von Christa Bauer auf Platz 2 und Monika Jörck auf dem 3. Platz. Das beste Brutto-Ergebnis erreichte Sabine Ehard. Eine besondere Leistung erbrachte Franciska Steinhoff an diesem Nachmittag. Sie spielte auf Bahn 13, einem Par 4, ein Birdie, aber nicht „auf normalem Weg“. Ihr Ball lag nach dem zweiten Schlag im Bunker in der Nähe des Grüns, und aus dieser tiefen Sandmulde schaffte sie es mit einem einzigen Schlag, den Ball elegant ins Loch zu befördern! 

Eine weitere Überraschung dieses Damengolf-Dienstags: Anne Brockmeyer, Heidrun Haack und Christine Meineke hatten ihre Mitspielerinnen nach dem Turnier zu einem kleinen Imbiß im „Golfstüberl“ eingeladen. Als Dank hierfür erhielten die Drei ebenfalls hübsche blühende Präsente. So ergab es sich dann, dass die große Runde auch nach der Siegerehrung noch lange zusammen saß und über vergangene und bevorstehende Golfereignisse plauderte.

Foto: GuCC

 

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