Northeim (red). In zehn Objekten im Stadtgebiet von Northeim und der näheren Umgebung finden am 20. Januar 2026 seit 6 Uhr umfangreiche Durchsuchungsmaßnahmen statt. Eingesetzt sind Ermittlerinnen und Ermittler des Finanzamts für Fahndung und Strafsachen Braunschweig sowie der Finanzkontrolle Schwarzarbeit Göttingen des Hauptzollamts Braunschweig. Unterstützt werden sie von der Polizeiinspektion Northeim und der Zentralen Polizeidirektion.
Die Durchsuchungsbeschlüsse richten sich gegen mehrere Beschuldigte im Alter von 43, 36 und 26 Jahren. Ihnen wird Steuerhinterziehung in bislang noch nicht festgestellter Höhe vorgeworfen. Nach Angaben der Ermittlungsbehörden betreffen die Untersuchungen unter anderem nicht versteuerte Umsätze und Einkünfte im Bereich Garten- und Landschaftsbau, die teilweise unter fiktiven Firmenbezeichnungen abgewickelt worden sein sollen. Darüber hinaus stehen Einnahmen aus Vermietung und Verpachtung im Fokus der Ermittlungen.
Neben dem Verdacht der Steuerhinterziehung besteht der Anfangsverdacht des Vorenthaltens und Veruntreuens von Arbeitsentgelt sowie des Sozialleistungsbetrugs. Aufgrund bestehender Vorstrafen und vorliegender Erkenntnisse zu den Beschuldigten werden die Maßnahmen unter erhöhtem Personaleinsatz durchgeführt. Teilweise erfolgt der Einsatz zudem unter Identitätsschutz der beteiligten Einsatzkräfte.
Vermögensarrest und Einsatz von Diensthunden
Ziel der Durchsuchungen ist neben der Sicherstellung beweiserheblicher Unterlagen insbesondere das Auffinden von Bargeld, mit dem die Beschuldigten ihre Geschäfte abgewickelt haben sollen. Zur Sicherung voraussichtlicher Ansprüche des Landes Niedersachsen wurde ein Vermögensarrest angeordnet. In diesem Zusammenhang sind auch Diensthundeführer der Polizeidirektion Göttingen im Einsatz.
Presseanfragen zu den laufenden Ermittlungen sind an die Staatsanwaltschaft Braunschweig, Frau Staatsanwältin Ohlms, zu richten.