Einbeck (red). Die CDU Einbeck hat die angekündigte Schließung der Ärztlichen Bereitschaftspraxis in Einbeck zum 31. Januar 2026 deutlich kritisiert. Nach Darstellung des Stadtverbandes stelle die Entscheidung einen erheblichen Einschnitt in die medizinische Grund- und Notfallversorgung der Region dar und sende ein negatives Signal für den ländlichen Raum.
Sorge um Versorgung außerhalb der Sprechzeiten
Nach Angaben der CDU sei die Ärztliche Bereitschaftspraxis insbesondere außerhalb der regulären Sprechzeiten eine zentrale Anlaufstelle für viele Bürgerinnen und Bürger. Besonders ältere Menschen, Familien mit Kindern, Berufstätige sowie Personen ohne eigenen Pkw seien von längeren Wegen zu weiter entfernten Standorten betroffen. Diese könnten nach Einschätzung der CDU nicht nur mit erheblichem Mehraufwand verbunden sein, sondern im Ernstfall auch gesundheitliche Risiken mit sich bringen.
Befürchtete Mehrbelastung der Krankenhäuser
Zudem warnt die CDU Einbeck davor, dass eine Schließung der Bereitschaftspraxis zu einer zusätzlichen Belastung der ohnehin stark frequentierten Notaufnahmen der Krankenhäuser führen könne. Dies könne die Situation für Patientinnen und Patienten sowie das medizinische Personal weiter verschärfen.
Forderung nach tragfähigen Lösungen
Die CDU fordert die zuständigen Stellen auf, die Entscheidung noch einmal zu überdenken. Nach Auffassung des Stadtverbandes sollten gemeinsam mit der Kommune, der Ärzteschaft und dem Landkreis alternative und tragfähige Lösungen erarbeitet werden. Eine Zentralisierung der Versorgung auf Kosten der wohnortnahen medizinischen Betreuung lehne die CDU Einbeck ab. Stattdessen seien kreative Konzepte notwendig, um die Versorgung vor Ort langfristig zu sichern.
Aussagen der Bürgermeisterkandidatin
CDU-Bürgermeisterkandidatin Antje Sölter erklärte, eine verlässliche ärztliche Bereitschaft gehöre zur öffentlichen Daseinsvorsorge. Wer den ländlichen Raum stärken wolle, dürfe diesen aus ihrer Sicht nicht weiter ausdünnen. Die Bürgerinnen und Bürger in Einbeck hätten Anspruch auf eine erreichbare und funktionierende medizinische Versorgung, auch nachts, an Wochenenden und an Feiertagen.
Die CDU Einbeck kündigte an, sich gemeinsam mit Antje Sölter und Vertreterinnen und Vertretern der Einbecker Ärzteschaft weiterhin mit der Thematik zu befassen.
Foto: CDU Stadtverband Einbeck