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Sonntag, 01. Februar 2026 Mediadaten wsr.tv
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Einbeck (awin). Am Mittwochnachmittag, 28. Januar, kam der Rat der Stadt Einbeck im Alten Rathaus zu einer kurzfristig einberufenen Sondersitzung zusammen. Anlass war eine Resolution gegen die geplante Schließung der Notfallpraxis der Kassenärztlichen Vereinigung zum 1. Februar 2026. Einstimmig unterstützten die anwesenden Ratsmitglieder die Initiative des CDU-Fraktionsvorsitzenden Dirk Ebrecht.

Kritik an Entscheidung der KVN

Zu Beginn der Sitzung erläuterte Dirk Ebrecht, weshalb gegen die drohende Schließung der ärztlichen Bereitschaftspraxis durch die Kassenärztliche Vereinigung Niedersachsen vorgegangen werden müsse. Die medizinische Versorgung sei bereits seit Jahren ein zentrales Thema in Einbeck. Die Entscheidung zur Schließung sei jedoch laut Ebrecht „plötzlich über uns hereingebrochen“ und erfolge lediglich auf Grundlage von Excel-Listen. „Es geht um die Lebensqualität in Einbeck. Wir müssen ein gemeinsames Signal setzen, dass es so nicht geht“, forderte er. Zudem kritisierte er: „Die KVN entscheidet Dinge an Menschen und Politik vorbei. Dagegen müssen wir uns wehren.“

Deutliche Worte aus dem Rat

Auch andere Ratsmitglieder äußerten deutliche Kritik. Alexander Kloss, parteiloses Rats- und Kreistagsmitglied, sprach von einem Vertrauensverlust gegenüber der KVN, die „scheinbar jeglichen ethischen Kompass verloren hat“. Er appellierte zudem an die Bürgerinnen und Bürger, das Bürgerspital erneut zu stärken. „Die Resolution kann nur ein Schritt von vielen sein. Ferner werden bereits auf verschiedenen Ebenen Gespräche geführt und ein hoffentlich breites Bündnis gegen die Pläne aus Hannover erzeugt“, erklärte Kloss.

Resolution einstimmig verabschiedet

Die anschließende Abstimmung über die Resolution erfolgte einstimmig. Darin fordert der Rat der Stadt Einbeck, die geplante Zusammenlegung der Bereitschaftspraxen in Einbeck und Northeim sofort auszusetzen. Zudem wird ein unverzüglicher Dialog mit der Kassenärztlichen Vereinigung Niedersachsen verlangt, um die ärztliche Versorgung flächendeckend und wohnortsnah im Landkreis Northeim sicherzustellen. Die Stadt Einbeck spricht sich ausdrücklich für den Erhalt der Notfallpraxis aus. Darüber hinaus wird die Bürgermeisterin gebeten, den Sachverhalt dem Niedersächsischen Ministerium für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Gleichstellung vorzulegen.

Nach zwei Wortmeldungen aus dem Zuschauerbereich endete die Sitzung.

Foto: awin

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