Salzderhelden (red). Der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages stellt 406.260 Euro für die Restaurierung der Heldenburg in Einbeck-Salzderhelden bereit. Die Mittel stammen aus dem Denkmalschutz-Sonderprogramm XIV des Bundes, mit dem bundesweit Maßnahmen zur Restaurierung und zum Erhalt denkmalgeschützter Kulturdenkmäler unterstützt werden.
Nach Angaben der Bundestagsabgeordneten Frauke Heiligenstadt (SPD) kommt die Förderung insbesondere der Sanierung der nördlichen Mauer der historischen Anlage zugute. „Ich freue mich sehr über die guten Nachrichten aus Berlin für Einbeck-Salzderhelden“, erklärt Heiligenstadt. „Mehr als 400.000 Euro fließen nun in die weitere Sanierung der Heldenburg. Damit wird nicht nur ein wichtiges Kulturdenkmal gesichert, sondern auch die großartige ehrenamtliche Arbeit des Fördervereins gewürdigt. Mein besonderer Dank gilt allen, die sich mit Herzblut für den Erhalt der Heldenburg einsetzen.“
Unterstützung für historisches Wahrzeichen
Mit dem neuen Finanzierungsbeitrag könne ein bedeutender Teil der Anlage restauriert und für kommende Generationen erhalten werden, so die Bundestagsabgeordnete weiter. „Die Heldenburg ist ein Wahrzeichen für unsere Region und steht zugleich für jahrhundertelange Geschichte und Kultur. Die Bundesförderung ist deshalb auch ein starkes Zeichen der Anerkennung für die ehrenamtlichen Kräfte vor Ort.“
Die Heldenburg, auch Burg Salzderhelden genannt, liegt oberhalb des Ortes Salzderhelden und wurde erstmals im Jahr 1320 urkundlich erwähnt. Ursprünglich diente die Anlage dem Schutz der nahegelegenen Salzquelle und war zwischen 1291 und 1596 Residenz – zeitweise sogar Hauptresidenz – der Herzöge des welfischen Fürstentums Grubenhagen.
Heute ziehen die Reste der Höhenburg auf dem Kleinen Heldenberg zahlreiche Besucherinnen und Besucher an. Von der einst vierflügeligen Anlage rund um einen quadratischen Innenhof sind noch Teile des Palas, eine Burgkapelle im ersten Stock, ein Wendeltreppenturm mit 49 Stufen, der Burgturm sowie zwei ehemalige Bierkeller erhalten. Besonders prägend sind die massiven Wallanlagen und die große Palaswand mit Kamin und Aborterker.
Engagement des Fördervereins
Seit 1984 engagiert sich der Förderverein Heldenburg Salzderhelden e. V. für den Erhalt der Anlage. Der Verein organisiert unter anderem archäologische Ausgrabungen, Burggottesdienste sowie kulturelle Veranstaltungen.
Neben der Heldenburg zählen im Landkreis Northeim auch die Greener Burg, die Burg Grubenhagen und die Katlenburg zu den bedeutenden erhaltenen und begehbaren mittelalterlichen Burganlagen.
Zwischen 1951 und 1960 diente die Heldenburg außerdem als Bühne für die Salzderheldener Burgfestspiele. Mit mehr als 30 Aufführungen begeisterten sie damals ein großes Publikum und gelten als Vorläufer der späteren Greener Burgfestspiele sowie der heutigen Gandersheimer Domfestspiele.