Northeim (awin). Im Kreistag Northeim ist am 17. April ein Antrag der AfD-Kreistagsfraktion Veteranentages beraten worden. Der Antrag mit dem Titel „Würdigung des Nationalen Veteranentages im Landkreis Northeim“ wurde bei einer Gegenstimme ohne Enthaltungen zur weiteren Beratung in den Fachausschuss überwiesen.
Inhaltlich zielt der Antrag darauf ab, den jährlich am 15. Juni stattfindenden Nationalen Veteranentag künftig auch auf kommunaler Ebene im Landkreis Northeim zu begehen. Vorgesehen sind unter anderem eine zentrale öffentliche Veranstaltung in Zusammenarbeit mit Bundeswehr, Reservisten, Veteranenverbänden, Vereinen und Feuerwehr sowie eine Beflaggung der Kreisgebäude.
AfD begründet Antrag mit regionaler Geschichte
Inhaltlich begründete die AfD-Fraktion ihren Vorstoß ausführlich im Kreistag. Für die Fraktion erklärte Maik Schmitz: „Freiheit, Sicherheit und Frieden sind das Fundament unserer Gesellschaft. Doch wir wissen: Diese Werte gibt es nicht umsonst.“ Diese würden von Menschen geschützt, „die bereit sind im Dienst für unser Land Kopf und Kragen zu riskieren“.
Er verwies darauf, dass der Deutsche Bundestag im April 2024 die Einführung eines nationalen Veteranentages beschlossen habe. Dies sei ein „längst überfälliges Signal“ der Anerkennung für ehemalige Soldatinnen und Soldaten.
Mit Blick auf den Landkreis hob Schmitz die historische Bedeutung Northeims als Garnisonsstandort hervor. Die Scharnhorst-Kaserne habe bis zu ihrer Schließung 1992 das Stadtbild geprägt. Die Bundeswehr sei „Teil unseres Alltags – ein wichtiger Arbeitgeber, ein geschätzter Nachbar“ gewesen.
Begegnung und Anerkennung im Fokus
Viele Veteranen lebten weiterhin in der Region, führte Schmitz aus. Dazu zählten sowohl frühere Wehrpflichtige als auch Einsatzkräfte aus internationalen Missionen. „Oft sind sie mit Wunden an Körper und Seele zurückgekehrt“, sagte er.
Ziel des Veteranentages sei es nach Darstellung der AfD, diese Leistungen stärker in das öffentliche Bewusstsein zu rücken. Schmitz erklärte, man wolle „eine Brücke zur Zivilgesellschaft schlagen“ und Begegnungen ermöglichen. Bürgerinnen und Bürger sollten die Gelegenheit erhalten, mit Veteranen ins Gespräch zu kommen und deren Erfahrungen kennenzulernen.
„Es soll kein reines Protokoll-Event hinter verschlossenen Türen werden, sondern eine Begegnung auf Augenhöhe“, so Schmitz. Durch die Beflaggung der Kreisgebäude solle zudem ein sichtbares Zeichen gesetzt werden: „Der Landkreis Northeim steht hinter seinen Soldaten. Damals wie heute.“
Abschließend betonte er, es gehe „nicht um Parteipolitik, sondern um den Respekt vor der Lebensleistung von Menschen, die für unsere Freiheit eingestanden sind“ und bat um Zustimmung im Ausschuss.
Hintergrund: Nationaler Veteranentag
Der Deutsche Bundestag hatte im April 2024 mit breiter Mehrheit die Einführung eines Nationalen Veteranentages beschlossen. Der 15. Juni ist kein gesetzlicher Feiertag, sondern ein regulärer Arbeitstag. Der Gedenktag wird unter anderem in der Hauptstadt sowie an weiteren Orten in Deutschland mit Veranstaltungen begangen.
Die weitere Beratung des Antrags erfolgt nun im zuständigen Fachausschuss des Landkreises Northeim.
Foto: Symbolfoto