Uslar (red). Der SPD-Unterbezirk Northeim-Einbeck hat im Vorfeld der anstehenden Kommunalwahlen zur Dialogveranstaltung „Jugend und Soziales“ in den Solling eingeladen. Am 7. April 2026 fand in Uslar die abschließende Veranstaltung zu diesem Themenschwerpunkt statt.
Soziale Teilhabe als zentrales Thema
Im Vorfeld hatte der Kreisvorstand verschiedene Themenschwerpunkte identifiziert und diese mit Parteimitgliedern sowie Interessenvertretungen aus den jeweiligen Bereichen diskutiert, um neue Lösungsansätze zu erarbeiten. Als traditionelle Partei des sozialen Ausgleichs verfolge die SPD im Landkreis Northeim weiterhin das Ziel, soziale Teilhabe als Grundpfeiler der Gesellschaft zu sichern.
Einsamkeit auch bei jungen Menschen
Dabei sei festgestellt worden, dass insbesondere im ländlichen Raum das Phänomen der Vereinsamung zunehmend an Bedeutung gewinne. Entgegen verbreiteter Annahmen betreffe dies nicht nur ältere Menschen, sondern auch die Altersgruppe der 18- bis 29-Jährigen.
Als Ursachen wurden unter anderem Übergangsphasen wie der Auszug aus dem Elternhaus, der Beginn von Studium oder Ausbildung sowie berufliche Mobilität genannt. Auch die zunehmende Nutzung sozialer Medien könne persönlichen Austausch nicht ersetzen und Gefühle von Ausgrenzung verstärken. Zudem fehle es in ländlichen Regionen häufig an Orten für ungezwungene Begegnungen. Die soziale Isolation während der Corona-Zeit habe diese Entwicklung zusätzlich verstärkt.
Begegnungsstätten und Förderprogramme
Um Einsamkeit entgegenzuwirken, sieht die Kreis-SPD den Erhalt und Ausbau von Begegnungsstätten als zentrale Aufgabe der Kommunalpolitik. Dorfgemeinschaftshäuser, Sportstätten, Spielplätze und Parkanlagen könnten dazu beitragen, Menschen wieder zusammenzubringen.
In diesem Zusammenhang wurde auch auf Förderprogramme von Bund und Land verwiesen. Dazu zählt unter anderem die sogenannte „Sportmilliarde“, ein Förderprogramm der Bundesregierung zur Sanierung kommunaler Sportstätten mit einer Förderhöhe von 250.000 Euro bis zu 8 Millionen Euro pro Projekt.
Zusätzlich stünden den Ländern Mittel aus dem Sondervermögen für „Infrastruktur und Klimaneutralität“ zur Verfügung, von denen Niedersachsen in den kommenden zehn Jahren rund 9,42 Milliarden Euro erhalte. Auch das Sportstätteninvestitionsprogramm des Landes Niedersachsen werde 2026 mit insgesamt 25 Millionen Euro fortgeführt.
Stimmen aus der SPD
„Mit den Fördertöpfen von Bund und Land stehen wir den Kommunen zur Seite, um gemeinsam die nötigen Investitionsprogramme anzuschieben. Ich bin davon überzeugt, dass uns dies in den kommenden Jahren nachhaltig gelingen wird. Das Fundament ist hierfür gelegt“, erklärte die SPD-Unterbezirksvorsitzende Frauke Heiligenstadt.
Der Landratskandidat des SPD-Unterbezirks Northeim-Einbeck, Simon Hartmann, betonte: „Politik muss vor Ort sichtbar sein, da, wo die Menschen zu Hause sind – in ihren Ortschaften, ihren Gemeinden und in ihrem Landkreis. Und dafür stehen wir als Kreis-SPD ein.“
Marlon Weifenbach, Bürgermeisterkandidat der SPD Uslar, ergänzte: „Soziales Engagement stellt einen zentralen Baustein unseres gesellschaftlichen Miteinanders dar, und gerade auch junge Menschen müssen hier eingebunden werden. Begegnungsstätten wie Jugendräume sind zentrale Elemente.“