Einbeck (red). Der Ortsverband der GRÜNEN Einbeck hat sich zu einem offenen Gespräch mit der CDU-Bürgermeisterkandidatin Antje Sölter getroffen. Begleitet wurde sie von Beatrix Tappe-Rostalski, Stadtrats- und Kreistagsmitglied der CDU. Von Seiten der GRÜNEN nahmen unter anderem die Stadtratsmitglieder Marion Christ, Maurice Christ und Manfred Helmke, Kreistagsmitglied Achim Nehring, die Vorstandssprecherin Hannah Fleetwood sowie die Vorstandsmitglieder Dietmar Bartels und Günter Rönpagel teil.
Zentrale Zukunftsthemen im Fokus
Im Mittelpunkt des Treffens standen nach Angaben der GRÜNEN zentrale Zukunftsfragen für Einbeck – von Klimaanpassung über Mobilität bis hin zu Digitalisierung und sozialer Infrastruktur. Die GRÜNEN hätten ihre Anliegen vorgestellt und Einblicke in die Perspektiven und Schwerpunkte der CDU-Kandidatin erhalten.
Ein intensiver Austausch habe sich insbesondere zum Thema Klimaschutz und Anpassung an die Klimakrise entwickelt. Diskutiert worden seien unter anderem Verschattung und Kühlung von Schulen und Kitas, klimagerechte Stadtplanung sowie die Bedeutung von Entsiegelung und Grünflächen. Sölter habe auf laufende Maßnahmen verwiesen und betont, dass Klimaanpassung bei Neubauten stärker berücksichtigt werden müsse. Zudem habe sie die Bedeutung einer verlässlichen personellen Ausstattung der Verwaltung hervorgehoben, um Maßnahmen umsetzen zu können.
Diskussion über Mobilität und Wohnen
Auch das Thema Mobilität sei ausführlich besprochen worden. Zum neuen Stadtbuskonzept habe sich Sölter mit einem „Jein“ geäußert. Nach Aussagen von Fachleuten sei es das bestmögliche Modell, auch wenn an einigen Stellen noch Entwicklungsbedarf bestehe. Potenzial sehe sie insbesondere in der Förderung des Rad- und Fußverkehrs sowie in der möglichen Reaktivierung der Arbeitsgemeinschaft Fahrrad. Herausforderungen gebe es hingegen bei regionalen Radwegeverbindungen.
Im Bereich Bauen und Wohnen habe die Schaffung bezahlbaren Wohnraums im Mittelpunkt gestanden. Sölter habe auf strukturelle Hürden hingewiesen, etwa bei der Umnutzung von Gewerbeflächen in Wohnraum. Zudem habe sie die Bedeutung übergeordneter Konzepte wie des Wohnraumversorgungskonzepts des Landkreises Northeim betont.
Digitalisierung und Kommunikation
Ein weiterer Schwerpunkt sei die Digitalisierung der Verwaltung gewesen. Die GRÜNEN hätten ihre Perspektiven zu Open-Source-Lösungen und zur Vereinfachung von Verwaltungsprozessen dargestellt. Sölter habe sich offen für digitale Weiterentwicklungen gezeigt und darauf hingewiesen, dass bereits Maßnahmen angestoßen worden seien.
Besonders wichtig sei ihr eine verbesserte Kommunikation innerhalb des Rates, der Verwaltung sowie mit der Bevölkerung.
Betonung des politischen Dialogs
Der Austausch sei laut Mitteilung in einer konstruktiven und wertschätzenden Atmosphäre verlaufen. Beide Seiten hätten die Bedeutung regelmäßiger Gespräche zwischen den demokratischen Parteien betont.
„Das Gespräch mit Antje Sölter war geprägt von Offenheit und gegenseitigem Respekt. Wir haben unterschiedliche Akzente, aber ein gemeinsames Ziel: Einbeck zukunftsfähig gestalten“, erklärte Marion Christ.
Vorstandssprecherin Hannah Fleetwood ergänzte: „Demokratische Zusammenarbeit lebt vom Dialog. Solche Gespräche stärken das Vertrauen und schaffen Raum für gute Lösungen für Einbeck.“
Auch Antje Sölter habe sich erfreut über das Treffen gezeigt und die Bedeutung eines engen Austauschs mit den örtlichen Gremien und der Bevölkerung hervorgehoben.
Foto: Grüne