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Samstag, 09. Mai 2026 Mediadaten wsr.tv
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Einbeck (awin). Kostenlose Menstruationsprodukte auf öffentlichen Toiletten in Einbeck: Der Antrag der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen ist in die weitere Beratung gegangen. Der Rat der Stadt Einbeck hat ihn in seiner Sitzung am 6. Mai einstimmig an den Ausschuss für Jugend, Familie und Soziales überwiesen. Dort soll nun geklärt werden, ob und wie eine zweijährige Testphase umgesetzt werden kann.

Die Grünen schlagen vor, in den von Frauen genutzten öffentlichen Toiletten der Stadt kostenlos Hygieneartikel bereitzustellen und regelmäßig aufzufüllen. Genannt werden unter anderem die Stadtbücherei und Toiletten in sozialen Einrichtungen. Die Kosten schätzt die Fraktion auf rund 2.500 Euro jährlich. Außerdem soll die Stadtverwaltung beim Landkreis Northeim für eine kreisweite Lösung werben, insbesondere mit Blick auf weiterführende Schulen in Trägerschaft des Landkreises.

„Einbeck möchte gerne eine vielbesuchte Touristenstadt sein“

Marion Christ von Bündnis 90/Die Grünen begründete den Antrag mit Situationen, die viele Frauen kennen: Wenn die Periode unerwartet einsetzt und keine Hygieneartikel zur Hand sind, werde aus einem alltäglichen Problem schnell eine unangenehme Lage. Besonders betreffe das Frauen, die nicht schnell nach Hause gehen könnten, sowie Besucherinnen, die sich in Einbeck nicht auskennen.

„Einbeck möchte gerne eine vielbesuchte Touristenstadt sein. Deshalb sind wir der Meinung, dass auf jeder öffentlichen Damentoilette kostenlose Monats-Hygieneartikel zur Verfügung stehen sollten“, sagte Christ. Es gehe darum, Frauen in einer solchen Situation nicht allein zu lassen. Das Auffüllen könne nach Vorstellung der Fraktion durch das Reinigungspersonal erfolgen.

Gleichstellungsbeauftragte spricht von Periodenarmut

Auch Anna Schäfer, Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Einbeck, ordnete das Thema als Frage von Gleichstellung und Teilhabe ein. Sie verwies auf sogenannte Periodenarmut, also fehlenden oder erschwerten Zugang zu Menstruationsprodukten und geeigneten Sanitäreinrichtungen. Das könne Frauen und Mädchen im Alltag einschränken – finanziell, gesundheitlich und sozial.

Schäfer machte deutlich, dass Menstruationsprodukte für Menschen mit wenig Geld keine Selbstverständlichkeit seien. Nach Angaben aus der dem Antrag zugrunde liegenden Studie empfinde jede vierte Frau in Deutschland die monatlichen Ausgaben dafür als finanzielle Belastung. Wer Hygieneartikel aus Kostengründen seltener wechsele, könne gesundheitliche Risiken eingehen. Zudem könnten Scham und Unsicherheit dazu führen, dass Betroffene öffentliche Orte oder soziale Kontakte meiden.

Der Ausschuss soll nun klären, an welchen Standorten ein solches Angebot möglich wäre, welche Kosten tatsächlich entstehen und wie die regelmäßige Befüllung organisiert werden könnte. Damit ist noch nicht entschieden, ob die Spender kommen – aber der Vorschlag bleibt auf der politischen Tagesordnung.

Foto: Symbolfoto

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