Einbeck (red). Unter dem Motto „Über Morgen Reden“ luden die GRÜNEN Einbeck im Mai auf den Einbecker Marktplatz zum Bürgerdialog ein. Zahlreiche Interessierte nutzten die Gelegenheit, mit Mitgliedern der Stadtratsfraktion – Marion Christ, Maurice Christ und Manfred Helmke – sowie dem GRÜNEN Landratskandidaten Jakob Reiter ins Gespräch zu kommen.
Im Mittelpunkt des Austauschformats standen aktuelle kommunalpolitische Themen, die viele Einbeckerinnen und Einbecker bewegen – von nachhaltiger Mobilität über Gleichstellung bis hin zu sozialer Teilhabe.
Kritik an geplanter Stadtbuslinie
Ein zentrales Thema am Infostand war die geplante neue Stadtbuslinie, die ab 2027 den öffentlichen Nahverkehr in Einbeck prägen soll. Die GRÜNEN sammelten Unterschriften für eine Überarbeitung der Linienführung, da wichtige Haltestellen wie das Hallenbad, das Haus der Jugend und der Friedhof nach jetzigem Konzept nicht bedient werden sollen.
Viele Bürgerinnen und Bürger äußerten nach Angaben der Partei Unverständnis über diese Lücken im Netz, da insbesondere Jugendliche, Seniorinnen und Senioren sowie Menschen ohne Auto auf den Bus angewiesen seien.
Darüber hinaus griff der Infostand ein weiteres Projekt der GRÜNEN Einbeck auf: die Bereitstellung kostenloser Menstruationsartikel in öffentlichen Frauentoiletten.
Kostenlose Hygieneartikel als weiteres Thema
Begleitend zu ihrem kürzlich im Stadtrat gestellten und in den Ausschuss für Jugend, Familie und Soziales überwiesenen Antrag verteilten die GRÜNEN kostenlos Tampons und informierten über die Bedeutung der Enttabuisierung der Menstruation.
Die Aktion führte nach Angaben der Partei zu Gesprächen darüber, wie Einbeck ein Zeichen gegen Periodenarmut und für Gleichberechtigung setzen könne.
Hannah Fleetwood, Vorstandssprecherin der GRÜNEN Einbeck, erklärte: „Ob verlässliche Busverbindungen oder kostenlose Hygieneartikel – im Endeffekt geht es konkret um soziale Teilhabe und Gleichstellung.“
Direkter Austausch soll fortgesetzt werden
Landratskandidat Jakob Reiter hob hervor, wie wichtig es sei, dass Politik nicht nur über, sondern mit den Menschen vor Ort spreche: „Diese Art Austausch vor Ort zeigt uns, welche Themen den Bürgerinnen und Bürgern wirklich wichtig sind. Politik braucht den direkten Austausch.“
Die GRÜNEN kündigten an, den Dialog im Juni fortsetzen zu wollen. Die gesammelten Anregungen sollen nach Angaben der Partei in die kommunalpolitische Arbeit einfließen. Ein konkreter Termin soll in den kommenden Wochen bekannt gegeben werden.
Foto: Grüne