Einbeck (red). Im Rahmen ihres Veranstaltungsformats „CDU im Gespräch“ hat die CDU Einbeck Ende April zu einem Informationsabend rund um das Thema Wasserstoff in das Hotel „Panorama“ eingeladen. Unter dem Titel „Wasserstoff – Energieträger der Zukunft“ referierte der Wasserstoff-Experte, Hochschuldozent und Bestsellerautor Dr. David Novak über Chancen und Herausforderungen der Technologie.
Der Vorsitzende des CDU-Stadtverbandes, Frederic Otto, konnte neben Parteimitgliedern auch zahlreiche interessierte Bürgerinnen und Bürger begrüßen. „Die Energiewende betrifft uns alle – unabhängig von der Parteizugehörigkeit“, betonte Otto in seiner Einführung.
Wasserstoff als Schlüssel für die Industrie
Dr. Novak hob in seinem Vortrag insbesondere die Bedeutung von Wasserstoff für energieintensive Branchen wie die Stahl-, Chemie- und Zementindustrie hervor. Wasserstoff könne einen wichtigen Beitrag dazu leisten, die Abhängigkeit von fossilen Energieträgern langfristig zu verringern und gleichzeitig Versorgungssicherheit sowie Wettbewerbsfähigkeit des Wirtschaftsstandorts Deutschland zu stärken.
In der anschließenden Diskussion standen vor allem die regulatorischen Rahmenbedingungen auf europäischer Ebene im Mittelpunkt. Besonders die strengen Vorgaben zur Herstellung von grünem Wasserstoff wurden kritisch betrachtet. Diese erschwerten aus Sicht vieler Marktteilnehmer derzeit den schnellen Ausbau und führten zu höheren Kosten.
Infrastruktur und Versorgung im Fokus
Ein weiteres Thema war der Aufbau einer leistungsfähigen Wasserstoff-Infrastruktur. Diskutiert wurde insbesondere, wie regionale Tank- und Versorgungsmöglichkeiten künftig verbessert und flächendeckend bereitgestellt werden können.
Die Veranstaltung bot den Teilnehmenden Gelegenheit, sich intensiver mit der Rolle des Wasserstoffs in der Energiewende auseinanderzusetzen und Fragen direkt an den Experten zu richten.
CDU kündigt weitere Dialogveranstaltungen an
Zum Abschluss unterstrich die CDU Einbeck die Bedeutung eines offenen Dialogs über Zukunftstechnologien. Gleichzeitig kündigte der Stadtverband an, den Austausch mit Fachleuten sowie Bürgerinnen und Bürgern zu zentralen Fragen der Energie-, Wirtschafts- und Standortpolitik fortsetzen zu wollen.
Foto: CDU Einbeck