Einbeck (zir). Künstliche Intelligenz ist längst Teil des Alltags – oft unbemerkt, manchmal kontrovers diskutiert. Die Berufsbildenden Schulen Einbeck greifen diese Entwicklung auf und laden am Donnerstag, 29. Januar 2026, um 18 Uhr zu einem öffentlichen Informations- und Diskussionsabend in das Forum der Schule ein. Ziel ist es, Raum für Austausch zu schaffen und gemeinsam darüber zu sprechen, wie KI unser Lernen, Arbeiten und Zusammenleben verändert.
Im Mittelpunkt des Abends steht weniger die Technik selbst als vielmehr der Mensch im Umgang mit ihr. Welche Chancen eröffnet Künstliche Intelligenz? Wo liegen Risiken und Grenzen? Und wie können insbesondere Schulen junge Menschen darauf vorbereiten, sich in einer zunehmend digital geprägten Welt sicher und reflektiert zu bewegen? Diese Fragen bilden den Rahmen der Veranstaltung.
Einen inhaltlichen Einstieg gibt Hauke Pölert, Lehrer am Theodor-Heuss-Gymnasium in Göttingen und bundesweit bekannt für seine Beschäftigung mit moderner Bildung. In seinem Impulsvortrag zeigt er auf, warum KI kein Zukunftsthema mehr ist, sondern bereits heute Entscheidungen, Lernprozesse und Arbeitsabläufe beeinflusst. Dabei macht er deutlich, dass sich sowohl Bildungseinrichtungen als auch Unternehmen und Familien aktiv mit den Veränderungen auseinandersetzen müssen.
Nach dem Vortrag wird das Thema in einer Podiumsdiskussion weiter vertieft. Vertreterinnen und Vertreter aus Schule, Wirtschaft, Elternschaft und Schülerschaft beleuchten die Auswirkungen von Künstlicher Intelligenz aus unterschiedlichen Blickwinkeln. Auf dem Podium sitzen Manuel Kempf von der KWS Einbeck, Dr. Jan Taubert von Sartorius Göttingen, Hauke Pölert, Vanessa Paulat als Vorsitzende des Schulelternrates, Anna-Lena Engelhardt von den BBS Einbeck sowie eine Schülervertreterin oder ein Schülervertreter. Ein zusätzlicher Platz bleibt offen, um auch Stimmen aus dem Publikum einzubeziehen. Moderiert wird die Runde von Eberhard Schmah.
Die BBS Einbeck beschäftigen sich bereits seit einiger Zeit intensiv mit digitalen Lernformen und dem Einsatz von KI. Dabei geht es nicht darum, klassische Bildungsinhalte zu ersetzen, sondern Lernprozesse neu zu denken. Individuelles Lernen, kritisches Hinterfragen von Ergebnissen und ein bewusster Umgang mit digitalen Werkzeugen spielen dabei eine zentrale Rolle. Schule soll Schülerinnen und Schüler befähigen, KI sinnvoll zu nutzen, ohne sich unkritisch auf sie zu verlassen.
Schulleiter Renatus Döring sieht darin eine wichtige Aufgabe von Schule. Künstliche Intelligenz könne helfen, Lernwege zu unterstützen und Bildung gerechter zu gestalten, erfordere aber zugleich klare Regeln und eine stetige Auseinandersetzung mit ethischen Fragen. Lernen, Arbeiten und Prüfen müssten sich weiterentwickeln, um mit den gesellschaftlichen Veränderungen Schritt zu halten.
Die Veranstaltung richtet sich an interessierte Bürgerinnen und Bürger, Eltern, Lehrkräfte, Schülerinnen und Schüler sowie an Vertreterinnen und Vertreter aus Wirtschaft, Verwaltung und Politik. Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Fotos: BBS Einbeck