Einbeck (zir). Das digitale Bezahlen von Parkvorgängen hat in Einbeck weiter an Bedeutung gewonnen. Nach einer im Januar 2026 durchgeführten Testphase hat die Stadt Einbeck die Zusammenarbeit mit dem bundesweit tätigen Verein „Smart Parking“ nun bestätigt. Ziel ist es, das Angebot beim Handyparken deutlich zu erweitern und für Parkende komfortabler zu gestalten.
Bei „Smart Parking“ handelt es sich nicht um einen eigenen App-Anbieter, sondern um einen Verein, der Kommunen den Zugang zu einer Vielzahl von Anbietern für digitales Parken ermöglicht. Durch diese Zusammenarbeit konnte die Stadt Einbeck – ohne Einzelverträge mit jedem Anbieter schließen zu müssen – rund 90 Prozent der auf dem deutschen Markt verfügbaren Handyparken-Dienste integrieren. Dies wurde im Rahmen eines Pressetermins vonseiten der Stadt Einbeck ausdrücklich hervorgehoben.
In Einbeck stehen damit unter anderem die Anbieter „EasyPark“, „Mobilet“, „PayByPhone“, „Parkster“ und „PARCO“ zur Verfügung. Der Parkvorgang kann je nach Anbieter per App, SMS oder Anruf gestartet werden. Wer auf digitales Bezahlen verzichten möchte, kann weiterhin die klassischen Parkscheinautomaten nutzen. Diese bleiben nach Angaben der Stadt Einbeck weiterhin in Betrieb.
Unverändert bleibt, dass das digitale Bezahlen für den Parkvorgang am Bürgerspital in Einbeck weiterhin nur über den Anbieter „Mobilet“ abgewickelt wird.
Vorteile des digitalen Parkens
Ein wesentlicher Vorteil des digitalen Parkens liegt in der flexiblen Handhabung der Parkzeit. Diese kann bei Bedarf verlängert oder vorzeitig beendet werden. Dadurch lassen sich Überzahlungen vermeiden und das Risiko von Verwarnungsgeldern durch abgelaufene Parkscheine reduzieren. Für diesen zusätzlichen Komfort erheben die jeweiligen Anbieter unterschiedliche Zuschläge auf die kommunale Parkgebühr.
Die Kontrolle erfolgt weiterhin über das Kennzeichen des Fahrzeugs. Mitarbeitende des Ordnungsamts gleichen dieses mit einem zentralen Online-System ab und können so erkennen, ob ein digitales Parkticket gelöst wurde.
Parkster informiert über Nutzung in Einbeck
Der Anbieter „Parkster“ teilte gegenüber der Redaktion mit, dass registrierte Nutzerinnen und Nutzer ihre Parkscheine in Einbeck zum gleichen Preis wie an den Parkscheinautomaten lösen konnten. Zusätzliche Gebühren fielen dabei nicht an. Die Abrechnung erfolge gesammelt einmal im Monat per Rechnung oder per Debit- beziehungsweise Kreditkarte. Ferner biete „Parkster“ ein sogenanntes Express-Parken an, bei dem auch ohne Kundenkonto digital geparkt werden könne. Für diesen Service wird pro Parkvorgang eine Gebühr von 0,50 Euro erhoben.
Einnahmen steigen, Änderungen für E-Fahrzeuge
Nach Angaben der Stadt Einbeck werden derzeit rund 42.000 Euro jährlich über das Handyparken auf öffentlichen Parkplätzen eingenommen. Die Prognose geht davon aus, dass dieser Betrag bis 2030 auf etwa 84.000 Euro ansteigen wird. Gleichzeitig rechnet die Stadt damit, dass das Parken mit Bargeld im gleichen Zeitraum um etwa 30 Prozent zurückgehen wird.
Zudem wurde durch die Stadt Einbeck bekannt gegeben, dass die bislang kostenlose Parkzeit für E-Fahrzeuge ab sofort auf eine Stunde begrenzt worden ist. Ab 1. Januar 2027 soll diese Befreiung vollständig entfallen.

Fotos: zir