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Sonntag, 25. Januar 2026 Mediadaten wsr.tv
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Einbeck (zir). Einen Abend voller Austausch, Impulse und klarer Botschaften erlebten die Gäste beim Neujahrsempfang der Stadt Einbeck und der Einbeck Marketing InitiativGemeinschaft e. V. am 23. Januar in der Multifunktionshalle. Schon beim lockeren Auftakt sorgte die M1 Musikschule für eine angenehme Atmosphäre und lud zum ungezwungenen Get-together ein.

Durch den Abend führte Moderator Dascho Wehner, der gleich zu Beginn die gut gefüllte Halle hervorhob. Das große Interesse wertete er als Zeichen dafür, dass Einbeck eine Stadt sei, die von engagierten Menschen lebe. Nicht Strukturen oder Konzepte allein würden eine Stadt prägen, sondern die Entscheidungen der Bürgerinnen und Bürger – in Politik, Wirtschaft und Ehrenamt. Gerade in einer Zeit, in der Medien häufig von Krisen und Problemen berichteten, sei es wichtig, den Blick auf das zu richten, was vor Ort gelinge. Das Engagement der Menschen mache Einbeck lebenswert und wirke sich auf die gesamte Stadtgesellschaft aus.

Neustart für das Stadtmarketing

Christoph Bajohr, Vorsitzender der InitiativGemeinschaft, ging auf die Fusion des Einbeck Marketing mit der Stabstelle PBR (Public and Relations) ein. Diese schreite voran und befinde sich auf einem guten Weg. Ziel sei es, Kräfte zu bündeln und neue Synergien zu schaffen. Dieser Neustart sei notwendig, um die Stadt zukunftsfähig aufzustellen. Zugleich dankte Bajohr den Unterstützern des Abends sowie den Schülerinnen und Schülern der BBS, die das Catering übernahmen.

Mit Blick auf das Jahr 2026 zeigte er sich optimistisch und warb für die zahlreichen Veranstaltungen, allen voran das 50. Eulenfest und das erste Headbanger Festival. Seine Wünsche für Einbeck reichten von wirtschaftlichem Rückenwind für Unternehmen über gut besuchte gastronomische Betriebe bis hin zu neuen Rekorden im PS.SPEICHER – und vor allem zu einer Stadt, an der die Menschen gerne teilhaben.

Realistische Bestandsaufnahme und Blick nach vorn

Für die verhinderte Bürgermeisterin Dr. Sabine Michalek sprach die stellvertretende Bürgermeisterin Antje Sölter. Sie beschrieb die gegenwärtige Lage als herausfordernd: wirtschaftliche Unsicherheiten, gesellschaftliche Umbrüche und steigende Insolvenzen machten auch vor Einbeck nicht halt. Gleichzeitig verfüge die Stadt mit starken Akteuren wie der KWS oder dem PS.SPEICHER über wichtige Stabilitätsfaktoren.

Als Kommune stehe Einbeck vor steigenden Anforderungen, etwa durch notwendige Investitionen in Digitalisierung und Infrastruktur. Förderprogramme seien daher unverzichtbar. Positiv hob Sölter unter anderem die Förderung des Lehrschwimmbeckens hervor sowie die aktuell solide Haushaltslage – verbunden mit dem Hinweis, dass finanzielle Stabilität aktiv gesichert werden müsse.

Mit Rückblick auf 2025 stellte sie einige gelungene Projekte vor: neue Wohnbauflächen, umgesetzte Hochwasserschutzmaßnahmen, die Entschlammung des Krähengrabenteichs in Zusammenarbeit mit dem Fischerverein. Weiter geht es in 2026 mit dem Bau der Kita Deinerlinde, die Sanierung des Lehrschwimmbeckens und Verbesserungen beim digitalen Parken. All dies zeige, wie viel möglich sei, wenn Verwaltung, Politik und Bürgerschaft gemeinsam handelten. Einbeck brauche Menschen, die Chancen erkennen, Verantwortung übernehmen und ihre Stadt positiv nach außen vertreten.

Nach einer tänzerischen Darbietung der Gruppe „EinTanz“ rückte die Innenstadt in den Mittelpunkt.

Impulse für eine lebendige Innenstadt

Christian Grascha, stellvertretender Hauptgeschäftsführer der IHK Hannover und Leiter der Geschäftsstelle Göttingen, ordnete die Situation der Innenstädte ein. Diese seien weit mehr als Einkaufsorte: Sie stifteten Identität, böten Raum für Begegnungen, Veranstaltungen und Gemeinschaft. Gleichzeitig stünden sie unter Druck – durch Leerstände, baulichen Verfall und den wachsenden Onlinehandel.

Studien zeigten jedoch, dass Menschen Innenstädte nicht nur zum Einkaufen aufsuchten. Gastronomie, soziale Kontakte und Aufenthaltsqualität spielten eine ebenso große Rolle. Entscheidend seien daher ein ansprechendes Stadtbild, vielfältige Angebote, digitale Lösungen sowie Sicherheit und Ordnung. Gerade das Sicherheitsgefühl müsse ernst genommen werden, um Vertrauen zurückzugewinnen.

Grascha plädierte für eine stärkere Verzahnung von digitaler und analoger Welt und für Unterstützung kleiner und mittlerer Unternehmen bei der technologischen Transformation. Die neue Struktur von Marketing und Verwaltung in Einbeck biete Chancen, etwa für aktives Leerstandsmanagement, Nachfolgeregelungen und temporäre Nutzungskonzepte. Seine Vision: eine Stadt, in der Vielfalt und Kreativität Platz haben und Digitalisierung das Miteinander ergänzt, nicht ersetzt.

Auszeichnung für engagierten Journalismus

Den emotionalen Höhepunkt des Abends bildete die Verleihung der „Gläsernen Eule“. Ausgezeichnet wurde der freie Journalist Frank Bertram, der seit vielen Jahren das politische und gesellschaftliche Geschehen in Einbeck begleitet. In seiner Dankesrede betonte Bertram seine Verbundenheit mit der Stadt und seinen Anspruch auf sachliche, ausgewogene Berichterstattung. Gleichzeitig machte er deutlich, dass lange Entscheidungsprozesse – etwa bei der Neuausrichtung des Stadtmarketings – der Stadt schaden könnten und zügiges Handeln notwendig sei.

Zum Abschluss dankte Moderator Dascho Wehner allen Beteiligten, Unterstützern und Gästen. Der Neujahrsempfang klang bei Gesprächen in entspannter Atmosphäre aus.

Fotos: zir

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