Moringen (red). Zwischen Frühjahr 1933 und dem Kriegsende 1945 bestanden in Moringen nacheinander drei Konzentrationslager. Eine öffentliche Führung am 13. Februar von 15:30 Uhr bis 17:30 Uhr informiert über die Geschichte dieser Orte nationalsozialistischer Verfolgung. Treffpunkt ist das Torhaus der Gedenkstätte in der „Lange Str. 58“ in Moringen. Die Teilnahme ist nur nach Anmeldung möglich.
Anfang April 1933 wurde in Moringen eines der ersten Konzentrationslager des NS-Staates eingerichtet. Dort inhaftierte das Regime vor allem politische Gegner aus dem Raum Hannover-Göttingen. Von Oktober 1933 bis März 1938 befand sich in Moringen das zentrale Frauen-KZ Preußens. Inhaftiert waren unter anderem Frauen aus dem politischen Widerstand sowie Zeuginnen Jehovas.
Jugend-KZ und Gräberfeld
Von 1940 bis 1945 bestand in Moringen ein Jugend-KZ. Sozial, „rassisch“, religiös oder politisch verfolgte männliche Jugendliche waren dort SS-Terror, Zwangsarbeit, Hunger und drakonischen „Erziehungsmethoden“ ausgesetzt.
Der Rundgang führt durch die Ausstellung und die Präsentation zur Ankunft der Häftlinge in der ehemaligen Kommandantur. Zum Abschluss besuchen die Teilnehmenden das Gräberfeld für die Opfer des Jugend-KZ auf dem Moringer Friedhof.
Eine Anmeldung ist per E-Mail an
Foto: KZ-Gedenkstätte Moringen