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Sonntag, 01. März 2026 Mediadaten wsr.tv
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Die Fahnen zum „Equal Pay Day“ und zum Internationalen Frauentag werden vor dem Kreishaus gehisst. Mit dabei sind die Gleichstellungsbeauftragte des Landkreises Northeim, Julia Kögler (links), Landrätin Astrid Klinkert-Kittel (2. v. l.), die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Northeim, Saskia Baumgärtner (3. v. r.), sowie Mitarbeiterinnen der Gleichstellungsstelle der Kreisverwaltung, der Koordinierungsstelle Frauen & Wirtschaft und des Frauenhauses Northeim.

Landkreis Northeim (red). Anlässlich des Equal-Pay-Day am 27. Februar 2026 und des Internationalen Frauentags am 8. März 2026 macht der Landkreis Northeim auf die Bedeutung fairer Bezahlung für die Gleichstellung von Frauen und Männern aufmerksam.

Der Equal-Pay-Day verdeutlicht, dass Frauen im Durchschnitt weiterhin weniger verdienen als Männer. Der unbereinigte Gender-Pay-Gap liegt in Deutschland zuletzt bei 16 Prozent – umgerechnet entspricht dies 58 Tagen. Der Aktionstag fällt 2026 daher auf 27. Februar und markiert symbolisch den Zeitraum, den Frauen rechnerisch zusätzlich arbeiten müssten, um auf das durchschnittliche Jahreseinkommen von Männern zu kommen.

„Lohngerechtigkeit ist nicht nur eine Frage der Anerkennung von Arbeit, sondern auch ein zentraler Faktor für wirtschaftliche Unabhängigkeit, Selbstbestimmung und gesellschaftliche Teilhabe von Frauen“, erklärt Landrätin Astrid Klinkert-Kittel. Die Gleichstellungsbeauftragte des Landkreises Northeim, Julia Kögler, ergänzt: „Gleiche Arbeit verdient gleichen Lohn. Faire Bezahlung ist die Grundlage für ein selbstbestimmtes Leben und ein wichtiger Schritt hin zu einer gewaltfreien Gesellschaft.“

Faire Löhne als Schutzfaktor

Nach Angaben von Julia Kögler wirkt sich die bestehende Lohnlücke unmittelbar auf die Lebensrealität vieler Frauen aus. Wer finanziell unabhängig sei, könne eigenständig Entscheidungen treffen, Vorsorge betreiben und habe bessere Möglichkeiten, sich aus belastenden oder gewaltgeprägten Lebenssituationen zu lösen. Faire Löhne seien damit ein wichtiger Baustein im Kampf gegen Gewalt an Frauen. Ökonomische Abhängigkeit stelle häufig eine Hürde dar, wenn es darum gehe, sich aus Gewaltverhältnissen zu befreien. Gleichstellung auf dem Arbeitsmarkt bedeute daher auch mehr Schutz und mehr Handlungsspielraum.

Dass Gleichstellung noch nicht selbstverständlich sei, zeigten laut Kögler zudem aktuelle gesellschaftliche Debatten und mediale Berichte, etwa im Umfeld großer Sportereignisse wie der Olympischen Spiele. Dort werde regelmäßig deutlich, dass Leistungen von Sportlerinnen weniger Aufmerksamkeit, Anerkennung und teils geringere Vergütung erhielten als die ihrer männlichen Kollegen. Diese Unterschiede spiegelten strukturelle Ungleichheiten wider, die sich in weiteren Bereichen der Gesellschaft fortsetzten.

Der Landkreis Northeim setzt sich nach eigenen Angaben weiterhin für Chancengleichheit, faire Arbeitsbedingungen und die wirtschaftliche Stärkung von Frauen ein. Dazu gehörten die Förderung der Vereinbarkeit von Familie und Beruf, die Unterstützung von Frauen in Führungspositionen sowie Aufklärungs- und Präventionsarbeit gegen geschlechtsspezifische Gewalt.

Im Vorfeld des Weltfrauentages findet von 2. bis 5. März im Landkreis Northeim die Gleichstellungswoche mit verschiedenen Veranstaltungen statt. Informationen zum Programm und zur Anmeldung sind online unter https://www.landkreis-northeim.de/GlWo26 abrufbar.

Foto: lpd

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