Amelsen (gs). Um die Sicherheit für Waldbesuchende und Beschäftigte zu erhöhen, hat die Forstgenossenschaft Amelsen drei offizielle Notfalltreffpunkte im Waldgebiet eingerichtet und mit entsprechenden Rettungsschildern gekennzeichnet. Die Punkte sollen Rettungskräften im Ernstfall eine schnellere Orientierung ermöglichen.
Orientierung für Rettungskräfte im Wald
Bei einem Notfall im Wald sei die genaue Standortbestimmung häufig schwierig, da es dort keine Straßennamen oder Hausnummern gebe. Die eingerichteten Notfalltreffpunkte seien daher feste, für Rettungsfahrzeuge erreichbare Orte, an denen sich hilfesuchende Personen und Rettungskräfte treffen können. Jeder dieser Punkte ist mit einer eindeutigen Kennung versehen. Wird bei einem Notruf die Nummer des jeweiligen Rettungspunktes an die Leitstelle übermittelt, kann der Standort auf digitalen Karten sofort identifiziert werden und Einsatzkräfte können gezielt dorthin geleitet werden.
Die neuen Rettungspunkte im Bereich der Forstgenossenschaft Amelsen befinden sich an drei Stellen:
- Punkt NOM-821 liegt im Bereich „Stockhäuser Holz“ bei Lüthorst
- Punkt NOM-822 befindet sich am „Hülseberg“ bei Amelsen
- Punkt NOM-823 wurde am „Osterfeuerplatz“ in Amelsen eingerichtet
Wichtiger Beitrag zur Prävention
„Im dichten Wald sind Straßennamen oder Hausnummern Fehlanzeige. Mit den neuen Notfalltreffpunkten schaffen wir eine lebenswichtige Schnittstelle zwischen dem Waldgebiet und dem öffentlichen Rettungsdienst“, erklärte Dirk Henne, Vorsitzender der Forstgenossenschaft Amelsen. Die Forstgenossenschaft bittet alle Waldbesucher, sich die Standorte bei ihrem nächsten Ausflug kurz einzuprägen. Im Ernstfall kann dieses Wissen lebensentscheidend sein.
Rettungspunkte immer in der Tasche
Wer viel im Wald unterwegs ist, kann sich zusätzlich durch kostenlose Smartphone-Apps absichern. Die App „Hilfe im Wald“ zeigt beispielsweise deutschlandweit fast alle Rettungspunkte auf einer Karte an. Über das GPS des Handys wird der eigene Standort ermittelt, sodass man im Notfall sofort weiß, welcher der nächstgelegene Treffpunkt ist.
Foto: Gerd Stahnke