Einbeck (gs). „Guten Morgen, bonjour, tout le monde!“ – Mit diesen Worten empfingen Bürgermeisterin Dr. Sabine Michalek und Museumsleiterin Dr. Imke Weichert eine 15-köpfige Schülergruppe des Paul-Valéry-Gymnasiums aus der französischen Partnerstadt Thiais im Stadtmuseum. Dabei wurde deutlich, dass die seit inzwischen 63 Jahren bestehende Verbindung zwischen Einbeck und Thiais weit über formale Besuche hinausgeht.
Ein Erbe von Frieden und Freiheit
In ihrer zweisprachigen Rede unterstrich Dr. Sabine Michalek die Bedeutung des Austauschs für das moderne Europa: „Ihr seid Teil der europäischen Idee von Einheit, Frieden und Freundschaft.“ Die 1963 gegründete Partnerschaft habe im Laufe der Jahrzehnte nicht nur sportliche und kulturelle Begegnungen ermöglicht, sondern auch zu persönlichen Freundschaften und Eheschließungen geführt.
Kultur erleben – von Blaudruck bis Fachwerk
Nach dem offiziellen Empfang und dem Eintrag in das „Buch der Stadt“ erhielten die Jugendlichen im Stadtmuseum vielfältige Einblicke in die Geschichte Einbecks. Museumsleiterin Dr. Imke Weichert lud dazu ein, die Stadt jenseits von Bier und Fahrrädern zu entdecken.
An vier interaktiven Stationen konnten die Gäste Fachwerk-Modelle konstruieren, mit Feder und Tinte schreiben, die Kunst des Blaudrucks (UNESCO-Weltkulturerbe) ausprobieren sowie gemeinsam mit Museumshund Edgar das Haus erkunden.
Dank an die Gemeinschaft
Ein besonderer Dank galt den Lehrkräften der IGS und der Goetheschule Einbeck sowie des Paul-Valéry-Gymnasiums und den Gastfamilien. „Ohne eure Unterstützung wäre dieser Austausch nicht möglich“, betonte die Bürgermeisterin.
Mit kleinen Präsenten und zahlreichen neuen Eindrücken endete der Vormittag im Museum und markierte ein weiteres Kapitel der deutsch-französischen Freundschaft in Einbeck.







Fotos: gs