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Dienstag, 24. März 2026 Mediadaten wsr.tv
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Einbeck (gs). Wer am Samstagabend in der PS.Halle bei den Kulturkrafttagen dabei war, hat etwas Besonderes erlebt. Der bekannte Schauspieler Dominique Horwitz war zu Gast und hat die Lieder von Jacques Brel gesungen – und wie er das gemacht hat! Das war kein normales Konzert, das war eine echte Show mit Herzblut.

Ein Mann, der alles gibt

Dominique Horwitz singt diese Lieder nicht nur einfach herunter. Er wird zu den Figuren, von denen er singt. Er ist der verliebte Kerl, der im Regen mit seinen Blumen stehen gelassen wird. Er ist der einsame Trinker am Tresen. Er fuchtelt, er leidet, er lacht – man nimmt ihm jede Sekunde ab.

Das Beste daran: Auch wer kein Wort Französisch versteht, hat alles begriffen. Horwitz hat vorher kurz auf Deutsch erzählt, worum es geht. Man hat gespürt, was gemeint war: die Liebe, der Schmerz und der Ärger mit den Frauen.

Volle Pulle am Klavier

Begleitet wurde er nur von einem einzigen Klavier. Andres Reukauf saß an den Tasten und hat ordentlich Gas gegeben. Er hat es geschafft, dass ein einziges Instrument so kraftvoll klang wie ein ganzes Orchester. Mal ganz leise und zart, mal so laut, dass die Halle bebte. Die beiden sind ein eingespieltes Team: Der Pianist muss genau hinhören, was der Sänger macht, weil der sich nicht immer an den Takt hält, sondern so singt, wie ihm der Schnabel gewachsen ist.

Ehrlich und ohne Schnickschnack

Im Bühnengespräch zuvor war Horwitz erstaunlich ehrlich. Er sagte, dass die Bühne für ihn eigentlich harte Arbeit ist – wie Sport. Er macht das alles aus dem Bauch heraus und verlässt sich auf sein Gefühl. Das kam beim Publikum super an.

Die Momente, die hängenblieben:

„Madeleine“: Die Geschichte von dem armen Tropf, der jeden Abend umsonst wartet.
„Ein Freund weinen sehen“: Ein Lied, bei dem es im Saal ganz still wurde, weil es so traurig und wahr war.
„Die Bonbons“: Da gab es auch etwas zu lachen, als es um einen eher tölpelhaften Verehrer ging.

Fazit

Am Ende gab es ordentlich Applaus. Es war ein Abend ohne viel Firlefanz, aber mit ganz viel Gefühl. Wer nicht da war, hat definitiv etwas verpasst. Einbeck hat sich an diesem Abend ein bisschen wie Paris angefühlt.

Fotos: gs

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