Landkreis Northeim (red). Mit der Umstellung auf die Sommerzeit am 29. März 2026 steigt das Risiko für Wildunfälle deutlich an. Darauf weist der Verein K.I.T.Z. Klub e. V. hin und ruft Autofahrerinnen und Autofahrer zu erhöhter Vorsicht auf.
In der Nacht auf Sonntag wurden die Uhren um 2 Uhr eine Stunde vorgestellt. Dadurch verschiebt sich insbesondere der morgendliche Berufsverkehr. Nach Angaben des Vereins falle dieser dann verstärkt mit den Aktivitätszeiten von Wildtieren zusammen. „Der Berufsverkehr fällt dann plötzlich genau mit dem Zeitpunkt der Futtersuche von Rehen, Hirschen und anderen Wildtieren zusammen. Dadurch wächst das Risiko für Wildunfälle", sagt die Vorsitzende des Vereins K.I.T.Z. Klub e. V., Katja Anders. Für die letzte Märzwoche und den gesamten April werde daher besondere Aufmerksamkeit empfohlen.
Erhöhtes Risiko in den Morgen- und Abendstunden
Ein Blick in die Statistik zeigt die Dimension: In Niedersachsen waren zwischen 1. April 2024 und 31. März 2025 rund 23.000 Rehe, mehr als 1.080 Wildschweine sowie über 1.240 Tiere des Rot- und Damwilds in Verkehrsunfälle verwickelt. Nicht erfasst sind kleinere Wildtiere wie Füchse, Dachse oder Waschbären, die ebenfalls beteiligt sind und etwa 15 Prozent der Wildunfälle ausmachen.
Als besonders unfallträchtig gilt der April. Kritische Zeiten sind vor allem die frühen Morgenstunden zwischen 5 und 7 Uhr sowie die Abendstunden zwischen 21 und 23 Uhr.
Foto: K.I.T.Z. Klub