Northeim (lpd). Der Landkreis Northeim hat 185 potenziell betroffene Kundinnen und Kunden der Zulassungsstelle Einbeck vorsorglich über eine Datenschutzverletzung informiert. Hintergrund ist ein Einbruch in die Räumlichkeiten der Zulassungsstelle, bei dem nach aktuellem Kenntnisstand auch ungültige Zulassungsbescheinigungen Teil I sowie bereits erteilte SEPA-Lastschriftmandate entwendet wurden.
Einbruch am frühen Morgen entdeckt
Der Einbruch war am Freitag, 20. März 2026, gegen 4 Uhr morgens von einer Reinigungskraft bemerkt worden. Die Polizei wurde sofort verständigt, sodass die Zulassungsstelle nahezu planmäßig um 8 Uhr öffnen konnte.
Entwendete Unterlagen und erste Bewertung
Entwendet wurden neben einem Scanner und mehreren unkritischen Stempeln auch Unterlagen, die zur fachgerechten Entsorgung vorgesehen waren. Der Landkreis nimmt den Vorfall sehr ernst. Nach Bewertung der Datenschutzbeauftragten kann durch die Entwendung der Unterlagen ein erhöhtes Risiko für die Rechte und Freiheiten betroffener Personen nicht ausgeschlossen werden. Deshalb wurden die potenziell Betroffenen gemäß Artikel 34 Datenschutz-Grundverordnung schriftlich benachrichtigt.
Benachrichtigung und Einschätzung der Betroffenenzahl
Das Informationsschreiben konnte erst jetzt versandt werden, da zunächst die betroffenen Kundinnen und Kunden ermittelt werden mussten. Zudem war eine Abstimmung mit der Polizei erforderlich, um die Risiken im Zusammenhang mit den entwendeten Dokumenten einschätzen zu können.
Für den Versand des Informationsschreibens wurde vorsorglich der größtmöglich betroffene Personenkreis zugrunde gelegt. Die tatsächliche Zahl der Betroffenen dürfte nach derzeitiger Einschätzung deutlich niedriger sein, ließ sich jedoch nicht eindeutig weiter eingrenzen.
Hinweise für Betroffene und weitere Maßnahmen
In dem Schreiben an die Betroffenen werden der Vorfall, mögliche Risiken und bereits eingeleitete Schutzmaßnahmen erläutert. Außerdem enthält es konkrete Hinweise, wie sich Betroffene zusätzlich schützen können.
Der Landkreis arbeitet eng mit der Polizei und der Datenschutzbeauftragten zusammen, um den Vorfall weiter aufzuklären und den Schutz sensibler Unterlagen weiter zu stärken.