Einbeck (gs). Ein ungewöhnliches Bild bot sich am Sonntag den Besucherinnen und Besuchern der Einbecker Altstadt: Statt in klassischer Lederkluft präsentierten sich Dutzende Motorradfahrerinnen und -fahrer in feinstem Zwirn. Knickerbocker, Tweed-Sakkos, seidene Westen und akkurat gestutzte Bärte dominierten das Stadtbild rund um den historischen Marktplatz. Anlass war der weltweite „Distinguished Gentleman’s Ride“ (DGR), der auch in diesem Jahr wieder Station in der Bier- und Mobilitätsstadt Einbeck machte.
Weltweite Aktion für den guten Zweck
Der DGR, der 2012 in Australien ins Leben gerufen wurde, verfolgt weit mehr als nur einen optischen Selbstzweck. Einmal im Jahr werfen sich Bikerinnen und Biker rund um den Globus in Schale, um gemeinsam Spenden zu sammeln und auf wichtige Gesundheitsthemen aufmerksam zu machen. Im Fokus stehen dabei traditionell die Prostatakrebsforschung sowie Programme zur mentalen Gesundheit und Suizidprävention bei Männern.
Gegen Mittag rollte die stattliche Kolonne auf den Marktplatz und verwandelte das historische Pflaster vor dem Alten Rathaus und dem Brodhaus innerhalb kurzer Zeit in ein Open-Air-Museum für Zweirad-Enthusiasten. Zu bestaunen gab es eine erlesene Auswahl klassischer Maschinen, die perfekt zum nostalgischen Dresscode passten.
Historische Maschinen sorgen für Begeisterung
Gezeigt wurden unter anderem liebevoll gepflegte Café Racer und Bobber, historische Gespanne im unverkennbaren Flieger-Look sowie echte Raritäten wie eine tief orangefarbene Laverda 750 SF aus den 1970er-Jahren. Auch kunstvoll verzierte Custom-Bikes im Tribal-Design zogen die Blicke vieler Passantinnen und Passanten auf sich.
„Es geht darum, das oft klischeebehaftete Image von Motorradfahrern positiv zu verändern und gleichzeitig Leben zu retten“, hieß es vonseiten der Teilnehmenden. Trotz des leicht bewölkten Himmels herrschte unter den Fahrerinnen und Fahrern sowie den zahlreichen Schaulustigen eine ausgelassene, fast familiäre Stimmung.
Zwischenstopp mit Benzingesprächen und Eiscreme
Bei Benzingesprächen und einer Portion Eiscreme genossen die Teilnehmenden den Zwischenstopp sichtlich, bevor der stilvolle Korso unter dem sanften Knattern der klassischen Motoren zur nächsten Etappe aufbrach.
Auch in diesem Jahr zeigte sich: Wenn Stil auf den guten Zweck trifft, ist die Resonanz in Einbeck groß. Die gesammelten Spenden fließen direkt in weltweite Gesundheitsprojekte, die gemeinsam mit der bekannten Movember-Stiftung koordiniert werden.























Fotos: Gerd Stahnke