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Samstag, 06. Juni 2026 Mediadaten wsr.tv
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Bad Gandersheim (red). Die Gandersheimer Domfestspiele starten unter dem Motto „Was wäre wenn“ in ihre 67. Spielzeit. Vom 14. Juni bis 16. August werden vor den Türmen der Stiftskirche vier Produktionen gezeigt: die Kriminalkomödie „Die acht Frauen“, die Musikgeschichte „Come together – die große Beatles-Show“, der Broadway-Musical-Klassiker „Hello, Dolly!“ sowie als Kinder- und Familienstück „Pinocchio“. Zur offiziellen Eröffnung am 19. Juni hat sich Ministerpräsident Olaf Lies als Schirmherr von Niedersachsens größtem professionellem Freilichttheater angekündigt.

Theater als Spiel mit Möglichkeiten

„Was wäre, wenn wir das Unausgesprochene aussprechen, das Unmögliche zulassen, das Vertraute neu betrachten?“, fragt Intendant Achim Lenz. „Genau hier beginnt Theater als Ort, an dem wir uns erlauben, Wirklichkeiten zu verschieben. Wir spielen Möglichkeiten durch – nicht, weil wir die Welt vergessen wollen, sondern weil wir sie besser verstehen möchten.“

Das Motto lade dazu ein, neugierig zu bleiben, mutig zu träumen und sich auf Geschichten einzulassen. So gehe es etwa um die Frage, was wäre, wenn eine Marionette wie Pinocchio den Mut fände, ihrem Herzen zu folgen, wenn die Musik in „Come together – die große Beatles-Show“ für einen Augenblick in eine andere Zeit trage, in der alles möglich scheine, wenn „Die acht Frauen“ ein Haus voller Geheimnisse in ein Spiel voller Intrigen verwandelten oder wenn „Hello, Dolly!“ daran erinnere, dass das Leben immer auch ein Fest sein könne.

Kartenverkauf läuft besser als im Vorjahr

„Der Spielplan kommt beim Publikum sehr gut an, der Kartenverkauf läuft noch besser als im erfolgreichen Vorjahr“, freut sich Aufsichtsratsvorsitzender Uwe Schwarz über die Resonanz der Zuschauerinnen und Zuschauer. Mehr als 37.400 Tickets seien bereits verkauft worden, Stand 2. Juni 2026. Schwarz dankt allen Förderern und Sponsoren für die Unterstützung der Gandersheimer Domfestspiele.

Auch der kaufmännische Geschäftsführer Markus Kuhlmann schließt sich dem Dank an: „Ich danke außerdem den vielen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern, ohne die ein solches Kulturhighlight in Südniedersachsen nicht möglich wäre.“

Investitionen in Tribüne, Probenzentrum und Aufenthaltsqualität

Die Gandersheimer Domfestspiele haben in diesem Jahr unter anderem in die Tribünenumrandung, ein neues Regiehaus und eine Podesterie im Probenzentrum investiert. Die Finanzierung erfolgte zum großen Teil durch Fördermittel der Kultur- und Denkmalstiftung des Landkreises Northeim und des Fördervereins der Gandersheimer Domfestspiele. Zudem wurde ein Fördermittelantrag bei der Kreis-Sparkasse Northeim gestellt.

Auch die Verweildauer bei einem Festspielbesuch soll erhöht werden. Dafür wurden das Catering optimiert und der Außenbereich vor der Tribüne verändert. Weitere WC-Anlagen stehen ebenfalls zur Verfügung. Das Sicherheitskonzept wurde aktualisiert. In den Abendstunden soll es zusätzliche Illuminationen geben, außerdem werden erste Merchandising-Produkte angeboten. „Mehr geht immer, aber wir wollen auch hier und da mal das ein oder andere ausprobieren“, sagt Kuhlmann.

Audiodeskription für ausgewählte Vorstellungen

Auch 2026 werden für sehbehinderte und blinde Menschen wieder ausgewählte Vorstellungen mit live gesprochener Audiodeskription angeboten. Über Kopfhörer wird dabei beschrieben, was auf der Bühne passiert. Die Gandersheimer Domfestspiele arbeiten dafür mit dem Blinden- und Sehbehindertenverband Niedersachsen sowie der Diakonie im Braunschweiger Land, Außenstelle Bad Gandersheim, zusammen. Unterstützt wird das Angebot von der Aktion Mensch.

Vorstellungen mit Audiodeskription sind am 11. Juli bei „Die acht Frauen“, am 18. Juli bei „Hello, Dolly!“, am 8. August bei „Come together – die große Beatles Show“ sowie am 18. Juni um 10 Uhr bei der Schulvorstellung von „Pinocchio“ geplant. Wer den kostenlosen Service nutzen möchte, sollte sich rechtzeitig bei der Kartenzentrale melden.

Rahmenprogramm mit Musik, Lesung und Benefizgala

Neben den Produktionen gibt es erneut ein umfangreiches Begleitprogramm. Dreimal heißt es „Freitags im Zelt“ im Irmgart-Benesch-Kulturhof: am 17., 24. und 31. Juli jeweils um 22.30 Uhr. Der Eintritt ist frei.

Ein Senioren-Nachmittag mit einem warmherzigen Programm des Ensembles und Liedern aus verschiedenen Epochen findet am Dienstag, 21. Juli, um 15 Uhr im Gasthaus Tappe in Opperhausen statt. Aus der Reihe „Lenz liest“ ist am Sonntag, 2. August, um 11 Uhr eine Matinee im Klosterhof Brunshausen geplant. Intendant Achim Lenz liest dabei Songtexte der Beatles auf Deutsch.

Mit der Domspitzen-Benefizgala am 14. August um 22 Uhr und der Verleihung des Roswitha-Rings für die beliebteste Darstellerin der Saison am 16. August ab 11 Uhr enden die Gandersheimer Domfestspiele 2026.

Produktionen vor der Stiftskirche

„Pinocchio“, ein Kinder- und Familienstück von Sarah Speiser und Jennifer Traum mit Musik von Ferdinand von Seebach, feiert am Sonntag, 14. Juni, um 15 Uhr Premiere. Insgesamt sind bis zum 16. August 14 Vorstellungen auf der Festspielbühne vor der Stiftskirche geplant.

„Come together – die große Beatles-Show“ über Musik und Leben der „Fab Four“ hat am Freitag, 19. Juni, um 20 Uhr Premiere. Bis zum 16. August sind insgesamt 20 Vorstellungen vorgesehen.

Die Kriminalkomödie „Die acht Frauen“ feiert am Freitag, 26. Juni, um 20 Uhr Premiere und ist bis zum 16. August insgesamt 14-mal zu sehen. Das Musical „Hello, Dolly!“ über die Heiratsvermittlerin und Lebensberaterin Dolly Gallagher Levi startet am Freitag, 3. Juli, um 20 Uhr. Insgesamt sind 18 Vorstellungen bis zum 16. August geplant.

Studiobühne im Probenzentrum

Auf der Studiobühne im Probenzentrum in der „Neue Straße“ 60a in Bad Gandersheim werden drei weitere Produktionen gezeigt. „Love Letters“ von Albert R. Gurney ist unter der Regie von Lukas Keller mit Kristin Mössinger-Germer und Lothar Germer vom „Theater aus der Zwischenzeit“ an zwei Abenden am 11. und 12. Juli zu sehen.

Das Ein-Personen-Stück „Das Bildnis des Dorian Gray“ mit Dominik Müller startet am Donnerstag, 23. Juli, um 19 Uhr. Insgesamt sind bis zum 16. August acht Vorstellungen geplant. „Pure Piaf – Edith, ihr Leben, ihre Chansons“ mit Roswitha-Ring-Preisträgerin Sylvia Heckendorn ist bereits ausverkauft. Die Produktion läuft ab Sonnabend, 8. August, um 19 Uhr mit insgesamt vier Vorstellungen bis zum 16. August.

Eintrittskarten gibt es über die Kartenzentrale der Gandersheimer Domfestspiele, „Stiftsfreiheit“ 12, telefonisch unter 05382/9553311, per E-Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein. sowie online unter www.gandersheimer-domfestspiele.de.

Foto: Gandersheimer Domfestspiele gGmbH

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