Einbeck (red). Mit einer gelungenen Vernissage wurde am 16. Juni die Ausstellung der Kreativen Museumswerkstatt der Paul-Gerhardt-Schule Dassel im StadtMuseum Einbeck eröffnet. Die Ausstellung zeigt die Ergebnisse einer besonderen Kooperation zwischen dem StadtMuseum Einbeck und der PGS und ist noch bis zum 29. Juni für Besucherinnen und Besucher geöffnet.
Historische Techniken praktisch erlebt
Im Rahmen des Nachmittagsangebots der Paul-Gerhardt-Schule beschäftigten sich Schülerinnen und Schüler des 5. bis 7. Jahrgangs über mehrere Monate mit historischen Handwerkstechniken und künstlerischen Verfahren. Dabei entstanden vielfältige Werke, die nun im Museum präsentiert werden: Lederarbeiten, Tongefäße in Aufbautechnik, Sonnendrucke, Weidenflechtarbeiten sowie Kohle- und Pastellzeichnungen.
Die Kooperation wurde auf Seiten des StadtMuseums von Dr. Imke Weichert und Denise Netter begleitet. Die Leitung der Museumswerkstatt an der Paul-Gerhardt-Schule lag bei Birgit Görtz. Gemeinsam ermöglichten sie den Schülerinnen und Schülern einen besonderen Zugang zur Geschichte: nicht allein durch Bücher und Erzählungen, sondern durch eigenes Ausprobieren, Gestalten und handwerkliches Arbeiten.
Unterstützung durch den EfA-Dienst
Unterstützt wurde die Museumswerkstatt zudem von zwei Schülerinnen des 10. Jahrgangs, Lina Huppert und Lisa-Marie Thorenz. Im Rahmen ihres Profilschwerpunkts Diakonie begleiteten sie das Projekt als Teil ihres EfA-Dienstes. EfA steht für „Engagement für Andere“ und ist ein fester Bestandteil des 10. Jahrgangs an der Paul-Gerhardt-Schule. Dabei engagieren sich alle Schülerinnen und Schüler in unterschiedlichen Bereichen innerhalb der Schulgemeinschaft und übernehmen Verantwortung für andere.
Bei der Vernissage erhielten die Gäste spannende Einblicke in die verschiedenen Arbeitstechniken und deren historische Hintergründe. Die begleitenden Anleiterinnen Dr. Imke Weichert, Denise Netter und Birgit Görtz stellten die einzelnen Projektbereiche vor und erläuterten, wie die Schülerinnen und Schüler die traditionellen Verfahren kennengelernt und praktisch umgesetzt haben.
Ausstellung mit Museumshund Edgar
So erfuhren die Besucherinnen und Besucher beispielsweise, wie bereits vor Jahrtausenden Körbe aus Weidenruten geflochten wurden, wie Tongefäße entstanden oder welche fotografischen Effekte sich mit dem historischen Verfahren des Sonnendrucks erzielen lassen.
Ein besonderer Liebling der Museumswerkstatt war Museumshund Edgar, der viele der Treffen begleitete und längst zum festen Bestandteil des Projekts geworden ist. So trägt die Ausstellung nicht ohne Grund den Titel „Kreative Museumswerkstatt mit Museumshund Edgar“.
Die ausgestellten Arbeiten zeugen von großer Kreativität, handwerklichem Geschick und Ausdauer. Zugleich verdeutlichen sie, wie bereichernd die Zusammenarbeit zwischen Schule und außerschulischem Lernort sein kann.
Positive Bilanz von Schule und Museum
Die stellvertretende Schulleiterin Kathrin Muhs-Braun bedankte sich im Rahmen der Vernissage ausdrücklich für die vertrauensvolle und gewinnbringende Zusammenarbeit zwischen der Paul-Gerhardt-Schule und dem StadtMuseum Einbeck. Sie betonte die große Bedeutung außerschulischer Lernorte für die Persönlichkeitsentwicklung der Schülerinnen und Schüler und zeigte sich erfreut darüber, dass die erfolgreiche Kooperation auch im kommenden Schuljahr fortgesetzt werden kann.
„Solche Projekte eröffnen unseren Schülerinnen und Schülern wertvolle Erfahrungen, die weit über den Unterricht hinausreichen“, so Muhs-Braun.
Die Verantwortlichen von Museum und Schule zogen daher eine durchweg positive Bilanz und freuten sich über das große Interesse an der Ausstellung. Die Museumswerkstatt zeigt eindrucksvoll, wie Geschichte, Handwerk und Kreativität miteinander verbunden werden können und wie wertvoll die Zusammenarbeit zwischen Schule und Museum für alle Beteiligten ist.
Foto: Paul-Gerhardt-Schule