Brunshausen (red). Das Museum „Portal zur Geschichte“ auf dem Klosterhügel Brunshausen lädt vom 26. bis 28. Juni zu einem Wochenende ein, das Bauhaus-Impulse, regionale Kulturgeschichte und kreative Praxis miteinander verbindet. Im Mittelpunkt steht der Bauhaus-Schüler und Universalkünstler Alfred Ehrhardt, dessen künstlerisches und pädagogisches Wirken bis heute nachhallt.
Kreativer Einstieg in die Bauhaus-Welt
Den Auftakt bildet am 26. Juni von 17 bis 19 Uhr ein Workshop mit Ulla Feiste, Kunstlehrerin und Kunsthistorikerin. Dabei werden die Methoden des Bauhaus-Vorkurses erlebbar gemacht. Mit einfachen Materialien entstehen Faltstudien, kleine Objekte und Licht-Schatten-Kompositionen im Sinne des experimentellen Ansatzes von Josef Albers.
Vorkenntnisse sind nicht erforderlich. Die Teilnahme kostet 5 Euro. Anmeldungen werden per E-Mail an
Vortrag über Alfred Ehrhardts Pädagogik
Am 27. Juni um 16 Uhr erläutert Prof. Dr. Lucas König, wie Ehrhardt seine Erfahrungen am Bauhaus, insbesondere aus dem Vorkurs bei Josef Albers, mit reformpädagogischen Ansätzen verband. Daraus entwickelte er eine Gestaltlehre, die Wahrnehmung, Denken und ästhetisches Urteilsvermögen in den Mittelpunkt stellte.
Der Vortrag beleuchtet Ehrhardts Bedeutung für die moderne Kunstpädagogik und bietet anschließend Gelegenheit zum Austausch.
Einblicke in Werk und Wirken
Den Abschluss des Wochenendes bildet am 28. Juni um 14 Uhr eine Führung durch die Sonderausstellung. Besucher erhalten Einblicke in Ehrhardts künstlerisches Schaffen und seine pädagogische Arbeit.
Präsentiert werden beide Ausstellungsräume, thematische Inseln sowie Dokumente aus der Bondyschule, die seine Rolle als Künstler und Pädagoge anschaulich machen.
Foto: Ulla Feiste