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Dienstag, 23. Juni 2026 Mediadaten wsr.tv
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Bad Gandersheim (gs). Ein idyllisches Fleckchen Erde, strahlender Sonnenschein und handgemachte Klänge an jeder Ecke: Am Sonntag verwandelte sich das ehemalige Gelände der Landesgartenschau in Bad Gandersheim von 14 bis 18 Uhr in eine pulsierende Open-Air-Bühne. Unter dem treffenden Festival-Motto „Musik verbindet – Vielfalt bereichert“ zog die diesjährige „Fête de la Musique“ zahlreiche Besucher aller Generationen an die malerischen Osterbergseen.

Musikalische Entdeckungen von Tradition bis Moderne

Das vom gemeinnützigen Verein „Wir für Bad Gandersheim e.V.“ und der Musikerin Yvonne Bayer organisierte Event bot ein bemerkenswert breites Spektrum regionaler Künstler. Rund 20 verschiedene Musikacts sorgten an insgesamt fünf fest eingerichteten Spielpunkten rund um die Seen für eine lückenlose musikalische Vielfalt. Beim Schlendern entlang des Ufers und durch die schattigen Parkanlagen stießen die Gäste im Minutentakt auf hochkarätige Formationen.

Direkt am Eingang zog Ullrich Schäfers mit seiner detailreichen, fahrbaren Drehorgel samt angebautem Becken und Trommel die Blicke auf sich. Nur wenige hundert Meter weiter erfreute der Turnermusikzug Altgandersheim, unverkennbar an seinem roten Traditionsbanner, die Zuhörer im kühlen Schatten der Bäume mit vollem Bläsersound.

Akustische Klänge und mitreißende Rhythmen

Auch moderne und intime Klänge fanden ihren festen Platz: Das Duo „Miss Who“ begeisterte das Publikum mit gefühlvollen Akustik-Covern aus Gitarre und zweistimmigem Gesang. Neben Singer-Songwritern mit Akustikgitarre und folkloristischen Ensembles sorgte ein weiteres Duo mit E-Gitarre, Keyboard und einem kompletten elektronischen Schlagzeug für ordentlich Groove am Seeufer. Abgerundet wurde das dichte Programm durch ein charmantes Jazz- und Pop-Duo mit Saxophon und Gesang. Die Begeisterung schwappte im Nu über: Die Zuschauer klatschten enthusiastisch im Takt und genossen sichtlich die lockere Atmosphäre.

Kuchen, Eis und Harzer Spezialitäten

Auch kulinarisch blieben keine Wünsche offen. Die fleißigen Helfer des Vereins zauberten unter rot-weiß gestreiften Pavillons ein gemütliches Open-Air-Café, in dem unzählige Liter Kaffee frisch gebrüht und hausgemachte Kuchenstücke über die Theke gereicht wurden. Wer es herzhafter mochte, steuerte den Verkaufswagen mit deftigen „Harzländer Spezialitäten“ an. Der absolute Renner bei den sommerlichen Temperaturen war jedoch der Eiswagen von „Ebelings Bauernhof-Eis“, vor dem die Besucher geduldig Schlange standen, um sich eine süße Abkühlung zu gönnen. Die zahlreichen schattigen Picknickbänke und Bierzeltgarnituren boten anschließend den perfekten Platz zum Verweilen, Schlemmen und Plaudern.

Ein Spieleparadies für die jüngsten Gäste

Besonders familienfreundlich zeigte sich das Festival durch die verschiedenen Freizeitangebote für Kinder. Während die Erwachsenen den verschiedenen Musikdarbietungen lauschten, bauten die kleinen Gäste konzentriert Türme aus XL-Holzbausteinen oder tobten sich sportlich aus: Eine riesige, aufblasbare Fußball-Dartscheibe auf der Wiese zog die Nachwuchskicker magisch an, die mit Klettbällen versuchten, die Höchstpunktzahl im Zentrum zu treffen.

Erfolgreiches Festival für die ganze Region

Dass der Grundgedanke der weltweit gefeierten „Fête de la Musique“ – umsonst und draußen für jedermann – voll aufging, bewies das bunte Treiben auf dem barrierefreien Areal. Ganz im Sinne der Straßenmusik stand vor den Acts symbolisch ein Hut für freiwillige Künstlergagen bereit. Das entspannte Miteinander, das großartige Wetter und die gelungene Mischung aus Kultur, Sport und Kulinarik machten den Nachmittag zu einem vollen Erfolg für die Region und zu einem Paradebeispiel für gelebte Gemeinschaft.

Fotos: Gerd Stahnke

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