Northeim/Bad Gandersheim/Kalefeld (lpd). Unter dem Arbeitstitel „Living History gGmbH“ schreitet die Bildung einer Dachmarke für kulturelle Stätten im nördlichen Landkreis Northeim voran. Die Gemeinde Kalefeld, die Stadt Bad Gandersheim sowie der Landkreis Northeim wollen das Römerschlachtfeld am Harzhorn, das Portal zur Geschichte und den Klosterhügel in Brunshausen sowie die Tongrube Willershausen unter dem Dach einer gemeinnützigen Gesellschaft mit beschränkter Haftung vereinen. Im Mittelpunkt stehen die Bestandssicherung, die inhaltliche Weiterentwicklung, die Finanzmittelakquise und nicht zuletzt die Unterstützung der zahlreichen Ehrenamtlichen, die sich für die bedeutenden Stätten einsetzen. „Die drei Leuchttürme der Region sollen durch die Dachmarke zukunftsfähig aufgestellt werden“, erläuterte Landrätin Astrid Klinkert-Kittel auf einer Pressekonferenz am Mittwoch die Zielsetzung.
Anwesend waren neben der Landrätin Klinkert-Kittel auch die Bürgermeisterin der Stadt Bad Gandersheim Franziska Schwarz, Eberhard Bohnsack, als Allgemeiner Vertreter des Kalefelder Bürgermeisters Jens Meyer sowie weitere Vertreter des Landkreises Northeim, um über den aktuellen Sachstand zu informieren.
Nachdem das Niedersächsische Innenministerium zugestimmt und auch das Finanzamt die Gemeinnützigkeit bestätigt hat, soll die Gründung der neuen Gesellschaft voraussichtlich Mitte April 2019 erfolgen. Dann soll sich die Gesellschafterversammlung auch mit der Stellenbesetzung des Geschäftsführerpostens befassen.
Nachdem es in der öffentlichen Darstellung einige Irritationen um die Personalauswahl für den Posten des hauptamtlichen Geschäftsführers gegeben hat, wurde insbesondere das Verfahren der Vorauswahl im Rahmen der Pressekonferenz dargestellt.
Durchgesetzt gegen siebzehn Mitbewerber hat sich demnach der Oliver Draber. Er soll der Gesellschafterversammlung folglich für die Stellenbesetzung vorgeschlagen werden. Damit werden sich die Gremien der drei beteiligten Kommunen aber noch zu befassen haben.
Der studierte Verwaltungswirt betonte, dass er sich auf die interkommunale Zusammenarbeit unter Einbindung des Ehrenamtes freue. Außerdem interessiere ihn das Entwickeln und Umsetzen von Visionen für die Region. Schließlich halte er das Projekt für einen sehr klugen Weg, um Tourismusförderung mit Regionalmanagement voranzubringen.
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