Sievershausen (red). Die Kyffhäuser Kameradschaft Sievershausen hat eine Busfahrt zum Kyffhäuser-Denkmal unternommen. Organisiert wurde die Vereinsfahrt vom Vorstand und mit einer Führung durch die Barbarossahöhle verbunden.
Geburtstagsständchen vor der Abfahrt
Am Schützenhaus trafen sich zahlreiche Vereinsmitglieder zunächst, um dem zweiten Vorsitzenden Heiko Fischer mit einem Geburtstagsständchen zu gratulieren. Anschließend ging es gut gelaunt mit dem Reisebus in Richtung Thüringen.
Schon von Weitem war das monumentale Kyffhäuser-Denkmal zu sehen, das auf den Ruinen der Reichsburg Kyffhausen errichtet wurde. Über enge Ortsdurchfahrten und kurvenreiche Straßen führte die Fahrt hinauf in das Kyffhäusergebirge. Vom Parkplatz aus ging es zu Fuß rund 750 Meter bis zum Denkmal, das zwischen 1890 und 1896 zu Ehren von Kaiser Wilhelm I. errichtet wurde und eine Höhe von 81 Metern erreicht.
Denkmal und Burganlage erkundet
Vor Ort bestand die Möglichkeit, an einer Führung teilzunehmen, den Kyffhäuserturm zu besteigen oder den Ausblick über die Umgebung zu genießen. Auch der im 12. Jahrhundert erbaute und restaurierte Bergfried mit seinem 17 Meter hohen Turm konnte besichtigt werden. Auf dem Gelände befindet sich außerdem der mit 176 Metern tiefste Burgbrunnen der Welt.
Im Anschluss führte die Fahrt weiter zur wenige Kilometer entfernten Barbarossahöhle im Nationalen GeoPark Kyffhäuser. Die Höhle wurde 1865 bei der Suche nach Kupferschiefer entdeckt und wenige Wochen später als Schauhöhle eröffnet.
Angenehme Abkühlung bei 9 Grad
Durch einen rund 160 Meter langen Eingangsstollen gelangten die Teilnehmenden in das etwa 800 Meter lange Höhlensystem mit kristallklaren Seen, beeindruckenden Lichtspiegelungen und Alabastereinschlüssen. Nachdem die Außentemperaturen bereits am Vormittag über 30 Grad erreicht hatten, sorgten die konstanten 9 Grad in der Höhle für eine willkommene Abkühlung.
Besonders beeindruckten die mehr als einen Meter langen Gipslappen, die von der Decke hängen und weltweit als einzigartig gelten. Dieses Teilstück der Höhle trägt den Namen „Gerberei“, da die Gipsplatten an zum Trocknen aufgehängte Felle erinnern. Während der Führung erfuhren die Teilnehmenden außerdem Wissenswertes über das Höhlengestein Anhydrit und die Barbarossa-Sage.
Gemeinsamer Abschluss in Göttingen
Nach der Führung führte der Weg durch den 1926 angelegten Ausgangsstollen zurück ans Tageslicht. Anschließend kehrte die Gruppe zum gemeinsamen Abendessen im Timberjacks in Göttingen ein. Das besondere Ambiente und die vielfältige Speisekarte boten für jeden Geschmack etwas, bevor die Heimreise angetreten wurde. Der abwechslungsreiche und heiße Ausflug werde den Teilnehmenden noch lange in Erinnerung bleiben.
Foto: Kyffhäuser Kameradschaft Sievershausen