Einbeck (red). Die KWS Gruppe hat ihre Geschäftsentwicklung für das erste Halbjahr 2024/2025 präsentiert. Trotz saisonbedingter Verluste bleibt das Unternehmen optimistisch und bestätigt seine Prognosen für das Gesamtjahr. Besonders das Geschäft mit Zuckerrübensaatgut verzeichnete ein deutliches Wachstum, während der Umsatz insgesamt um 5,3 % auf 417,2 Millionen Euro stieg.
Solide Umsätze – dennoch negative Ergebniskennzahlen
Wie erwartet, weist KWS im ersten Halbjahr ein negatives Betriebsergebnis auf, das durch hohe saisonale Investitionen und Einmaleffekte beeinflusst wurde. Das EBIT sank auf -120,7 Millionen Euro (Vorjahr: -102,0 Millionen Euro). Maßgeblich dazu beigetragen haben die Abschreibungen im Segment Gemüse sowie der Wegfall eines positiven Ergebniseffekts aus dem Verkauf des chinesischen Mais-Portfolios im Vorjahr. Das EBITDA belief sich auf -65,9 Millionen Euro.
Trotz dieser Entwicklungen verbesserte sich das Finanzergebnis auf -32,2 Millionen Euro, während die Eigenkapitalquote nach dem Verkauf des südamerikanischen Mais- und Sorghumgeschäfts auf 54,2 % stieg. Die Nettoverschuldung konnte dadurch signifikant auf 343,5 Millionen Euro reduziert werden.
Segmententwicklung: Zuckerrüben mit starkem Plus
Besonders positiv entwickelte sich das Segment Zuckerrüben, dessen Umsatz um 14,5 % auf 137,2 Millionen Euro anstieg. Der Hauptgrund hierfür lag in verstärkten Frühverkäufen. Auch das Gemüse-Segment wuchs um 6,3 % auf 26,1 Millionen Euro, litt jedoch unter gestiegenen Investitionen in die Züchtung sowie höheren Abschreibungen.
Das Getreidegeschäft zeigte sich stabil mit einem Umsatz von 221,3 Millionen Euro. Der Bereich Mais konnte ein Wachstum von 5,3 % auf 72,6 Millionen Euro verzeichnen, musste jedoch einen Ergebnisrückgang hinnehmen.
Blick in die Zukunft: Vorstand hält an Zielen fest
Trotz der aktuellen Herausforderungen auf den Agrarmärkten bestätigt KWS seine Prognosen für das Gesamtjahr. Das Unternehmen erwartet ein Umsatzwachstum zwischen 2 und 4 % sowie eine EBIT-Marge von 14 bis 16 %. Die Investitionen in Forschung und Entwicklung sollen weiterhin zwischen 18 und 19 % des Umsatzes betragen, um die Innovationskraft des Unternehmens langfristig zu stärken.
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