Goslar (red). Die Deutsche Gesellschaft für Kardiologie (DGK) hat den Asklepios Harzkliniken die Zusatzqualifikation für interventionelle Kardiologie verliehen. Das Zertifikat wurde nach einem umfassenden Prüfungsverfahren offiziell erteilt. Nur wenige Kliniken in Deutschland verfügen über diese Auszeichnung.
Für Patientinnen und Patienten bedeutet die Ehrung zusätzliche Sicherheit: Die diagnostischen und therapeutischen Abläufe der Klinik entsprechen den anspruchsvollen Qualitätsstandards der DGK. Gleichzeitig stärkt die Anerkennung die Klinik als Ausbildungsstandort für Ärztinnen und Ärzte im Schwerpunkt interventionelle Kardiologie.
Zertifizierung nur für wenige Kliniken
Nach Angaben der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie gibt es in Niedersachsen lediglich etwa zwölf bis 15 zertifizierte Stätten für die Zusatzqualifikation „Interventionelle Kardiologie“. Darunter befinden sich auch größere Krankenhäuser. Deutschlandweit liegt die Zahl laut DGK-Verzeichnis bei etwa 180 bis 220 zertifizierten Kliniken, darunter Universitätskliniken, Maximalversorger und ausgewählte Schwerpunktkrankenhäuser.
Die interventionelle Kardiologie ist ein hochspezialisierter Teilbereich der Herzmedizin. Sie umfasst minimalinvasive Eingriffe am Herzen und an den Herzkranzgefäßen, die über feine Katheter – meist über die Leiste oder das Handgelenk – durchgeführt werden.
Hohe Anerkennung für das Team
„Die erfolgreiche Zertifizierung bestätigt die hohe fachliche Kompetenz und das große Engagement unseres gesamten Teams“, sagt Prof. Dr. med. Thomas Wittlinger, Chefarzt der Medizinischen Klinik I für Kardiologie, Angiologie und Diabetologie der Asklepios Harzkliniken.
„Unser Ziel ist es, Patientinnen und Patienten eine moderne interventionelle Herzmedizin auf hohem Niveau anzubieten und gleichzeitig eine qualifizierte Weiterbildung im Bereich der interventionellen Kardiologie sicherzustellen.“
„Die Zertifizierung spiegelt die kontinuierliche Weiterentwicklung unserer interventionellen Kardiologie und die hohe Qualität der Patientenversorgung wider“, ergänzt Dr. Basheer Ziadeh, Leiter der Interventionellen Kardiologie der Harzkliniken.
Unterstützt wurde der Zertifizierungsprozess durch das Engagement des gesamten interventionellen Teams, insbesondere auch von Oberarzt Dr. med. Halit Popi, MHBA, der die strukturelle Weiterentwicklung aktiv mitbegleitete.
Bedeutung für die regionale Versorgung
Klinikmanager Dorian Denner betont: „Mit der erfolgreichen Zertifizierung baut die Klinik für Kardiologie in Goslar ihre Position als leistungsstarkes Zentrum der Herzmedizin in der Region weiter aus und leistet einen wichtigen Beitrag zur wohnortnahen Versorgung unserer Patientinnen und Patienten mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen.“
Mit der Zertifizierung bescheinigt die Fachgesellschaft, dass die Klinik die hohen strukturellen, personellen und fachlichen Anforderungen für die Weiterbildung im Bereich der interventionellen Kardiologie erfüllt. Neben einer modernen technischen Ausstattung und etablierten Behandlungsstandards verfügt die Klinik über umfangreiche Expertise in der Durchführung komplexer Herzinterventionen.
Breites Spektrum moderner Herzmedizin
Mit der Auszeichnung bestätigt die Fachgesellschaft zugleich die hohe medizinische Qualität sowie die Einhaltung anspruchsvoller Standards in der interventionellen Kardiologie. Dazu zählen insbesondere moderne Verfahren zur Diagnostik und Behandlung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen, beispielsweise Herzkatheteruntersuchungen und minimalinvasive Eingriffe an den Herzkranzgefäßen.
Zum Leistungsspektrum der Klinik zählen unter anderem Herzkatheteruntersuchungen, Koronarinterventionen mit Ballonaufdehnung und Stentimplantation, strukturelle Herzeingriffe einschließlich interventioneller Klappentherapien, sogenannte „Vorhofohrverschlüsse“ (LAA-Closure), „PFO-Verschlüsse“ (persistierendes Foramen ovale) sowie weitere innovative interventionelle Verfahren der modernen Herzmedizin.
Die Asklepios Harzkliniken mit Standorten in Goslar und Bad Harzburg versorgen jährlich Tausende Patientinnen und Patienten. Die Kardiologie ist als Spezialabteilung auch für Herzrhythmusstörungen regional wie überregional etabliert. Gemeinsam mit der Schwesterklinik in Seesen zählen die Asklepios Harzkliniken zu den wichtigsten Gesundheitsversorgern in der Harzregion und sind dort seit mehr als 20 Jahren fest verwurzelt.
Foto: Asklepios