Uslar (red). Martin Kupper feiert am 1. Juli sein 25-jähriges Betriebsjubiläum im Albert-Schweitzer-Familienwerk. Kolleginnen und Kollegen bereiteten dem Vorstand des gemeinnützigen Vereins eine besondere Überraschung: In der Nacht zum 1. Juli wurde er mit einer eigens produzierten Nachrichtensendung überrascht, in der leitende Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus allen elf Standorten in Niedersachsen in aufgezeichneten Live-Schaltungen zu Wort kamen.
Im Jahr 2001 wechselte Martin Kupper vom ASB in Lohfelden in die Unternehmenszentrale des Familienwerks in Uslar. Seine persönliche Motivation sei dabei auch strategischer Natur gewesen. Die Herausforderungen in einem Unternehmen mit großen stationären Einrichtungen und die Perspektive auf die Geschäftsführung nennt er als Gründe für den Wechsel.
Erfahrungen an der Basis
Der bewegende Start bildet nach seiner Auffassung bis heute eine wichtige Grundlage für seine Entscheidungen. Wegen kurzfristiger Personalwechsel lernte Kupper als „Feuerwehrmann“ und Übergangseinrichtungsleiter das Kinderdorf Uslar, die Fachklinik Holzminden, das Seniorenzentrum Uslar sowie die Altenhilfeeinrichtung in Bleckede kennen.
„Der Anfang hat gut getan“, sagte Martin Kupper einmal. „Ich kenne jeden Keller, viele echte Tagesprobleme und vor allem viele der rund 1.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.“
Vom Geschäftsführer zum Vorstand
Im Jahr 2007 wurde er neben Heiner Theiß zum zweiten Geschäftsführer bestellt. Nach dem Ausscheiden des langjährigen Geschäftsführers im Jahr 2009 übernahm Kupper die alleinige Verantwortung. Seit 2022 ist er Vorstand des Albert-Schweitzer-Familienwerks.
Besonders wichtig sind ihm nach eigenen Angaben grundlegende Entwicklungen. Beispielhaft nennt er das Leitbild, an dessen Erarbeitung alle Mitarbeitenden mitwirken konnten und mit dem unterschiedliche Strategien in einer gemeinsamen Ausrichtung zusammengeführt wurden.
Ein weiterer Meilenstein sei die Anpassung des Haustarifvertrags an den öffentlichen Dienst gewesen. „Das war sportlich, den Tarif so zu entwickeln und gleichzeitig zu finanzieren“, sagte Kupper damals. Mit großer Freude spricht er über die Einrichtungen an den elf Standorten, die baulich weitgehend modernisiert und fachlich weiterentwickelt worden seien.
Mitarbeitende im Mittelpunkt
Nach Kuppers Auffassung wird viel für die Mitarbeitenden getan. Mitarbeiter-Workshops seien für ihn ebenso wichtig wie gemeinsame Feste.
„Es ist sein Ziel, ein gutes menschliches Maß vorzuleben“, sagt Anke Waldmann, Finanzleiterin und besondere Vertreterin. „Die Zusammenarbeit mit Martin Kupper ist für mich seit vielen Jahren von großem Vertrauen und gegenseitiger Verlässlichkeit geprägt. Gerade bei anspruchsvollen oder schwierigen Themen bewahrt er Ruhe, handelt lösungsorientiert und verliert dabei nie den Menschen aus dem Blick. Ich schätze seine Fähigkeit, auch in herausfordernden Situationen besonnen zu bleiben und gemeinsam tragfähige Lösungen zu entwickeln. Diese Mischung aus fachlicher Kompetenz, Gelassenheit und Menschlichkeit macht die Zusammenarbeit mit ihm besonders wertvoll.“
Auch Angela Schürzeberg, Vorsitzende des Kuratoriums des Albert-Schweitzer-Familienwerks, gratuliert: „Die Zusammenarbeit mit Martin Kupper ist seit vielen Jahren von großem Vertrauen und gegenseitigem Respekt geprägt. Er ist jederzeit gesprächsbereit, begegnet den Menschen auf Augenhöhe und findet auch in schwierigen Situationen den richtigen Ton. Gerade in herausfordernden Zeiten hat er das Familienwerk mit großer Umsicht und Weitsicht geführt. Dass unsere Organisation heute so gut aufgestellt ist, ist auch seinem langjährigen Engagement und seiner verlässlichen Leitung zu verdanken.
Martin Kupper hat in den vergangenen 25 Jahren außerordentlich viel bewegt. Gleichzeitig richtet er den Blick stets nach vorn und stellt sich mit großem Verantwortungsbewusstsein den kommenden Herausforderungen. Bei allem, was er tut, bleibt er immer menschlich – und genau das zeichnet ihn als Vorstand und als Menschen aus.“
Zur Person und zum Familienwerk
Martin Kupper ist Jahrgang 1963, verheiratet und lebt in Kassel. Zu seinen Hobbys zählen Wandern, Lesen, Kochen, gutes Essen und Reisen.
Das Albert-Schweitzer-Familienwerk e. V. beschäftigt rund 1.000 Mitarbeitende, die mehr als 3.400 Menschen in ambulanten und stationären Einrichtungen betreuen. In elf niedersächsischen Städten und Gemeinden bietet der gemeinnützige Verein individuelle Hilfen für Kinder und Jugendliche sowie ältere, kranke und Menschen mit Behinderung an.
Foto: Albert-Schweitzer-Familienwerk