Donnerstag, 20. September 2018 10:39 Uhr

Motorradgottesdienst wird mit dem Gottesdienstpreis 2018 ausgezeichnet -

Einbeck (r). Die Evangelisch-lutherische Kirchengemeinde Einbeck wird am 20. September, um 19 Uhr im PS.Speicher, mit dem Gottesdienstpreis 2018 ausgezeichnet. Die Stiftung zur Förderung des Gottesdienstes würdigt damit erstmals eine Initiative, die federführend von Ehrenamtlichen getragen wird. Der Jury lag dafür ein Gottesdienst aus der Einbecker Marktkirche St. Jacobi aus dem Jahr 2017 vor. Geleitet wurde er von Susanne Hornung. Sie ist ehrenamtliche Prädikantin. Als solche feiert sie in Einbeck häufig Gottesdienste und schreibt dafür ihre eigenen Predigten. In ihrem Hauptberuf arbeitet sie zusammen mit ihrem Mann in einem Bikershop. In der Evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde in Einbeck ist Susanne Hornung als fröhliche und lebendige Predigerin bekannt.

Der ausgezeichnete Gottesdienst war ein Motorradgottesdienst, wie er in großen Städten bekannt ist. Susanne Hornung gelang es dabei, die Bikerinnen und Biker in ihrer Predigt zu berühren und existentiell anzusprechen. So weist hin auf die Zerbrechlichkeit des Lebens, die Motorradfahrer mitunter hautnah erleben. Oder sie betont das „Gefühl, dass auch mal etwas schief gehen kann“ und das im Hinterkopf mitfährt, um dann fortzufahren: „Wir hoffen, dass eben noch Einer da ist, der mit aufpasst“. Laudatorin wird Stephanie von Lingen sein, Superintendentin des Kirchenkreises Leine-Solling aus Northeim. Musikalisch Umrahmt wird die Veranstaltung im PS.SPEICHER von der Jazz-Band Ephata des Kirchenkreises Leine-Solling.

Die Stiftung zur Förderung des Gottesdienstes vergibt den mit 2.500 Euro dotierten Gottesdienstpreis in diesem Jahr gleich zweimal: An den MOGO Hamburg, an dem zuletzt 20.000 Biker und Interessierte teilnahmen, und an den eher beschaulichen Motorradgottesdienst in Einbeck im Leine-Solling-Kreis. Der hochkarätig besetzten Jury der Stiftung fiel es schwer, sich für einen dieser Gottesdienste zu entscheiden. Bemerkenswert ist, dass der Einbecker Gottesdienst auf Augenhöhe mit der „Mutter der Motorradgottesdienste“ bewertet wurde. Denn er „trifft das mit Freiheit und Lebenslust verbundene Lebensgefühl der Biker punktgenau und nimmt es theologisch verantwortlich auf“, wie einer der Juroren sagte, der selbst Motorradfahrer ist.

Die Stiftung zur Förderung des Gottesdienstes schrieb ihren Gottesdienstpreis in diesem Jahr zum zehnten Mal aus, diesmal für Motorradgottesdienste. Bewertet wurden neben der theologischen, ästhetischen und sprachlichen Qualität das Eingehen auf die Zielgruppe, die Aufmerksamkeit für rituelles Handeln, die Wahl geeigneter Musik und die Berücksichtigung des besonderen Gemeinschaftserlebnisses. Der vollständige Wortlaut des Einbecker Gottesdienstes kann unter www.gottesdienst-stiftung.de abgerufen werden.

In der Jury sitzen unter anderem:
Dr. Stephan Goldschmidt, Vorsitzender der Stiftung zur Förderung des Gottesdienstes, Hannover
Arnd Schomerus, Kirchentagspastor, Fulda
Prof. Dr. Ulrike Wagner-Rau, Lehrstuhl für Praktische Theologie, Marburg
Burkhard Weitz, Chrismon-Redakteur, Frankfurt

  

Fotos: Stephan Goldschmidt/Susanne Hornung

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