Sonntag, 05. Mai 2019 07:14 Uhr

Mehr Transparenz durch Wartezeiten-Monitor in der Zentralen Notaufnahme

Northeim (red). Eine akute Erkrankung, ein Unfall im Haushalt, plötzlich hohes Fieber oder unerklärliche Schmerzen – nicht selten führt der Weg für viele Patienten in die Notaufnahme. Doch hier heißt es für viele: Warten. Aber wie lange? Und warum werden andere Patienten früher aufgerufen, obwohl sie später eingetroffen sind? Das Team der Zentralen Notaufnahme der Helios Albert-Schweitzer-Klinik Northeim arbeitet seit 10 Jahren nach dem Manchester-Triage-System, um die Behandlungsdringlichkeit von Notfallpatienten einzuschätzen. Mit diesem System erfassen speziell ausgebildete Pflegekräfte den Schweregrad einer Erkrankung unmittelbar bei Ankunft des Patienten und stufen die Behandlungsdringlichkeit in fünf Schweregrade ein: 1 sofort, 2 sehr dringend, 3 dringend, 4 normal, 5 nicht dringend. Dabei werden entsprechend der Dringlichkeit die Farben Rot, Orange, Gelb, Grün bis hin zu Blau hinterlegt. „Die schnelle Festlegung der Behandlungsdringlichkeit ist eine Grundvoraussetzung, um notwendige medizinische Behandlungsschritte sofort einleiten zu können“, so Dr. Hermann Röming, Ärztlicher Leiter Zentrale Notaufnahme der Helios Albert-Schweitzer-Klinik Northeim. „Anhand des Farbsystems wird so die Behandlungsreihenfolge festgelegt und bestimmt, wie lange es dauern darf, bis ein Patient medizinisch behandelt wird. So können wir unseren Patienten auch bei einem großen Patientenaufkommen eine bestmögliche Versorgung gewährleisten“, erklärt Dr. Röming weiter.

Neu in der Zentralen Notaufnahme der Helios Albert-Schweitzer-Klinik Northeim: Ein Wartezeiten-Monitor, der Patienten und deren Angehörige über den Status ihrer Behandlung sowie ihre voraussichtliche Wartezeit informiert. Diese wird laufend aktualisiert und kann sich jederzeit ändern, wenn lebensbedrohliche Notfälle versorgt werden müssen. „Alle aktuell eingetroffenen Patienten werden verschlüsselt mit Namenskürzel und den Farben des Manchester-Triage-Systems für alle Wartenden sichtbar auf dem Monitor angezeigt. Aus datenschutzrechtlichen Gründen wird nicht der volle Name, sondern der erste Buchstabe des Vornamens sowie die ersten zwei Buchstaben des Nachnamens angegeben“, so Luigi Bonavita, IT-Leiter an der Helios Albert-Schweitzer-Klinik Northeim. Mit dem neuen Wartezeiten-Monitor sollen der Behandlungsrhythmus und die Abläufe der Notaufnahme transparenter gestaltet werden. „Für unsere Patienten ist dadurch nachvollziehbar, warum nicht alles ‚der Reihe nach‘ geht. Bisher wird der Service sehr gut angenommen“, berichtet Dr. Hermann Röming.

Foto: Helios Kliniken

 

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