Freitag, 25. Oktober 2019 08:10 Uhr

Glasfaser bis ins Haus - der Wunsch vieler Amelser

Amelsen (gs). Mit großem Interesse verfolgten jetzt ca. 130 interressierte Amelser die gemeinsame Infoveranstaltung von Ortsrat Amelsen und der Göttinger Firma goetel zum Thema Glasfaserausbau in der Ortschaft Amelsen. Vor der eigentlichen Veranstaltung konnten sich die Amelser Bürger schon einmal mit Bratwurst und Getränken, gesponsort von goetel, Motorrennclub Amelsen (MRCA) und Sportverein Amelsen (SVA) stärken. Ortsbürgermeister Dr. Carsten Traupe begrüßte die zahlreich erschienenen Dorfbewohner und klärte zunächst über den aktuellen Stand der Telekom im Ort auf. Demnach hat die Telekom neben den bestehenden Verteilerkasten zwei weitere Verteilerkästen in Amelsen aufgebaut, die Mitte November laut Telekom ans Netz gehen sollen, das wäre laut Traupe "von der Steinzeit in die Gegenwart". Die Zukunft sieht anders aus. Auf Grund dessen hat sich der Amelser Ortsrat dafür entschieden, die Firma Goetel mit ins Boot zu nehmen, um ein zukunftsorientiertes Glasfasernetz in die Häuser von Amelsen zu bringen.

Mario Stickfort, Leiter Kommunal- vertrieb bei goetel, stellte zunächst das 1998 in Göttingen gegründete Unternehmen vor. Die goetel GmbH wurde als Antwort auf eine schlechte Internet- und Telefonversorgung für Unternehmen 1998 in der Universitätsstadt Göttingen gegründet. Damals noch unter dem Namen „Kray Telecom GmbH“, wurde fast im Alleingang bis ins Jahr 2000 unter Hochdruck mit Unternehmen verhandelt und gleichzeitig die erste Infrastruktur aufgebaut. Im Jahr 2000 erfolgte dann eine Umbenennung zur „GöTel GmbH“. Im gleichen Jahr konnte die Stadt Göttingen als Kunde gewonnen werden. 2003 erfolgte dann der Umzug in die jetzigen Büroräume im Galluspark in der Weender Landstr. 59, Göttingen. Im Jahr 2012 konnte die Universität Göttingen nach einer öffentlichen Ausschreibung als Kunde gewonnen werden. 2013 begann man mit der Errichtung eines eigenen Glasfasernetzes in Göttingen, um Kunden künftig mit größeren Datenmengen versorgen zu können. 2017 wurde die GöTel von der Adiuva Capital übernommen und in die „goetel GmbH“ umbenannt. Mit den zwei neuen Geschäftsführern Silas Bittmann und Volker Huber sollte das Unternehmen weiter den Markt erschließen, weshalb bereits 2018 der Ausbau von Glasfaser für die Privatperson begann.

Die goetel hat sich auf die Erschließung des ländlichen Raumes mit Glasfaserinfrastruktur spezialisiert. Mit dem Internetanbieter Goetel ist superschnelles Internet mit Datenübertragungsraten von bis zu 1000 Mbit/Sekunde im Dorf möglich. Eine gute Internetverbindung werde immer wichtiger, betonte Stickfort. Das gelte sowohl für die private Nutzung als auch für das Herunterladen von Formularen, für das Arbeiten von Zuhause aus, für Einkauf oder Freizeit, soziale Netzwerke, Telemedizin, Internet statt Lexikon und Atlas und die Nutzung von TV-Mediatheken. Auch für die Schule werde Internet vorausgesetzt, ein Studium ohne Internet sei nicht möglich. Auch Online-Banking und Smarthome brauchten vernünftige Verbindungen, genau wie die geschäftliche Nutzung, etwa Fernwartung von Maschinen oder Anlagen, z.B. in der Landwirtschaft, was gerade für den ländlichen Bereich nicht uninetrressant ist. Der Vorteil von Glasfaser sei die Übertragung in Lichtgeschwindigkeit. Bis zu 120 Kilometern gebe es keine Datenverluste. Die einmaligen Hausanschlusskosten liegen zwischen 99 und 499 Euro, gestaffelt nach der bestellten Downloadrate. Desto höher die Downloadrate, desto niedriger der Anschlusspreis. Enthalten sei ein Anschluss von 20 Metern ab Grundstücksgrenze. Was über die 20 m hinaus gehe, müsse in Eigenregie organisiert werden. Bis zum 20. November würden Vertragsabschlüsse für die Ortschaft Amelsen postalisch, per Telefax, per e-mail oder im Briefkasten des Ortsbürgermeisters entgegen genommen. Bei Bedarf gibt es noch Anträge bei Ortsbürgermeister Dr. Carsten Traupe oder bei Ortsheimatpfleger Gerd Stahnke. Das Vertriebsziel liege bei 60 Prozent beziehungsweise in Amelsen bei 84 Aufträgen. Als realistisches Ziel für die Bauplanung nannte er den Sommer 2020. Es müssen allerdings die Mehrheit der 17 Dasseler Ortschaften mitmachen. Amelsen könne Geschichte schreiben, denn wenn das Ziel 60 % erreicht werde, wäre Amelsen der erste Ort Dassels, der komplett mit Glasfaser ausgestattet wäre, so Stickfort zum Abschluss seines Vortrages.

Anschließend stellte sich Stickfort den Fragen der Amelser Bürger, z.B. : Was passiert, wenn die Laufzeit bisheriger Verträge noch nicht beendet sei ? Der Kunde gehe kein Risiko ein. Eine doppelte Berechnung erfolge nicht, die Zwischenversorgung sei ohne Grundgebühr möglich, wobei sich der Kunde nicht um die Kündigung von Verträgen kümmern müsse, und auch die Beibehaltung der Telefonnummer übernehme der neue Versorger. Nach der 24 monatigen Vertragslaufzeit ist ein Anbieterwechsel ohne weiteres möglich. Eine einmalige Riesenchance für die Zukunft Amelsens. Weitere Infos unter: https://www.goetel.de/privatkunden/

Fotos: Gerd Stahnke

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