Sebexen (red). Wie bereits berichtet, ist es am Mittwochvormittag gegen 11.20 Uhr auf der Bundesstraße 445 auf Höhe Sebexen/Osterbruch zu einem schweren Verkehrsunfall mit drei beteiligten Fahrzeugen gekommen. Wie nun bekannt wurde, ist ein 76-jähriger Mann an den Folgen des Unfalls verstorben.
Frontalzusammenstoß löst Kettenreaktion aus
Nach Angaben der Polizei befuhr der 76-Jährige die B445 aus Richtung Sebexen nach Opperhausen. Aus bislang ungeklärter Ursache geriet er nach Angaben der Polizei auf gerader Strecke in den Gegenverkehr und kollidierte frontal mit dem entgegenkommenden Pkw eines 30-jährigen Mannes.
Durch die Wucht des Aufpralls wurde das Fahrzeug des 76-Jährigen zurück auf seine Fahrspur geschleudert. Ein dahinter fahrender 25-jähriger Mann konnte einen seitlichen Zusammenstoß nicht mehr verhindern.
Umfangreicher Rettungseinsatz und technische Rettung
Aufgrund erster Meldungen mit mehreren verletzten Personen wurden zahlreiche Rettungskräfte alarmiert. Neben mehreren Rettungswagen und einem Notarzt waren die Feuerwehren aus Opperhausen, Ahlshausen, Kalefeld und Sebexen im Einsatz. Nach dem Eintreffen der ersten Kräfte wurden weitere Rettungswagen sowie der Rettungshubschrauber „Christoph 44“ aus Göttingen nachgefordert.
Da sich eine schwerverletzte Person im Fahrzeug befand, wurde das Einsatzstichwort erhöht und zusätzliche Kräfte aus Bad Gandersheim und Echte alarmiert. Die Feuerwehr befreite die eingeklemmte Person mittels technischer Rettung und sicherte die Unfallstelle ab.
Mehrere Verletzte, Kinder betroffen
Der 76-Jährige war nach dem Unfall nicht mehr ansprechbar, wurde reanimationspflichtig und per Rettungshubschrauber in ein Krankenhaus nach Göttingen gebracht. Dort verstarb er kurze Zeit später.
Im Fahrzeug des 25-jährigen Mannes befanden sich eine 29-jährige Frau sowie drei Kinder. Der Fahrer und seine Beifahrerin wurden schwer verletzt, die Kinder erlitten leichte Verletzungen.
Im Pkw des 30-Jährigen befand sich zudem ein 38-jähriger Mann. Beide wurden leicht verletzt. Alle Beteiligten wurden in umliegende Krankenhäuser gebracht.
Ermittlungen und Sperrung der Bundesstraße
Die Staatsanwaltschaft Braunschweig ordnete eine Blutentnahme bei dem 76-jährigen Mann an. Die Hinzuziehung eines Gutachters sowie die Beschlagnahme der Fahrzeuge wurden abgelehnt. Die Ermittlungen zur Unfallursache dauern an.
Alle drei Fahrzeuge erlitten Totalschaden und mussten abgeschleppt werden. Der entstandene Sachschaden wird auf rund 45.000 Euro geschätzt.
Für die Dauer der spezialisierten Verkehrsunfallaufnahme sowie der anschließenden Reinigungsarbeiten war die B445 für rund vier Stunden bis etwa 15.30 Uhr vollständig gesperrt..

Fotos: Feuerwehr