Einbeck (red). Eine Großübung mit einem umgestürzten Linienbus und zahlreichen Verletzten hat am Samstagmorgen eine Vielzahl von Einsatzkräften gefordert.
Realistisches Unfallszenario
Um 8:26 Uhr wurde die Feuerwehr Einbeck zu einem augenscheinlichen Standardeinsatz durch das automatische Notrufsystem eines Fahrzeugs alarmiert. Beim Eintreffen des Brandmeisters vom Dienst zeigte sich jedoch, dass es sich nicht um einen gewöhnlichen Verkehrsunfall handelte. Ein Bus lag auf der Seite, drei Pkw waren in den Unfall verwickelt, und mehr als 15 verletzte Personen mussten versorgt, betreut und gerettet werden – so die Ausgangslage dieser Alarmübung.
Umfangreiche Rettungsmaßnahmen
Umgehend wurden weitere Kräfte der Feuerwehr nachalarmiert und für den Rettungsdienst ein Massenanfall von Verletzten (MANV) ausgelöst. Bei der Rettung der Verletzten unterstützte auch das Technische Hilfswerk aus Einbeck.
Zusätzlich galten zunächst drei verletzte Personen als vermisst. Sie hatten sich vom eigentlichen Unfallort entfernt und mussten im weiteren Verlauf mithilfe mehrerer Drohnen sowie der Rettungshundestaffel der Johanniter-Unfall-Hilfe gesucht werden.
Zusammenarbeit im Fokus
Neben der technischen Rettung stand vor allem die schnelle Sichtung sowie die medizinische Versorgung der Verletzten im Fokus. Parallel dazu wurden mehrere Einsatzabschnitte gebildet, um die über längere Zeit vorbereitete Übung strukturiert abarbeiten zu können.
Ziel war es, unter möglichst realistischen Bedingungen Abläufe zu trainieren und die Zusammenarbeit verschiedener Organisationen innerhalb der Blaulichtfamilie weiter zu stärken.
Mehr als 100 Einsatzkräfte beteiligt
Mit mehr als 100 eingesetzten Kräften konnte die anspruchsvolle Übung gegen 12 Uhr erfolgreich beendet werden. Im Einsatz waren die Feuerwehren Einbeck, Vogelbeck, Salzderhelden, Naensen und Kalefeld, der Rüstwagen der Kreisfeuerwehr aus Northeim, die Rettungsrobotik der Kreisfeuerwehrbereitschaft 4, die Drohne der Feuerwehr Fredelsloh sowie des Fachzuges Bevölkerungswarnung und Öffentlichkeitsarbeit, die Johanniter-Unfall-Hilfe unter anderem mit dem Team der psychosozialen Notfallversorgung, das Technische Hilfswerk und die Polizei.

Fotos: Annika Kubieniec/Fachzug Bevölkerungswarnung und Öffentlichkeitsarbeit