Einbeck/Celle (red). Das Land Niedersachsen hat neun geländegängige Krankentransportwagen für den Katastrophenschutz in Dienst gestellt. Eines der Fahrzeuge wird künftig in Einbeck stationiert und steht dort für Einsätze in schwierigen Lagen zur Verfügung.
Standort Einbeck im neuen Konzept
Die Fahrzeuge sind Teil der sogenannten „Patiententransportgruppen geländegängig“, die landesweit aufgebaut wurden. Neben Einbeck wurden die Spezialfahrzeuge auch in Cloppenburg, Wittmund, Bad Lauterberg im Harz, Walsrode, Braunschweig, Alfeld, Nörten-Hardenberg und Schwanewede stationiert.
In Einbeck übernimmt die Johanniter-Unfall-Hilfe, Regionalverband Südniedersachsen, die Trägerschaft für das Fahrzeug.
Einsatz bei extremen Bedingungen
Die neuen Krankentransportwagen sind speziell für Einsätze in schwer zugänglichem Gelände ausgelegt. Sie können verschlammte, verschneite oder überflutete Straßen deutlich besser passieren als herkömmliche Rettungsfahrzeuge. Pro Fahrzeug können bis zu fünf Patientinnen und Patienten liegend oder kombiniert liegend und sitzend transportiert und versorgt werden.
Die Besatzung besteht jeweils aus drei ehrenamtlichen Einsatzkräften, die speziell für diese Einsätze geschult sind.
Teil eines landesweiten Systems
Jeweils drei Fahrzeuge bilden eine der insgesamt drei Patiententransportgruppen. Diese sind dem Kompetenzzentrum Großschadenslagen im Niedersächsischen Ministerium für Inneres, Sport und Digitalisierung unterstellt. Neben der eigenen Einsatzfähigkeit stärken die Fahrzeuge auch die Möglichkeiten zur überörtlichen Unterstützung bei Großschadenslagen.
Hintergrund der Investition
Die Anschaffung der Fahrzeuge umfasst ein Gesamtvolumen von rund 4,5 Millionen Euro. Die Mittel stammen aus einem Ad-hoc-Paket zur Stärkung des Katastrophenschutzes, das die Niedersächsische Landesregierung im Jahr 2022 aufgelegt hatte.
Innenministerin Daniela Behrens erklärte, die neuen Fahrzeuge seien ein wichtiger Meilenstein für den Bevölkerungsschutz. Sie verwies dabei auf Erfahrungen aus vergangenen Krisenlagen wie Hochwasser, Starkregen oder Schneelagen, die gezeigt hätten, wie wichtig geländegängige Spezialtechnik sei.
Foto: Innenministerium