Goslar (red). Niedersachsens Gesundheitsminister Dr. Andreas Philippi hat am 8. Januar 2026 die Asklepios Harzklinik Goslar besucht, um sich vor Ort über zentrale medizinische und organisatorische Bereiche zu informieren. Begleitet wurde er von Florian Nachtwey, Regionalgeschäftsführer der Asklepios Region Harz, Dr. med. Larissa Henze, Ärztliche Direktorin der Asklepios Harzkliniken, sowie vom Landrat des Landkreises Goslar, Dr. Alexander Saipa.
Im Rahmen eines Rundgangs zeigte sich der Minister nach Angaben der Klinik beeindruckt vom Leistungsangebot und den medizinischen Standards. Dr. Philippi erklärte, er kenne die Region aus eigener ärztlicher Tätigkeit und wisse, dass in den Asklepios Harzkliniken gute Medizin geleistet werde. Zudem äußerte er, Asklepios stelle sich strategisch für die Zukunft auf, was den Kliniken in der Region langfristige Perspektiven eröffnen könne.
Fokus auf Intensivstation und Geburtshilfe
Im Mittelpunkt des Klinikbesuchs standen die interdisziplinäre Intensivstation sowie der Kreißsaal. Dabei wurden dem Minister die medizinischen Konzepte, die technische Ausstattung und die enge interdisziplinäre Zusammenarbeit vorgestellt, die nach Angaben der Klinik eine hochwertige Versorgung der Patientinnen und Patienten ermöglichen.
Florian Nachtwey betonte, Asklepios stehe als größter Gesundheitsanbieter weiterhin für eine umfassende stationäre und ambulante Versorgung in der Region zur Verfügung. Besonders hob er den Kreißsaal der Asklepios Harzklinik Goslar hervor. In den vergangenen Jahren seien dort im Durchschnitt bis zu 400 Kinder jährlich geboren worden. Die geburtshilfliche Abteilung ist die einzige im Landkreis Goslar. Ende 2016 investierte Asklepios rund eine halbe Million Euro aus Eigenmitteln in die Modernisierung der Kreißsäle.
Moderne Medikation und Vorreiterrolle
Ein weiterer Programmpunkt war der Besuch der Krankenhausapotheke. Dort informierte sich der Minister über das vollautomatische und computergestützte Medikamentenverpackungssystem „Unit Dose“, das eine patientenindividuelle Arzneimittelversorgung ermöglicht. Dr. Philippi äußerte sich laut Klinik begeistert über das Verfahren und hob hervor, dass es nur wenige Kliniken gebe, in denen dieses System so umfassend umgesetzt werde.
Die Krankenhausapotheke der Asklepios Region Harz versorgt nach Angaben des Unternehmens nicht nur eigene Patientinnen und Patienten, sondern auch zahlreiche weitere Einrichtungen in Niedersachsen mit insgesamt rund 3000 Betten. Pro Tag werden am Standort Goslar etwa 1800 Medikamentenportionen für durchschnittlich 190 Patientinnen und Patienten verpackt.
Innovation und Patientensicherheit
Bei der Umsetzung von „Unit Dose“ und dem Einsatz sogenannter Stationsapotheker gelten die Asklepios Harzkliniken als Vorreiter. Das System ist Teil des „Closed Loop Medication Management“, das darauf abzielt, Medikationsprozesse zu optimieren und die Patientensicherheit weiter zu erhöhen. Aufgrund dieser Strukturen wurde der Standort Goslar neben dem Universitätsklinikum Eppendorf in Hamburg als Drehort für einen Imagefilm des Bundesverbands Deutscher Krankenhausapotheker ausgewählt.
Austausch über Zukunftsperspektiven
Der Besuch bot zudem Raum für einen fachlichen Austausch zwischen dem Minister, der Geschäftsführung sowie Chefärztinnen, Chefärzten und weiteren Führungskräften aus Pflege und Verwaltung. Dabei ging es um aktuelle Herausforderungen und Zukunftsperspektiven der stationären Gesundheitsversorgung in der Region.
Abschließend besuchte Dr. Philippi die interdisziplinäre Intensivstation, die im Jahr 2020 modernisiert wurde. Die Station gilt nach Angaben der Klinik als eine der modernsten Deutschlands. Auf rund 1000 Quadratmetern können dort bis zu 21 schwerkranke Patientinnen und Patienten gleichzeitig betreut werden. Jeder Bettplatz ist mit einem Beatmungsgerät und moderner Überwachungstechnik ausgestattet. Jährlich werden am Standort Goslar rund 3000 Intensivpatientinnen und -patienten versorgt.
Foto: Asklepios