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Donnerstag, 22. Januar 2026 Mediadaten wsr.tv
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Berlin (red). Die Lage der niedersächsischen Landwirtschaft ist angespannt, der Handlungsdruck hoch. Vor diesem Hintergrund fand anlässlich der Grünen Woche am 21. Januar erstmals das Niedersächsische Agrarfrühstück statt. Eingeladen hatten das Land Niedersachsen und das Landvolk Niedersachsen gemeinsam in die Landesvertretung nach Berlin. Ziel des neuen Dialogformats war es, klare politische Weichenstellungen für mehr Verlässlichkeit und praktikable Lösungen für die landwirtschaftlichen Betriebe zu diskutieren.

Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Landwirtschaft und Wirtschaft mit engem Bezug zu Niedersachsen folgten der Einladung. Das Fazit der erstmaligen Zusammenkunft fiel aus Sicht des Landvolks eindeutig aus: Die gesamte Agrar- und Ernährungswirtschaft in Niedersachsen soll wettbewerbs- und anpassungsfähig bleiben. 2026 müsse aus Sicht der Beteiligten das Jahr des Handelns werden. Das neue Dialogformat stieß auf breite Zustimmung und wurde als wichtiges Signal für den offenen Austausch über die Zukunft des Agrarlands Niedersachsen gewertet.

Moderiert wurde das Agrarfrühstück von Landvolk-Hauptgeschäftsführer Stefan Ortmann. In der Gesprächsrunde richtete er konkrete Fragen zur landwirtschaftlichen Praxis und zu geplanten Maßnahmen für 2026 an Niedersachsens Ministerpräsident Olaf Lies, die Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat, Silvia Breher, Landwirtschaftsministerin Miriam Staudte sowie Landvolkpräsident Holger Hennies. Im Mittelpunkt standen Chancen und Risiken für die Landwirtschaft im Jahr 2026 sowie notwendige Maßnahmen auf Landes-, Bundes- und EU-Ebene. Diskutiert wurden unter anderem die Zukunft der Tierhaltung, Investitionsbedingungen und das Düngerecht.

Forderung nach klaren Rahmenbedingungen

Stefan Ortmann zog ein positives Fazit der Runde. Es sei deutlich geworden, dass die relevanten Themen erkannt seien und Einigkeit über das Ziel einer starken Land- und Ernährungswirtschaft bestehe. Entscheidend werde nun die konkrete Umsetzung in Zusammenarbeit mit der Branche sowie auf allen politischen Ebenen sein. Nur so könnten Rahmenbedingungen geschaffen werden, die es den Betrieben ermöglichen, effizient und marktorientiert zu wirtschaften.

Auch Ministerpräsident Olaf Lies bewertete das Agrarfrühstück positiv. Niedersachsen sei Agrarland Nummer eins und solle dies auch bleiben. Schwankende Agrarmärkte und Preise, eine hohe Regelungsdichte sowie die Folgen des Klimawandels stellten die Betriebe vor große Herausforderungen. Daher brauche die Landwirtschaft Unterstützung, Verlässlichkeit und Planungssicherheit, um praxistaugliche Lösungen umzusetzen.

Silvia Breher unterstrich die Bedeutung von Wettbewerbsfähigkeit, Bürokratieabbau und praktikablen Rahmenbedingungen für eine nachhaltig starke Land- und Ernährungswirtschaft. Die niedersächsische Landwirtschaft leiste einen unverzichtbaren Beitrag zur Versorgungssicherheit und zur Stärkung der ländlichen Räume. Dieses Potenzial müsse gezielt gestärkt und weiterentwickelt werden. Ziel eines politischen Kurswechsels sei es, Vertrauen zu schaffen und verlässliche Perspektiven für alle Beteiligten zu bieten.

Appell für Planungssicherheit

Landwirtschaftsministerin Miriam Staudte betonte, dass Betriebe auf verlässliche Rahmenbedingungen angewiesen seien. Gleichzeitig müsse die begonnene Transformation der Landwirtschaft im gemeinsamen Dialog fortgeführt werden. Zukunftsweisende Maßnahmen und Förderungen seien notwendig, um langfristige Perspektiven zu schaffen.

Aus Sicht des Landvolks wurde besonders deutlich, dass ohne Planungssicherheit kaum Zukunft für die Betriebe bestehe. Landvolkpräsident Holger Hennies forderte stabile Förderstrukturen, spürbaren Bürokratieabbau und keine neuen Auflagen. Nur so entstehe ein Klima, in dem Landwirtinnen und Landwirte wieder investieren und planen könnten. Nach den klaren Bekenntnissen zur niedersächsischen Landwirtschaft müsse nun auch entsprechend gehandelt werden.

Einig waren sich die Gastgeber, dass das Niedersächsische Agrarfrühstück kein einmaliges Signal bleiben solle. Das Format soll künftig im Rahmen der Grünen Woche fortgeführt werden, um die Interessen des Agrarlands Niedersachsen in Berlin sichtbar zu machen und zentrale Akteurinnen und Akteure aus der Land- und Ernährungswirtschaft dauerhaft einzubinden.

Foto: Landvolk Niedersachsen

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