Landkreis Northeim (red). Der SPD-Unterbezirk Northeim-Einbeck hat im Zuge der anstehenden Kommunalwahlen zur Dialogveranstaltung „Wohnen im Landkreis Northeim“ in die Kreisstadt eingeladen. Ziel sei es nach Angaben der Kreis-SPD gewesen, gemeinsam mit Parteimitgliedern sowie Interessenvertreterinnen und -vertretern Lösungsansätze für aktuelle Herausforderungen zu erarbeiten.
Im Mittelpunkt der ersten Veranstaltung habe das Thema „bezahlbares Wohnen für alle Bevölkerungsgruppen des Landkreises“ gestanden. Die SPD bekenne sich als Partei des sozialen Ausgleichs zu dem Grundsatz, dass Wohnen ein Grundrecht sei und bezahlbarer Wohnraum keine Luxusware, sondern eine Frage der sozialen Gerechtigkeit darstelle.
Als zentrale Elemente nennt die Kreis-SPD die Schaffung von mehr bezahlbarem Wohnraum, die Stärkung kommunaler Bauprojekte sowie die Bereitstellung von Wohnraum für Menschen mit geringerem Einkommen.
Förderprogramme von Land und Bund im Fokus
Die Bundestagsabgeordnete Frauke Heiligenstadt und der Landtagsabgeordnete René Kopka berichteten in Impulsvorträgen über Fördermöglichkeiten von Landes- und Bundesregierung. Kopka erklärte: „Wir fördern das Bauen und den sozialen Wohnungsbau. Mit der Novelle der Niedersächsischen Bauordnung verfolgen wir das Ziel, Bauen schneller, leichter und günstiger zu machen. Dabei sollen Bestandsgebäude besser an moderne Anforderungen angepasst werden können. Außerdem legen wir dazu eine stärkere Fokussierung auf den Altbaubestand, denn dort liegen enorme Potenziale für barrierefreies und altersgerechtes Wohnen, für familiengerechten Wohnraum und für energetische Verbesserungen.“
Auch auf Bundesebene sei weiterhin mit hohen Fördermitteln zu rechnen. Trotz schwieriger Rahmenbedingungen am Bau seien im Jahr 2024 deutschlandweit 61.934 Wohneinheiten im sozialen Wohnungsbau gefördert worden – ein Plus von rund 25 Prozent im Vergleich zu 2023 und etwa 51 Prozent gegenüber 2022. Heiligenstadt sagte: „Mit Rekordinvestitionen von 23,5 Milliarden Euro bis 2029 in den sozialen Wohnungsbau und einer Verstetigung der Mittel für unsere Neubauförderprogramme setzen wir die Investitionsoffensive im Wohnungsbau fort.“
Simon Hartmann, Vorsitzender der Sozialdemokratischen Gemeinschaft für Kommunalpolitik Niedersachsen, betonte die Bedeutung der Vernetzung zwischen Kommunal-, Landes- und Bundespolitik sowie den Austausch mit Wohnungsunternehmen, Bauhandwerk sowie Mieterinnen und Mietern.
Nach den Impulsvorträgen seien Beispiele und Erfahrungen aus der Bürgerschaft sowie aus der Baubranche vorgestellt und diskutiert worden. Der SPD-Unterbezirk habe mit der Veranstaltung erneut unterstrichen, dass bezahlbares Wohnen kein Luxusgut sein dürfe, sondern ein Grundrecht sei. Die Kreis-SPD mache deutlich, dass bezahlbarer Wohnraum nur geschaffen werden könne, wenn insbesondere der soziale Wohnungsbau wieder verstärkt durch die öffentliche Hand übernommen werde. Nur mit Hilfe des kommunalen Wohnungsbaus könne die angespannte Wohnungslage deutschlandweit entschärft werden, so die Partei abschließend.