Einbeck (red). Das niedersächsische Kultusministerium hat sich mit den kommunalen Spitzenverbänden auf die Ausstattung der Schulen mit mobilen Endgeräten verständigt. Demnach sollen Schülerinnen und Schüler der siebten Klassen im kommenden Schulhalbjahr Tablets erhalten. Auch bei der Kostenbeteiligung des Landes für die schulische Systembetreuung wurde eine Einigung erzielt.
Der SPD-Landtagsabgeordnete für den Wahlkreis Einbeck, René Kopka, begrüßte die Vereinbarung. „Wir eröffnen Schülerinnen und Schülern unabhängig vom Elternhaus den Zugang zum digitalen Lernen. Damit entlasten wir die Familien spürbar und setzen ein wichtiges Versprechen für mehr Bildungsgerechtigkeit in Niedersachsen um. Darüber hinaus statten wir auch die Lehrkräfte verlässlich aus“, erklärte Kopka.
Regelung soll gesetzlich verankert werden
Mit der Einigung übernimmt das Land Niedersachsen die Verantwortung für die Ausstattung sowohl der Schülerinnen und Schüler als auch der Lehrkräfte. Zudem sollen klare Zuständigkeiten festgelegt werden. Eine entsprechende Regelung ist zur Verankerung im Niedersächsischen Schulgesetz vorgesehen.
Nach Angaben Kopkas würden auch die Schulträger gezielt unterstützt. „Für jedes neu angeschaffte Endgerät erhalten sie einen Zuschuss von 125 Euro für die IT-Administration. Das gibt Schulen und Schulträgern Planungssicherheit und sorgt für einheitliche Standards“, erklärte er als Mitglied im Ausschuss für Haushalt und Finanzen.
Investitionen bis 2031 geplant
Ab dem kommenden Schuljahr soll das Land alle Schülerinnen und Schüler an weiterführenden Schulen mit digitalen Endgeräten ausstatten, in der Regel ab Jahrgang 7. Schulen können hiervon aus pädagogischen Gründen abweichen. Zudem sollen alle Lehrkräfte – unabhängig von Schulform und Jahrgang – ein eigenes Gerät erhalten.
Für die Digitalisierung der Schulen plant Niedersachsen bis 2031 Investitionen in Höhe von rund 800 Millionen Euro, unter anderem aus dem Sondervermögen Infrastruktur und Klimaneutralität des Bundes. Die Mittel für die Gesamtadministration sollen dabei ab 2027 mehr als verdoppelt werden. Derzeit zahlt das Land hierfür jährlich 11 Millionen Euro an die Kommunen.
Foto: Florian Spieker