Northeim (red). Unter dem Titel „Ob Stadtteil oder Dorf – lebenswert vor Ort“ diskutierten am Samstag zahlreiche Mitglieder von Bündnis 90/Die Grünen aus ganz Deutschland im Deutschen Bundestag über die Zukunft der Kommunen. Aus Northeim nahmen Karen Pollok, Marie Wilp, Hannah Fleetwood und Jakob Reiter teil und nahmen nach eigenen Angaben wichtige Impulse für die Region mit.
Fokus auf Lebensqualität in Kommunen
Im Mittelpunkt der Veranstaltung der Bundestagsfraktion standen Themen wie Daseinsvorsorge, Mobilität, gesellschaftlicher Zusammenhalt und kommunale Finanzen. Ziel sei es gewesen, konkrete Lösungen zu entwickeln, um die Lebensqualität vor Ort zu verbessern und Bürgerinnen und Bürger stärker einzubeziehen.
Eröffnet wurde der Kongress von der Bundestagsabgeordneten Karoline Otte aus dem Wahlkreis Northeim-Goslar-Osterode. Sie erklärte, Ziel sei es, gleichwertige Lebensverhältnisse in Stadt und Land zu schaffen. Dafür brauche es eine starke kommunale Finanzierung sowie gezielte Förderprogramme, die auch in Regionen wie Südniedersachsen ankämen.
Austausch in Workshops
In verschiedenen Workshops konnten sich die Teilnehmenden mit einzelnen Themen vertieft auseinandersetzen und mit Expertinnen und Experten sowie anderen kommunalpolitisch Aktiven austauschen.
Marie Wilp erklärte, für die Stadt Northeim sei entscheidend, konkrete Maßnahmen vor Ort umzusetzen – etwa bei Aufenthaltsqualität und Infrastruktur. Hannah Fleetwood betonte, lebenswerte Orte entstünden dort, wo Menschen sich einbringen könnten und Politik entsprechende Rahmenbedingungen schaffe.
Bedeutung von Demokratie vor Ort
Nach der Mittagspause wurde die Diskussion in einer Gesprächsrunde fortgesetzt, an der unter anderem Katrin Göring-Eckhardt und Tilman Fuchs teilnahmen. Dabei ging es um die Stärkung von Demokratie und Daseinsvorsorge auf kommunaler Ebene.
Karen Pollok erklärte, gerade im ländlichen Raum zeige sich die Bedeutung funktionierender demokratischer Strukturen für den gesellschaftlichen Zusammenhalt. Beteiligung müsse erleichtert und politische Entscheidungen transparent gestaltet werden. In diesem Zusammenhang verwies sie auf aktuelle Beschlüsse im Kreistag Northeim.
Impulse für die Region
Auch Jakob Reiter hob hervor, dass der ländliche Raum aktiv gestaltet werden müsse – unter anderem durch mehr Bürgerbeteiligung und einen Fokus auf Lebensqualität vor Ort.
Die Teilnehmenden zogen insgesamt ein positives Fazit und erklärten, die Diskussionen hätten gezeigt, dass lebenswerte Orte durch konkrete politische Entscheidungen und lokales Engagement entstehen könnten.
Foto: Grüne