Einbeck (red). Gemeinsam mit dem Niedersächsischen Gesundheitsminister Dr. Andreas Philippi hat sich der SPD-Landtagsabgeordnete René Kopka beim Einbecker Bürgerspital (EBS) über die aktuelle Situation informiert. Auch die SPD-Bundestagsabgeordnete Frauke Heiligenstadt, Einbecks Bürgermeisterin Dr. Sabine Michalek sowie weitere Vertreterinnen und Vertreter der Kommunalpolitik nahmen an dem Austausch teil.
Austausch über Zukunft des Standorts
Im Gespräch mit EBS-Geschäftsführer Michael Abert, der Pflegedienstleitung und dem Betriebsrat ging es vor allem um die zukünftige Entwicklung des Krankenhauses. Dabei stand die Frage im Mittelpunkt, wie der Standort langfristig gesichert und weiterentwickelt werden kann.
Krankenhausreform im Fokus
Gesundheitsminister Dr. Andreas Philippi informierte über das Krankenhausreformanpassungsgesetz (KHAG): „Mit dem am 15. April in Kraft getretenen KHAG bekommen wir Planungssicherheit und die Krankenhausreform in Niedersachsen kann endlich weiter voranschreiten. Ziel ist dabei immer, dass die Versorgung gesichert und durch qualitätsorientierte Konzentration von Gesundheitsleistungen in den Krankenhäusern verbessert wird. Niedersachsen hat sich in den vergangenen Monaten aktiv in die Debatte und mögliche Umsetzungsschritte der Krankenhausreform eingebracht. Nicht zuletzt vor diesem Hintergrund sind viele niedersächsische Forderungen in das Gesetz aufgenommen worden. Eine gute und verlässliche Gesundheitsversorgung muss sowohl in den städtischen als auch in den ländlichen Regionen gewährleistet sein.“
Klare Position zum Erhalt des Krankenhauses
Von Seiten des EBS sowie der lokalen Politik sei betont worden, dass der Erhalt des Einbecker Krankenhauses maßgeblich für die Sicherstellung der medizinischen Versorgung in der Region sei. Entsprechende Gerüchte über eine mögliche Schließung der Notaufnahme oder des gesamten Krankenhauses wies Geschäftsführer Michael Abert zurück: „Gerüchten einer Schließung der Notaufnahme und sogar des ganzen Krankenhauses, wie sie im Zusammenhang mit der Schließung der KVN-Bereitschaftsdienstpraxis kolportiert wurden, treten wir entschlossen entgegen.“
Auf Basis der Leistungsgruppen solle das medizinische Angebot künftig als Krankenhaus der Grund- und Regelversorgung ausgerichtet werden. Mit Ergéa Deutschland als Teil der Ergéa Group als Trägerin werde an einem zukunftsfähigen Konzept gearbeitet, um den Standort zu sichern und weiterzuentwickeln. Ein Wettbewerb zwischen kleineren Krankenhäusern und großen Kliniken dürfe dabei nicht entstehen, vielmehr könnten sich die Einrichtungen durch Kooperationen ergänzen, so Abert.
Gemeinsames Ziel: Stärkung des Standorts
René Kopka betonte abschließend die Bedeutung des Austauschs: „Ich danke Minister Dr. Philippi für den Besuch am EBS in Einbeck und den konstruktiven Austausch mit der Hausleitung und den Vertretern der Belegschaft. Gespräche wie diese helfen dabei, die teils emotional geführten öffentlichen Debatten in konstruktive Energie umzuwandeln und gemeinsam für ‚unser‘ Krankenhaus zu werben. Auch wenn die sich ändernden gesetzlichen Rahmenbedingungen stetige Aufmerksamkeit und Anpassungen erfordern, sehe ich uns aufgrund des regelmäßigen Austauschs und des gemeinsamen Ziels der handelnden Akteure vor Ort gut aufgestellt.“
Foto: Büro Kopka