Einbeck (red). Mit Befremden verfolgt die Einbecker SPD die Bestrebungen einiger Persönlichkeiten in Einbeck, die barrierefrei Nutzung des Alten Rathauses auf dem Marktplatz zu verhindern. Auch bei anderen Themen wie beispielsweise jüngst den erforderlichen Arbeiten am sogenannten Verlobungsweg wird dabei in erschreckender Weise die professionelle Expertise der für diese Aufgaben beschäftigten Expertinnen und Experten in Frage gestellt.

Für die Sozialdemokratische Partei in der Bier- und Fachwerkstadt betonen Ortsvereinsvorsitzender Marcus Seidel und der stellvertretende Vorsitzende Peter Traupe deshalb, dass sie hinter den vorgestellten Plänen für das Alte Rathaus und damit dem Vorhaben der rot-schwarzen Mehrheitsgruppe im Stadtrat stehen. Es handelt sich dabei um ein der Öffentlichkeit zugängliches Gebäude, schon daraus ergibt sich die Pflicht der barrierefreien Zuwegung.

Auch das Thema öffentliche barrierefreie WC-Anlage in der Kernstadt ist nun lange genug diskutiert, ohne dass es bisher zu einer Lösung gekommen ist. Der vorliegende Vorschlag für das Alte Rathaus sieht eine entsprechende Anlage nun vor. Nicht zielführend ist dagegen der Vorschlag mit der WC-Anlage in der Sparkassen-Passage. Diese soll mit einem sogenannten Euro-Schlüssel zu öffnen sein.
Dieser spezielle Türöffner ermöglicht den Zugang aber lediglich einem eingeschränkten Personenkreis, der auf besondere Einrichtungen und Ausgestaltung angewiesen ist. Die Berechtigung zum Erwerb solch eines Schlüssels erlangen betroffene Personen nur mit speziellen Merkzeichen im Schwerbehindertenausweis. Hiervon sind viele Menschen ausgeschlossen, insbesondere ältere Mitbürgerinnen und Mitbürger ohne Grad der Behinderung, die aber trotzdem in der Mobilität beeinträchtigt sind. Seidel und Traupe empfehlen deshalb den Befürwortern solch untauglicher Vorschläge zunächst einmal, sich mit dem Behindertenrecht und der Lebenssituation älterer Menschen vertraut zu machen.

Mit großem Befremden nimmt die Einbecker SPD das Vorgehen einzelner Protagonisten zur Verhinderung einer zeitgemäßen Entwicklung Einbecks zur Kenntnis. Da wird dann schon mal mit Grundstücken wie dem früheren Rathaushof argumentiert, der gar nicht der Stadt Einbeck gehört. Wechselweise wird leitenden Verwaltungsmitarbeitenden dann auch schon mal Untätigkeit unterstellt oder mit plebiszitären Elementen gedroht. Auch von Ultimaten in Gremiensitzungen muss man Kenntnis nehmen.

Unsere Linie für unsere Stadt, betonen Marcus Seidel und Peter Traupe, ist klar: Wir wollen Einbeck zeitgemäß und zukunftsfest gestalten und nicht in ewiger Gestrigkeit gefangen halten. Mit den gemeinsam mit dem Gruppenpartner CDU vorgesehenen Investitionen sind wir damit auf dem richtigen Weg. Wir bedanken uns bei den dafür bezahlten Fachleuten für die entsprechenden Konzepte an dieser und anderer Stelle und ihre Arbeit und Kommunikation dazu.

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