Einbeck (red). In den vergangenen Tagen hat der Kommunale Bauhof der Stadtverwaltung 54 Laubbäume auf Spielplätzen, naturschutzrechtlichen Ausgleichsflächen sowie entlang von Straßen und Gewässern gepflanzt. Diese Ersatzbepflanzungen wurden notwendig, da in den vergangenen Jahren Bäume aufgrund von Trockenheit, Krankheiten oder mangelnder Standsicherheit entfernt werden mussten.
Mehr Vielfalt durch neue Bäume
Gepflanzt wurden überwiegend einheimische Arten wie Linde, Feldahorn, Hainbuche, Rotbuche, Flatterulme, Schwarzerle sowie Apfel-, Birnen- und Kirschbäume in verschiedenen alten Sorten. Im innerstädtischen Bereich ergänzen zudem sogenannte Klimabäume das Pflanzkonzept – darunter Purpur-Erle, Amberbaum, Gold-Gleditschie und schwedische Mehlbeere.
Auffällig sind die weiß gestrichenen Baumstämme: Der helle Stammanstrich verhindert im Winter eine starke Erwärmung gefrorener Rinde durch die Sonne. So werden Frostrisse vermieden, die Krankheitserregern wie Pilzen, Bakterien und Viren das Eindringen in den Baum erleichtern würden.
Weitere Pflanzungen im April
Im April folgen weitere 60 Ersatzbaumpflanzungen durch eine Garten- und Landschaftsbaufirma in den städtischen Parkanlagen. Dabei werden insbesondere Winter-, Krim- und Kaiserlinden gesetzt, um die historische Lindenallee auf dem Wall zu ergänzen. In naturnahen Bereichen finden künftig Feldahorn, Spitzahorn, Schwarz- und Grauerle, Hainbuche, Felsenbirne, Kornelkirsche sowie Silber- und Kätzchenweide einen neuen Standort.
Ergänzt wird das Sortiment durch besondere Parkbäume wie Blutahorn, rotblühende Rosskastanie, Esskastanie, Trompetenbaum, Rotesche, Tulpenbaum, Maulbeerbaum und Hopfenbuche.
Zusammenarbeit mit der HAWK Göttingen
Die beiden Pflanzmaßnahmen wurden im Sachgebiet Straßen- und Grünflächenmanagement der Stadtverwaltung gemeinsam mit einem Arboristik-Studenten der HAWK Göttingen entwickelt, der derzeit ein studienbegleitendes Praxissemester absolviert. Dabei lag der Fokus insbesondere auf Artenvielfalt, Klimaverträglichkeit, Baumgesundheit und der gestalterischen Einbindung in das Stadtbild.
Für Beschaffung, Pflanzung und Anwuchspflege der Bäume entstehen der Stadt Einbeck Unterhaltungskosten in Höhe von rund 70.000 Euro. Weitere Pflanzmaßnahmen sind für die kommenden Pflanzperioden bereits geplant.
Foto: Stadt Einbeck