Einbeck (awin). Am Donnerstagabend, 29. Januar, hatte die BBS Einbeck zu einem öffentlichen KI-Infoabend ins hauseigene Forum eingeladen. Rund 120 Gäste aus Schule, Wirtschaft und Stadtleben nahmen an der Veranstaltung teil und erlebten einen abwechslungsreichen Abend rund um das Thema Künstliche Intelligenz. Neben einem Schüler-Theaterstück prägten ein Vortrag von KI-Experte Hauke Pölert sowie eine Podiumsdiskussion das Programm.
Theaterstück als Einstieg
Trotz Schnee und Glätte, die vielen die Anreise erschwerten, füllte sich das Forum deutlich stärker als von Schulleiter Renatus Döring befürchtet. Begrüßt wurden die Besucher mit einem Theaterstück, das von Schülerinnen der BBS aufgeführt wurde. In sechs verschiedenen Szenarien stellte eine fünfköpfige Familie Pro- und Kontra-Positionen zum Umgang mit KI anschaulich dar. Die Darstellerinnen und Darsteller überzeugten dabei mit großer Textsicherheit und schauspielerischem Talent.
Vortrag von KI-Experte Hauke Pölert
Anmoderiert von Eberhard Schmal, der sich bereits im Lehrerruhestand befindet, folgte der zentrale Vortrag des Abends. Unter dem Titel „Künstliche Intelligenz – Fortschritt feiern oder fürchten lernen?“ gab Hauke Pölert einen kompakten und verständlichen Überblick über aktuelle Entwicklungen im Feld der Künstlichen Intelligenz. Der Lehrer für Spanisch und Geschichte, Oberstufenkoordinator sowie Influencer im Bildungsbereich legte dabei einen besonderen Schwerpunkt auf den Umgang von Schülerinnen und Schülern mit KI.
Direkt zu Beginn sprach Pölert vielen Anwesenden aus der Seele: „Wir alle dürfen immer noch überfordert sein.“ Er beleuchtete Chancen und Risiken der Technologie und warnte vor Kompetenzabbau sowie einem möglichen Vertrauensverlust in die eigenen Fähigkeiten, wenn KI zu viele Aufgaben übernehme. „Was und wie müssen Menschen lernen, um am Ende mit der KI zu lernen?“ Diese Frage werde künftig ein entscheidender Schlüssel sein, um insbesondere in Schulen den richtigen Umgang zu finden. „Wir müssen das selbständige Denken bewahren“, lautete sein Appell.
Podiumsdiskussion zum Abschluss
Nach einer kurzen Pause mit Snacks und Getränken bildete eine Podiumsdiskussion den Abschluss des Abends. Vertreterinnen und Vertreter aus Bildung, Wirtschaft und Gesellschaft diskutierten über Leitfragen der KI. Auf der Bühne debattierten Manuel Kempf (KWS Einbeck), Dr. Jan Taubert (Sartorius Göttingen), Hauke Pölert, Anna-Lena Engelhardt (Abteilungsleiterin BBS Einbeck) sowie eine Schülervertreterin. Thematisiert wurden unter anderem Veränderungen auf dem Arbeitsmarkt, die Rolle von KI im Unterricht und die Frage nach Verantwortung. Hauke Pölert fasste zusammen: „Neue Technik hat schon immer Angst gemacht, seitdem es technischen Fortschritt gibt.“


Fotos: zir