Landkreis Northeim (red). In einer Zeit gesellschaftlicher Umbrüche, wachsender Unsicherheiten und zunehmender Polarisierung rückt der Landkreis Northeim das Thema Gleichstellung bewusst in den Mittelpunkt. Vom 2. März 2026 bis 5. März 2026 findet die diesjährige Gleichstellungswoche statt. Mit einem vielseitigen Programm lädt sie dazu ein, sich zu informieren, auszutauschen und aktiv mitzuwirken. Ziel ist es, Gleichstellung als grundlegenden Baustein für eine demokratische, gerechte und zukunftsfähige Gesellschaft sichtbar zu machen.
Landrätin Astrid Klinkert-Kittel betont, Gleichstellung sei kein Randthema, sondern eine zentrale gesellschaftliche Aufgabe. Nur wenn Menschen unabhängig vom Geschlecht berücksichtigt würden und unterschiedliche Erfahrungen einflössen, könnten tragfähige und gerechte Lösungen entstehen. Die Gleichstellungswoche setze genau hier an und wolle Impulse für Dialog und gemeinsames Handeln geben.
Film, Workshops und Vorträge zum Auftakt
Den Auftakt bildet am 2. März 2026 um 19 Uhr die Filmvorführung „Die Unbeugsamen 2“. Der Film zeigt eindrucksvoll, wie Frauen in Politik und Gesellschaft für Teilhabe, Sichtbarkeit und Rechte kämpfen und warum diese Auseinandersetzungen bis heute relevant sind.
Am 3. März 2026 schließt sich von 9 Uhr bis 13.30 Uhr der Workshop „Generationen verbinden: Erfolgreiche Führung in altersgemischten Teams“ mit Swaantje Hinrichs-Stark an. Im Mittelpunkt stehen praxisnahe Impulse für moderne Arbeitswelten, in denen Vielfalt als Stärke verstanden und aktiv gestaltet wird. Ebenfalls am 3. März 2026 folgt von 17 Uhr bis 18.30 Uhr ein Online-Vortrag zum Thema Mental Load. Referentin Laura Fröhlich beleuchtet dabei, wie unsichtbare Sorge- und Organisationsarbeit insbesondere Frauen belastet und welche gesellschaftlichen Strukturen dahinterstehen.
Ausstellung und Vernissage als Höhepunkt
Ein besonderer Programmpunkt der Gleichstellungswoche ist die Vernissage der Wanderausstellung „frauenOrte Niedersachsen“. Sie findet am 4. März 2026 von 17 Uhr bis 18 Uhr im Heimatmuseum Northeim statt. Die Ausstellung macht Frauen sichtbar, die Geschichte geschrieben haben, deren Leistungen jedoch häufig nicht ausreichend gewürdigt wurden. Im Anschluss ist die Ausstellung vom 5. März 2026 bis 27. März 2026 zu den regulären Öffnungszeiten des Heimatmuseums zu sehen.
Entspannter Ausklang und klare Botschaft
Den Abschluss der Woche bildet am 5. März 2026 von 19 Uhr bis 20 Uhr eine Online-Yogastunde mit dem Titel „Entspannungsreise zu den weiblichen Archetypen“, angeleitet von Inge Mascher.
Die Gleichstellungsbeauftragte des Landkreises Northeim, Julia Kögler, unterstreicht, dass Gleichstellung keine reine Frauenfrage sei, sondern eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Sie könne nur gelingen, wenn alle Geschlechter gemeinsam Verantwortung übernähmen, bestehende Strukturen hinterfragten und neue Wege der Zusammenarbeit entwickelten. Fehlende Gleichstellung wirke sich unter anderem auf häusliche Gewalt, Lohn- und Rentenunterschiede sowie strukturelle Benachteiligungen im Alltag aus.
Die Veranstalterinnen und Veranstalter laden alle Interessierten unabhängig vom Geschlecht ein, sich an der Gleichstellungswoche zu beteiligen und ein Zeichen für Gleichstellung, Vielfalt und Zusammenhalt zu setzen. Anmeldungen sind online möglich unter https://www.landkreis-northeim.de/GlWo26