Wangelnstedt (red). Anfang Dezember 2025 hat sich in Wangelnstedt der Verein „Rehkitzrettung Elfas“ gegründet. Spätestens Anfang Mai, wenn die ersten Rehkitze geboren werden, möchten die Mitglieder um Frank Falkenroth und Michelle Sadounik mit ihrer Arbeit beginnen. Um die Wiesen effektiv nach dem Rehnachwuchs absuchen zu können, benötigt der Verein jedoch eine weitere Drohne mit Wärmebildkamera. Rund 6.500 Euro werden nach Berechnungen der Mitglieder für die Anschaffung des Geräts benötigt.
Derzeit läuft eine Spendenkampagne über www.gofundme.com.
„Wir als Team von der 'Rehkitzrettung Elfas' setzen uns für die Rettung dieser Rehkitze und anderem Jungwild ein und stehen frühmorgens auf, um mit einer Drohne die Kitze, Junghasen und Bodenbrüter aus der Luft in den Wiesen ausfindig zu machen“, erklärt Frank Falkenroth. Werden die Tiere entdeckt, würden sie vorsichtig mit Handschuhen in eine Kiste gelegt und in der Nähe im Schatten abgestellt. Anschließend werde der Landwirt informiert, der seine Arbeit fortsetzen könne, ohne befürchten zu müssen, ein Kitz auszumähen. Nach dem Zurücksetzen fiepten die Kitze, sodass die Mutter ihren Nachwuchs wiederfinde.
Lebensgefahr bei der Mahd
Was bei Fuchs und anderen Wildtieren als Schutzstrategie funktioniert – das Ducken und Tarnen –, wird im hohen Gras der Wiesen zur Gefahr, sobald die Mahd ansteht. Wildwarner an Maschinen oder das Absuchen und Abstecken der Flächen mit Flatterband reichten häufig nicht aus, um alle Tiere zu finden. Viele Kitze würden verletzt oder getötet, da sie bei Gefahr instinktiv liegen bleiben.
Der Verein sieht daher in einer zusätzlichen Drohne mit Wärmebildkamera eine wichtige Voraussetzung für eine effektive Rettungsarbeit. Spenden sind über die genannte Online-Plattform möglich. Kontakt kann zudem per E-Mail an
Foto: Rehkitzrettung Elfas